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Wieviel Halloween brauchst du?

6 Kommentare

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Happy Halloween?

In den letzten Jahren tritt der Trend Halloween aus US-Landen immer stärker in den Fokus unserer Republik. Ursprung und Sinn des Treibens sind dabei vollends in den Hintergrund geraten und haben keine Bedeutung mehr. Um diese soll es auch nicht in diesem Artikel gehen. Halloween vielmehr Anlass, für einen neuen Deko-Event, spaßige, meist feucht fröhliche Feiern und Feten. Grundsätzlich ist nichts dagegen zu sagen, schließlich braucht jede Party ihre Begründung und Berechtigung (oder auch nicht). Aber während die einen von einem witzigen Anlass für eine außergewöhnliche Feier sprechen, beklagen andere, das der Handel wieder einen neuen Trend ausschlachtet. Konsum, Kommerz, Gewinnsteigerung und Umsatz, mehr nicht.

Vor gut 10 Jahren …

Z2entdeckte der Handel diesen neuen „Feiertag“, der kein richtiger ist. Ich kann mich noch an die damalige Einladung zu einer solchen Party erinnern. Im Vorfeld war es ein richtiges Kunststück Utensilien für ein Vampir-Kostüm (ja ich gestehe) zusammenzubekommen. Ich improvisierte so gut es ging, so wie alle anderen. Eine Herausforderung die eine Menge krankes Zeug hervorbrachte.

Heute kann in vielen Spielwarengeschäften und Supermärkten aus einem großen Fundus an Fertigkostümen, Masken und Zubehörteilen gewählt werden. Ein Teil der kreativen Anteile (die ich so sehr mag) sind für mich damit verloren gegangen. Nun darf man natürlich nicht von jedermann erwarten, Kostüme und Dekoration selber zu erstellt. Doch hat für mich dieser Punkt immer einen besonderen Anreiz besessen. Fantasievolle Gerichte, vom Blutdrink, Gedärm-Spaghetti-Salat bis hin zum Augen-Kuchen. Was der Einzelhandel mittlerweile als Fertigkonsumartikel bereithält, ist tatsächlich erdrückend.

Halloween 2013: Donnerstag, den 31.10.2013

Waren es vor einigen Jahren nur Kürbisse, die verstärkt angeboten wurden, haben mittlerweile sämtliche Handelszweige eingeschwenkt. Kostüme, Beleuchtungsartikel, geschnitzte Hexen und unzählige andere Deko-Artikel. Halloweenbrot und Gebäck in der Konditorei, selbst die Süßwarenhersteller bieten gemäß dem saisonalen Prinzip (Weihnachten, Ostern, Valentinstag …) schaurig designte Süßwaren an. Parfum, Alkoholdrinks, Brettspiele, Postkarten, Luftschlangen, Partygeschirr, Kuscheltiere, Masken, Baumschmuck, Musik-CDs, verstärktes Horrorfilm-Angebot und unendlich viel mehr. Außerdem erhalten alle bereits am Markt befindlichen Artikel eine trendgerechte Umverpackung für diesen Zeitraum. Diese Liste könnte ich endlos lang fortführen.

Hallo02Wieviel Halloween brauchst du?

In meinen Augen ist es absolut ausreichend den Abend mit Freunden und Bekannten zu verbringen. Etwas Kreatives kochen, evtl. noch ein paar Luftschlangen aufhängen, Verkleidungen sind ein toller Bonus. Das jährlich spendierte Special der gelben Bewohner aus Springfield trägt zu gesteigerter Stimmung bei, so fern man die Flimmerkiste anwerfen mag. Alternativ die Rocky Horror Picture Show und die Party ist komplett. Reguläres Geschirr und Servierten reichen vollkommen.

