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Vielfraß (Wolverine) – der Marderbär

6 Kommentare

Wie versprochen liefere ich heute die gewünschten  Informationen zum …

Vielfraß (Wolverine).

Der Vielfraß in freier Natur*

Da ich für meine Freundin Verena eine Tierskulptur aus Speckstein erstellt habe, habe ich mich auch mit der dargestellten Spezies befasst. Für mich ist es selbstverständlich, mich mit dem Objekt das ich abbilde, recht genau zu befassen. Nun habe ich mir erlaubt für euch die Informationen von verschiedenen Internetseiten und aus div. Büchern zusammenzutragen.

Der Vielfraß  (englisch Wolverine)

Der Vielfraß ist ein sehr scheues, zurückgezogen lebendes Raubtier und sollte als solches angesehen werden. In bedrohlichen Situationen ergreift er nicht die Flucht, sondern geht seinen Instinkten folgend zum Angriff über. Eine Spezies die sich selbst ausgewachsenen Braunbären stellt. In Tiergehegen oder durch menschliche Aufzucht hat sich dennoch erwiesen das Er sehr zutraulich und anhänglich werden kann. Trotz seiner Scheue gilt er als sehr neugierig und verspielt. Er gehört zur nachtaktiven Familie der Mader (Mustelidae) und ist kein Bär. Auch wenn man optisch darauf schließen könnte. Man schreibt ihm einen sehr markanten Körpergeruch zu, da es sich auch um einen Aasfresser handelt. Dies rührt aber hauptsächlich von seinen für Marderarten typischen Sekretdrüsen her. Seine Lebenserwartung beläuft sich auf ca. 10 Jahre. Bei einer Rumpflänge von ca. einem Meter (zusätzlich einem ca. 20 cm langen Schwanz) und einem Gewicht von ca. 30 KG scheint der Vielfraß wie ein kleiner Bär bzw. riesiger Hund. Je Situation artikuliert er sich durch verspieltes Fiepen, Schmatzen, Grunzen bis hin zu einem bedrohlichen Knurren.

 
– VIELFRASS VS. BEAR VIDEO LINK –
ABER

Man mag die Gefährlichkeit dieses Raubtieres leicht unterschätzen. Der Vielfraß ist ein Aasfresser, der seine Nahrung gern vergräbt, aber auch ein aktiver Jäger. Hinzu kommt, dass es sich um ein äußerst aggressives Raubtier handelt, dass keine Angst davor hat, auch erheblich größere Ziele anzufallen. Seine äußerst kräftigen Beine weisen riesige Pfoten, mit gigantischen messerscharfen Krallen auf. Welche selbst ein Elchkalb zerreißen können. Der gedrungene Körper verbirgt gekonnt das große Kraftpotenzial und die Ausdauer dieses Jägers.

Gute Kletterer*

Wer auf dieses Tier trifft, sollte sich nicht weiter nähern, bzw. gehörigen Abstand halten und vermeiden es zu reizen. Befindet es sich in unmittelbarer Nähe sei von schnellen Bewegungen abgeraten. Wer meint dem Vielfraß davonlaufen zu können sei gewarnt. Er folgt seiner Beute bis zu 15 Kilometern ohne Pause, bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 17 km/h. Auch von einer Flucht auf einen Baum sei abgeraten. Denn der Vielfraß ist ein gekonnter Kletterer. Schon so manche Großkatze wurde auf höchste Äste verflogt und getötet. Mit seinem Geruchssinn versteht er es Beutetiere, selbst durch die geschlossene Schneedecke aufzuspüren. Auch Flüsse oder Gewässer bieten keinen Schutz, da diese Marderart ein hervorragender Schwimmer ist.

In Skandinavien, Kanada, Alaska aber auch in Taiga und Tundra anzutreffen, braucht er in der freien Wildbahn nur den Wolf zu fürchten. In diesen Auseinandersetzungen mag er aber durchaus als Sieger hervorgehen. In der Nahrungskette steht er weit vorn. Behäbig und faul in der warmen Jahreszeit, beweist er körperliche Überlegenheit, besonders im Winter. Aufgrund seiner gigantischen Pfoten kann er sich leise und sehr flink seinen Opfern auf der Schneedecke nähern, ohne einzusinken. Neben Nagern ist es nicht selten das Er Rentiere oder auch Elche anfällt. Allerdings ist er nicht wählerisch, gefressen wird, was auf den Tisch kommt. Ob Aas oder Spezies die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

 

 – VIDEO – DOKUMENTATION –
 
WARUM VIELFRASS??

by Martin Hild

Der Vielfraß trägt seinen Namen nicht wegen seines großen Appetits. Eine Fehlübersetzung ist hierfür verantwortlich. Da aus dem skandinavischen „Fjäl-Fräs„, was so viel wie „Gebirgskatze“ bedeutet, im Deutschen, der Aussprache ähnlich, der Vielfraß gemacht wurde.

Ich hoffe ihr fandet diese Infos zu dieser recht unbekannten aber auch ebensolchen bemerkenswerten Tierart genau so interessant. Euer Uwe

 
 

 

* Die Fotos hat Martin Hild von Lichtschnapper.de geschossen und freundlicher Weise zu Verfügung gestellt.

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Autor: Imort

Mitten im Leben, dabei wenn es sich lohnt.

6 Kommentare zu “Vielfraß (Wolverine) – der Marderbär

  1. Halllo Uwe,
    du hast sehr tolle Fotos für diesen Artikel besorgt. Die Woche Wartezeit hat sich gelohnt. Gibt es noch mehr Bilder von Martin Lichtschnapper?

    • Hallo Sandra, die Bilder von Martin wollte ich unbedingt. Er hat ein gutes Auge und begibt sich oft auf Motivsuche. Meiner Meinung nach eine ausgezeichnete Kombination.

      Mehr von ihm findest du im Lichtschnapper Blog. Du musst nur eines seiner Fotos im Artikel anklicken. Ich habe Bilder & Blog miteinander verlinkt.

  2. Hier nochmal einige zusätzliche informationen zu diesem beeindruckenden Tierchen 😀

    Früher wurden Vielfraße sehr gerne gejagt, weil ihr Fell besonders ist: Es verfilzt nicht, dadurch kann Eis dort nicht festfrieren. War also, als Pelze getragen wurden, SEEEHR beliebt als Kapuze.
    Dadurch gab es ne intensive Bejagung. Auch weil man in ihm einen Nahrungskonkurenten sah, der auch Haustiere (Rentiere) riss.

    Inzwischen gibt es wieder nen Anstieg an Vielfraßen,
    In Finnland gibts z.B. vermutlich um die 160 verschiedenen Tiere, dass sind vermutlich doppelt so viele wie vor 20 Jahren

    wie meinte Martin, als er die Tiere live gesehen hat: „Ein Steinmarder auf Steroiden, auf die Größe eines größeren Hundes angewachsen.“
    Absolut passend.

  3. Freut mich, dass die Bilder gefallen. Ehrt mich, dass du die hier zeigst. Sehr schöner Artikel!

    Ich hab dir ja schon gesagt, wie sehr mir deine Specksteinarbeiten gefallen und nicht nur mir, sondern auch Verena. 🙂

  4. wow, ein beeindruckendes Tier, von dem ich bisher nicht viel wusste.

    • Da ging es mir ähnlich. Selbst sehr viel größere Raubtiere gehen ihnen lieber aus dem Weg. Ein wenig knuddelig aber auch gefährlich.

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