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WELT AIDS TAG 2012

17 Kommentare

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29 Jahre nach der Entdeckung von HIV und bekannt werden der Immunschwächekrankheit Aids, handelt es sich dabei noch immer um ein geächtetes und oft totgeschwiegenes Thema. Dabei zieht sich das Problem durch alle Gesellschaftsschichten. Am 01.12. ist wieder Welt Aids Tag, ich möchte dies zum Anlass nehmen und im Blog darauf hinweisen, das jede Infektion eine eigene Geschichte hat. Aids ist nicht nur Prostitution, Sex-Tourismus, Homosexualität oder Drogenkonsum, Aids geht uns ALLE an. Jeder kann direkt oder indirekt betroffen sein.

Man muss nicht krank sein!

Natürlich ist eine Krankheit kein angenehmes Thema. Wenn jemand anderes erkrankt, dann darf man zu recht froh sein nicht direkt betroffen zu sein. Doch während wir Menschen mit Krebs und Diabetes in unseren Reihen akzeptieren, werden HIV-Erkrankte oft gemieden, verurteilt und ausgegrenzt. Dabei bedürfen besonders an Aids erkranke Menschen der Hilfe anderer. Durch meine Mitarbeit im Deutschen Roten Kreuz (DRK) habe ich über ein Jahrzehnt in Führerschein, Erste-Hilfe und Sanitätskursen Aufklärungsarbeit geleistet, andere über die Gefahren von HIV und den Umgang mit Infizierten aufgeklärt. Diese Arbeit möchte ich an dieser Stelle fortführen.

Die Immunschwäche führt trotz vorangeschrittener, medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten noch immer zum Tode. Schutz und Vorsicht sind dringend notwendig. Doch dies sollte nicht mit Ausgrenzung, Aussonderung und dem Ausschluss Erkrankter aus unserer Mitte verwechselt werden.

WER MÖCHTE SCHON ALLEIN STERBEN?

AUSGRENZUNG bedeutet für Betroffene: Trauer, Wut, Hilflosigkeit, ein Gefühl der Ohnmacht, seelischen Schmerz und führt zum Verlust von Lebensqualität und Lebensfreude, der Hoffnung und des Sinns im Leben. Was kostet es schon mit einem Lächeln, ein paar Worten und einem Händedruck großzügig um zu gehen?

Fast jeder von uns hat schon eine größere oder kleinere Krankheitsphase durchgestanden. Erkältung, Grippe, Diabetes, gebrochenes Bein oder Krebs. Jeder kennt die Wirkung einer Umarmung, einer Hand auf der Schulter oder eines ehrlichen Gesprächs bei Kaffee oder Tee. Wie sehr es aufbauen kann wenn sich jemand nach unserem Gesundheitszustand erkundigt, wenn eine Genesungsmail -/Postkarte eintrifft oder uns in dieser Zeit jemand bei Erledigungen hilft.

EINSAMKEIT fügt der Seele Schmerzen zu, lässt die Welt auch im tiefen Sommer kalt werden. Menschen in die Isolation zu treiben, sie zu verurteilen, ausgrenzen, unmenschlich und herablassend zu behandeln, dies alles zeugt von persönlicher Armut. Ein Mangel an Weitsicht, Verständnis, Menschlichkeit und Größe, schließlich kann jeder einmal erkranken (nicht nur an Aids). Ob die Infektion nun unverschuldet oder verschuldet erfolgte, das sollte keine Rolle spielen, denn einen Fehler können wir alle machen. Jeder Mensch, egal welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, welchen Alters, unabhängig seines Reichtums, der gesellschaftlichen Stellung und seiner Intelligenz verdient unseren Respekt. Wie grausam ist es, allein und einsam sterben zu müssen?

Auf der Welt geht es nicht gerecht zu, doch es liegt an jedem selbst eine Grenze zu setzen, an der Gerechtigkeit und Menschlichkeit beginnen. Lasst die Welt nicht noch kälter werden, rückt zusammen und seit für einander da. Lasst andere Menschen nicht allein, sie bereichern euer Leben.