Selbstverständlich soll bzw. muss jeder für sich selbst entscheiden. Hier geht es nicht um Vorschriften oder darum, etwas grundsätzlich zu verurteilen. Ich stelle mir aber die Frage nach einem gesunden Ausmaß. Sind bedruckte Krawatten, Teller, spezielle Lichterketten und Plastikskelette von Nöten? Tut es nicht auch die schon vorhandene Weihnachts – Lichterkette (evtl. mit einfachen Mitteln modifiziert)? Ein selbst geschnitzter Kürbis mit Kerze (E-Kerze der Sicherheit wegen)?  Reichen nicht Salzstangen für 0,39 € statt der Vampirbrezel für 1,49 €, in selber Menge? Ich frage mich, ob mit dem Angebot der Partyartikel auch der Spaßfaktor steigt? Dies mag ich wahrlich bezweifeln.

Wie entscheidet ihr? Über Kommentare und Meinungen würde ich mich sehr freuen?

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Autor: Imort

Mitten im Leben, dabei wenn es sich lohnt.

6 Kommentare zu “Wieviel Halloween brauchst du?

  1. Hallo Uwe
    Ich sehe das ganz ähnlich. Dann schon eine Motto-Party, bei der Frau sich was einfallen lassen muss. Eine Halloweendekoration gibt es bei mir nicht. Ich schmücke Hausflur und Fenster mit herbstlichen Elementen, die ich jährlich wieder verwende. Für ein Gesteck sammele ich zur wechselnden Jahreszeit Neues. Und dekoriere dann mit Bucheckern, Kastanien, Zweigen und Blättern immer neu.

    • Hallo Sandra, ich finde eine Herbst-Deko auch viel atmosphärischer. Kastanien und Bucheckern bringen für mich irgendwie mehr Ruhe und Gemütlichkeit in die Wohnung.

  2. An mir zieht Halloween vorbei – und das finde ich gut. Ich mag diesen Brauch nicht, würde bei meinen (geplanten) Kindern mitziehen, um ihnen die Freiheit zu lassen und sich selbst eine Meinung zu bilden.
    Halloween ist für mich wie Karneval XD

    • Wie der Artikel verrät, ich sehe das ähnlich. Andere dürfen das wie der Dachdecker halten, ich brauche das nicht wirklich. Auch bei mir gab es vor vielen Jahren eine Halloweenfeier. Aber da das schreit nun nicht nach einer Wiederholung. Damals war in den Läden auch noch nicht alles so drastisch auf den Halloween-Konsum ausgerichtet. Die Party kam also mit Eigenkreationen aus.

  3. Halloween… kann man machen, muss man aber nicht. Just als ich deinen Artikel hier gelesen hatte, kam ein Newsletter für (um es auf die Spitze zu treiben, auch noch hässliches) Halloween-Hundespielzeug ins Postfach geflattert. Die flache Hand landete sogleich im Gesicht und die Mail im Papierkorb.

    Abgesehen davon, dass mich persönlich hier sowieso eher der Ursprung interessiert, bin ich der kommerziellen Ausschlachtung von allen Feiertagen und saisonalen Anlässen, die stellenweise ja bis zum Erbrechen auf die irrelevantesten Bereiche des Alltags ausgeweitet werden, ziemlich abgeneigt. Was nicht heißt, dass ich keine Halloweenparty feiern könnte – sie hätte bei mir aber den gleichen Stellenwert und Sinn wie jede andere Mottoparty: kreativ ausgereizt zu werden. Der Einfallsreichtum schließt dabei bedruckte Krawatten, Kaffeebecher und Hundespielzeug von vornherein aus. ;D

    Abschließend muss ich ein tolles Fundstück zum Thema da lassen:

    Das ist zwar eine kreative Eigenkreation, löst bei mir aber fast das gleiche aus wie mit bunter Weihnachtsbeleuchtung zugepflasterte Balkongeländer und an Hausfassaden hochkletternde Weihnachtsmänner: ein paar Kerzen hätten es auch getan.

    • Das unterschreibe ich, Satz für Satz. Und dem kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen.
      Fragt sich nur was der Fuchs dazu sagt. Ach ja, paw paw, yuff yuff … wie uns das [nice] Video sagt. Ich denke damit hat er vollkommen recht.

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