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Lederarmband – do it yourself

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Lederarmband – do it yourself

Seit einiger Zeit versuche ich mich an neuen Materialien. Darunter befindet sich auch der wunderbare Werkstoff Leder. Erste Erfahrungen konnte ich mit meinen Geldkatzen, mittelalterlichen Geldbörsen sammeln. Auch an eigenen Lederschuhen für eine mittelalterliche Gewandung habe ich mich versucht. Doch nun zum heutigen Thema. Ich habe für mich und einige Freunde Lederarmbänder hergestellt.

image – WIE GEMACHT?

Für wenig Geld bekommt man beim Sattler beliebig zugeschnittene Lederstücke, auch über das Net kann bestellt werden. Eine Breite von 2 – 3 cm mag ich empfehlen. Die Länge variiert je nach Umfang des Handgelenks. Beim Kauf sollte eine Mindestlänge von 30 cm verlangt werden. Besonders bei ersten Versuchen kommt es zu Verschnitten und kleinen Fehlern. Ist das Armband zu kurz gekauft, lassen sich diese nicht wieder ausmerzen. Wählt ungefärbtes Leder, andernfalls könnte es zu einer allergischen Reaktion kommen. Geeignet sind Lederstärken von 0,3 – 0,4 cm. Dickeres Leder lässt sich nicht via Druckknopf verschließen. Für beispielsweise 0,5 sollte ein Riemenverschluss gewählt werden.

Entsprechend des Umfangs eines Handgelenks abgemessen und zugeschnitten, muss zusätzlich ein überlappender Bereich von 5 – 8 cm mit eingerechnet werden. Hat das Handgelenk also einen Umfang von 18 cm, müssen 6 – 8 cm für die Überlappung hinzugerechnet werden. (18 + 8 = 26 cm Lederband) Auf diese Überlappung wird später der Druckknopf mittig aufgebracht. (Um einen optimalen Sitz zu garantieren, mag man beachten, das Gliedmaßen bei körperlicher Betätigung (z.B. Sport) anschwellen. Dies gilt nicht nur für die Beine, auch Handgelenke können sich verbreitern. Darum sollte ein Armband nicht hauteng sitzen. Hier möge man ca. 0,3 – 0,5 cm zusätzlich mit einrechnen. Andernfalls kann das Armband unangenehm eng anliegen oder sogar schnüren. Gesamtrechnung 18 + 8 + 0,5 = 26,5 cm)

Ist ein Kürzen des Armbands von Nöten, was es in den meisten Fällen ist, sollte auf glatte und gerade Kanten geachtet werden. Hier kann ein Cutter-Messer oder eine Leder/Rettungsschere genaue Ergebnisse liefern. Die Kanten können vorsichtig mit einem Bügeleisen oder einem Lötstift/Lötkolben versiegelt werden. Mit leichtem Druck mehrmals schräg darüber streichen, bis das Leder leicht bräunlich wird und die harten Kanten rund gedrückt sind. Wenn zu langsam oder mit zu viel Druck gearbeitet wird, verbrennt das Leder. Dies sollte tunlichst vermieden werden.

– KANN, NICHT MUSS
Löt-Schreibstift

Löt-Schreibstift

Nun kann die Verzierung erfolgen. Hierzu bietet der Spezial-Handel verschiedene Leder-Stempel (Muster werden per Hammerschlag eingestanzt). Diese Anschaffung ist aber sehr teuer. Ich habe mir mit einem Löt-Schreibstift ausgeholfen.  Diese sind in Kreativ-Läden erhältlich und beinhalten allerlei Musterstempel (Stern, Welle usw.). Auf dem oberen Bild ist zu sehen, wie eine Pfeil-Raute in gerader Linie, immer wieder nebeneinander aufgedrückt wurde. Dies beansprucht viel Feinarbeit (Druckstärke und Länge) und sollte auf einem nicht benötigten Lederstück geübt werden. Mit anderen Lötspitzen lassen sich auch Bilder auf Leder zeichnen oder Texte, z.B. Namen aufbringen. Wem das zu aufwendig ist, kann aber auch auf eine Verzierung verzichten.

– DER VERSCHLUSS

Im nächsten Schritt wird der Verschluss eingesetzt, ich habe mich für einen schlichten Druckknopfverschluss (z.B. Firma Prym) entschieden. Dieser ist im gut sortierten Supermarkt (z.B. REAL) unter Kurzwaren, neben Nähzeug und Reißverschlüssen zu finden. Oder kann preiswert im Internet bestellt werden. Kreativer Energie bieten sich weitere Möglichkeiten in Form von Schnallen, Riemen oder Schnüren. Doch schien mir für das linke Leder ein flacher Druckknopf die passendste Alternative. Aufgebrachte Schnallen wirken oft ein wenig wülstig.

Der Verpackung des Druckknopfs liegt ein passender Locher bei. In der Überlappung des Bandes wird nun jeweils zu Anfang und Ende, 100% mittig liegend der Punkt zur Lochung mit einem Stift angezeichnet. Die Löcher müssen nicht nur mittig, sondern auch gemäß dem Handgelenkumfang + Betätigungszusatz weit auseinanderliegen. ACHTUNG vor Lochung nochmals nachmessen!

Im letzten Schritt werden die Teile des Druckknopfes angebracht. Befolgt dazu die Anweisungen des jeweiligen Herstellers. Meist wird ein Hammer und eine stabile Unterlage benötigt. Es sollte darauf geachtet werden das Oberteil und Unterteil seitenrichtig befestigt werden. Danach ist das Lederarmband fertig.

BENÖTIGT WIRD

  • – Lederstreifen
  • – Hammer
  • – Druckverschluss
  • – Zentimetermaß
  • – Stift
  • – Cutter-Messer
  • – evtl. Löt-Schreibstift
  • – evtl. Lederlochzange

TIPP: Sollte kein Sattler oder Lederlieferant in greifbarer Nähe sein, alternativ kann auch ein normaler VOLL-Ledergürtel (kein Lederimitat) gekauft und unterteilt werden. Imitate oder Teilledergürtel haben innen eine Pappeschicht und sind darum absolut ungeeignet.

Weitere Lederbeiträge:

LEDERBEUTEL / GELDKATZE
LEDERSCHUHE
LEDERARMBAND
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Autor: Imort

Mitten im Leben, dabei wenn es sich lohnt.

2 Kommentare zu “Lederarmband – do it yourself

  1. WTF – ist ja wie vom Stadtmarkt hier bei uns an den Ständen

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