WARUM DIE ROTE SCHLEIFE?

Den so genannte RED RIBBON tragen Menschen aus Solidarität, um ein Zeichen zu setzen. Sie bekunden damit das sie gegen die Ausgrenzung Erkrankter sind, keine Probleme im Umgang mit HIV erkrankten Menschen sehen.

Ihr müsst die ROTE SCHLEIFE nicht tragen, dennoch werden Erkrankte sich darüber freuen. Doch viel wichtiger ist: tragt das wofür die Schleife steht in euch. Tut dadurch etwas gegen die Kälte und Ausgrenzung in der Gesellschaft, möglichst nicht nur am 01.Dezember.

Richtige AUFKLÄRUNG ist wichtig, erkundigt euch rechtzeitig. Unwissenheit führt zu Unsicherheit und unweigerlich zu einem falschen Verhalten. Wo lauern echte Ansteckungsrisiken, was sind urbane Ansteckungslegenden!? Ein paar fachlich fundierte Info-Links findet ihr folgend:

—> WELT-AIDS TAG 2012

—>  AIDSHILFE

—> VERGISS AIDS NICHT e.V. + (Handy App Info)

—> Bundeszentrage für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

—> ONLINE AIDS BERATUNG

Für alle die bei diesen ernsten Beitrag bis hier her gelesen haben folgt nun etwas Humoriges:

WITZIGE SPOTS

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Autor: Imort

Mitten im Leben, dabei wenn es sich lohnt.

17 Kommentare zu “WELT AIDS TAG 2012

  1. Hallo Uwe,

    das hast du schoen geschrieben. Grade bei so einem sensiblen Thema ist das ja nicht leicht den schmalen grad zwischen zu locker und erhobenem Zeigefinger zu treffen. Aber das hast du gut hinbekommen, ich fuehl mich zum Nachdenken angeregt ohne das Gefuehl zu haben dass man mir ein schlechtes Gewissen machen will, wenn ich den Text lese.

    Dazu kommt dein angenehmer Schreibstil, der mir auch in fruehren Postings sehr gefaellt und dafuer sorgt dass es richtig Spass macht dein Blog zu lesen. Nur weiter so, ich freu mich drauf hier mehr von dir zu lesen.

    Liebe Gruesse!

  2. He, cooler Beitrag. Wir hocken alle in einem Boot.

  3. Ich denke, eine der Hauptursachen für Ausgrenzung ist die Angst vor dem Unbekannten. Zu wenig Leute wissen über die Ansteckungswege, usw. Bescheid. Sie wissen nur, dass man daran sterben kann und dass man sich anstecken kann, anders als beispielsweise bei Krebs oder Diabetes.
    Deshalb hat es imho in vielen Fällen keine soziale Ursache, sondern entsteht aus bloßer Angst.  
    Deshalb stimme ich dir zu, Aufklärung ist sehr wichtig.

    • Danke, eine Gesellschaft in Angst, das ist ein sozialer Aspekt bzw. eine soziale Auswirkung. Sehe ich genau so, Wissen hilft gegen Angst, Aufklärung ist wichtig.

  4. Ein sehr schöner Artikel, HIV sollte im Gespräch bleiben und keinesfalls tabuisiert werden.
    Ausgrenzung scheint mir aber nicht nur bei Erkrankten, sondern ein allgemeines Problem zu sein.
    Die Leute scheinen sich selbst bewusst von anderen Abgrenzen zu wollen. Ist dieser Andere dann auch noch durch eine HIVerkrankung „stigmatisiert“ grenzen sich die Leute noch stärker ab, was wiederum zur Ausgrenzung des Erkrankten führt. Dieses Stigmata im Denken der Gesellschaft zu bekämpfen ist wichtig und Bedarf viel Engagement ähnlich dem deinen.

  5. Wahre Worte, icke fass mich mal kurz. Nur zusammen können wir was erreichen.
    Die Angst vieler entsteht, weil sie nicht richtig wissen was HIV ist, nur Aufklärung kann dort helfen.

  6. Ich kann mich auch nur anschliessen: nur die Aufklärung kann gegen Vorurteile der Bevölkerung helfen. Guter Artikel.

  7. HIV und die Konsequenzen für die Betroffenen sollte man nicht aus den Augen verlieren, der Artikel gefällt mit sehr. Ich finde es wichtig das jeder der kann auch einen kleinen Beitrag leisten sollte,

    • Ich denke jeder kann, es gehört in diesen Zeiten aber der Wille und nicht diese allgegenwärtige Gleichgültigkeit dazu. Aufgeschlossenheit ist da ein guter Anfang.

  8. Ist sehr schön zusammen gefast, auch wenn es ein wenig einseitig ist und sich nur um die Aufklärung und die Sozialen Aspekte dreht. Aber warum Existiert diese Krankheit überhaupt? Die Theorie mit einer von Affen übertragenen Krankheit, auf einem Menschen ist nicht so recht glaubwürdig. Dagegen die Theorie das, das Virus eine Biowaffe ist schon ehr, Stichwort Projekt MK-NAOMI.
    Und selbst wenn nicht, warum existiert immer noch kein Heilmittel wo bei mehr als genug Zeit vergangen ist? Wir können Nanomaschinen und IBM kann Quantencomputer Bauen aber wir können kein Impfstoff gegen so ein „einfaches „ Virus herstellen… das wehr ja auch sicher nicht so Gewinn bringend wie fiele Kranke die Jahre lang leiden Müssen und vor allen zahlen müssen und wen sie selber nicht mehr können dann halt die Allgemeinheit.
    Und noch eine eigenartige Sache. Warum Kommt es immer wieder vor das Medikamente Mit HIV Verseucht sind? Von Impfungen bis zu Herzmedikamenten kam alles schon vor? Sind etwa zu wenig krank? Braucht man mehr Kunden oder Sind die Leiter der Medikamenten Fabriken wirklich so unfähig das sie tausende Liter HIV Plasma in die Produktion einbinden und nicht wissen das sie damit Menschen Infizieren?
    Ich habe mal ein wenig was schnell zusammen gesucht, da könnt ihr ja mal rein schauen oder es auch sein lassen.
    Bis Später

    http://jungemedienhamburg.wordpress.com/2009/06/14/schweinegrippe-aids-und-andere-seuchen-durch-verseuchte-impfstoffe-und-medikamente/
    http://www.heise.de/tp/artikel/8/8254/1.html
    http://www.psi-gate.de/cgi-bin/psigate/ikonboard.cgi?act=ST;f=5;t=380;&#top
    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52190
    http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema-26542-152924/Grippeimpfung+durch+Killervirus+verseucht.html

    http://www.offene-akademie.org/?p=181
    http://books.google.de/books?id=bSjbtEjxeWQC&pg=PA116&lpg=PA116&dq=aids+eine+biowaffe&source=bl&ots=e49TP3Fx1b&sig=m645Jtmb2FEhkVAUC3jDQtyMzSw&hl=de&sa=X&ei=q1K6UMXyGqnV4QTU0ICYAQ&ved=0CC0Q6AEwADgU#v=onepage&q=aids%20eine%20biowaffe&f=false
    http://www.conspiracy.nebelbank.de/aids.html
    http://www.verschwoerung-von-illuminaten-bis-wtc.de/toedliche-immunschwaeche-aids
    http://www.woco.at/wissenschaftgesundheit/aids.html

    • Hi Teils, wie kann der Beitrag einseitig sein, wenn er sich wie von dir beschrieben mehrerer Aspekten (Aufklärung und der weiten Bandbreite sozialen Arrangements) annimmt? Vorbeugung, Nachsorge, der Bericht eines Betroffenen und das Leben mit HIV werden ausführlich angesprochen. Bestimmt fehlte dir die Zeit den Bericht komplett zu lesen, bzw. (die Filme) zu sehen.

      Der Bericht spricht soziale Kompetenzen an, wozu das Aufzählen von Inhalten wie: Biowaffen, konspirative Bevölkerungsdezemierung, verseuchte Medikamente und urbanen Verschwörungstheorien sicherlich nicht zählen. Dies zielt aus meiner Sicht komplett an der Thematik vorbei und lässt Feingefühl und Einfühlungsvermögen etwas missen.

      Natürlich sollte man nicht außer acht lassen wer die Verantwortung für HIV trägt und dies bei Verschulden entsprechend ahnden. Aber wie im realen Leben, ist der Kaffeebecher auf dem PC Tisch erst einmal umgekippt, sollte man als erstes dafür sorgen das der Kaffee nicht in Tastatur & Maus läuft. Erst weg wischen und später Diskussionen darüber führen wer dafür die Verantwortung trägt und ob dies evtl. noch mit Absicht geschah, auch wenn das nicht jeder so handhabt.

  9. Ich sehe es schon als Anfang wenn man ganz normal mit Infizierten & Erkrankten umgeht.

  10. es geht uns alle an – deshalb, Daumen hoch 🙂

  11. Es ist natürlich gut, wenn man einen solchen Tag einrichtet, viel Aufklärung betreibt und dafür sorgt, dass andere nicht ausgegrenzt werden aber das ist nicht nur bei Patienten so, die HIV+ getestet wurden oder bereits erkrankt sind.

    Viele Leute denken zum Beispiel auch, dass Krebs ansteckend sei…

    Ein Tabuthema sollte es auf keinen Fall sein. Mittlerweile ist HIV ja auch kein Todesurteil mehr wie vor ein paar Jahren. Wenn man frühzeitig behandelt, besteht sogar eine gute Aussicht auf ein langes Leben, bevor die Krankheit überhaupt ausbricht. Noch viel besser ist natürlich die Prävention, wodurch man sich erst gar nicht infizieren lässt und da besteht besonders bei unserer heutigen Jugend sehr viel Aufklärung, denn nicht nur Aids lässt sich durch ausreichende Prävention verhindern sondern auch andere schwer behandelbare Krankheiten, die auf ähnlichem Weg übertragen werden können (Hepatits, Syphilis usw.).

    Auch wenn ich mir selbst wünsche, dass alle Menschen aufgeklärt seien, ist dies trotzdem ein utopischer Gedanke, denn bei vielen wird es nur mit sehr viel Argumentation Beachtung finden und bei einigen wäre es ein Querschnitt in die eigene Weltanschauung und würde abgelehnt bleiben.

    Alles in allem ein guter Verweis auf den Welt-Aids-Tag und interessant mit der ganzen Werbung dargestellt, aber leider sehe ich sie im TV z.B. sehr selten, was ich auch sehr schade finde.
    Der Blogartikel ist übrigens gut gelungen.

    Gruß, Dracondra

  12. Wirklich guter Beitrag zu dem Thema. Es ist nicht einfach heutzutage noch Leuten die Augen zu öffnen. Wir leben in einer Zeit der Gesellschaftsblindheit, gerade in dem Land in dem ich Lebe, sind unglaublich aggressive Werbespots zu solchen Themen im Fernsehen so dominant, dass eigentlich keiner mehr hinschaut. Das Verständnis und die Sensibilität auf dieses Thema aufmerksam zu machen, ohne zu sehr den Finger zu erheben, hast du wirklich gut geschafft. Bei mir hat es dafür gesorgt, dass ich eine längere Weile nachdenken musste. Leider fühlt man sich zwar schon wissend, aber kehrt es mental dennoch gerne unter den Teppich.

    • Dafür sind Aufklärungs-Spots hier in der Republick fast völlig aus TV und Radio verschwunden. Die Aufklärungswelle aus den 90’er Jahren ist merklich verebbt.
      Doch mag das Gesundheitswesen eines jeden Landes anders an die Thematik herantreten, wir Menschen müssen uns einfach wieder mehr umeinander kümmern, grundsätzlich. Dann verschwinden viele (Gesellschafts-)Probleme wie von allein. Mag sich das auch noch so idealistisch und klein kindlich anhören.

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