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Haut auf Haut

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nikolausHaut auf Haut, Körper an Körper. Mit gefühlten 300 Personen pro Quadratmeter dränge, nein kämpfe ich um jeden freien Zentimeter. Verwünschungen, gefolgt von stetigen Entschuldigungen erklingen durch die Gassen. Zwischen kalten Neonlichtern und bunt sündiger Leuchtreklame sieht man Scheinwerfer blitzen. Hier und dort gibt es ein paar traurige Tannenspitzen.
Schon drei Mal ist mir hier ein dicker, bärtiger Kerl mit lüsternen Blicken und unheimlicher Stimme begegnet. Ein Aroma von Sündenfall, Kalorien und Destillat schwebt in der Luft. Die schwebenden Aromen erinnern mich an alte Jugend-Herbergszeiten, wenn sich 8 pubertierende Jugendliche einen Schlafraum teilen. Dazu unzählige Lautsprecher, die alle in verschiedener Lautstärke unterschiedliche Musik, teils übersteuert und verzerrt plärren.

Einige werden es sicherlich erraten. Zum Ende der Vorweihnachtszeit habe ich einen Weihnachtsmarkt besucht. Natürlich übertreibe ich ein wenig. Aber in diesem Jahr wollte an diesem Treffpunkt keinerlei Weihnachtsstimmung aufkommen. Zu schnell, zu künstlich, zu schrill, zu laut, zu eng und auch zu kommerziell. Falsches Wechselgeld, mäßig gefüllte Becher, geschätzte 296 Polizisten neben dem Glühweinstand und unzählige am Boden verlegte Stolperkabel. Selbst der oben genannte schmuddelige Weihnachtsmann hat Werbung für eine freizügig bekleidete Tanzveranstaltung verteilt. Ich bin ein wenig enttäuscht.
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In den nächsten Jahren werde ich mich vorher erkundigen, welcher Markt mit gemütlicher Atmosphäre, live gespielter Weihnachtsmusik und evtl. etwas mittelalterlichem Flair aufwarten kann. In diesem Jahr fuhr ich recht kurz entschlossen mit Freunden in die nächste Großstadt. Wir haben eine stimmungstechnische Bruchlandung erlitten. Weihnachtsmarkt ist nicht gleich Weihnachtsmarkt. Dass es auch anderes geht, ist mir aus anderen Jahren bekannt. Dies hier soll also keine Verallgemeinerung darstellen.

Vorweihnachtliches Empfinden kam dennoch auf. Daheim zurück, berieselten uns saubere, wohltuende Weihnachtsklänge aus den Lautsprechern. Recht makaber köpfte ich einen Schokoniko, über den sich anschließend alle her machten. Im Anschluss brillierte Matt Smith als Doctor Who im X-Mas Special und rettete die Stadt Weihnachten, während Mais in der Küche aufgepoppt wurde. Ach ja, ein wenig dampfender Glühwein, den wir noch genüsslich nachwürzten kam auch in die Tassen. Oh du fröhliche, oh du seelige Weihnachtszeit.

Bevor ich es vergesse, soll dieser Beitrag noch einem besonderen Zwecke dienen. Ich wünsche einem Christkind alles Gute zum Geburtstag. Lieber Tarrian, bleib gesund und feier schön. Über deine Weihnachtskarte habe ich mich sehr gefreut, bis bald.

Und allen Leser(innen) wünsche ich frohe Weihnachten und erholsame Feiertage.

Euer Uwe

baum

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Autor: Imort

Mitten im Leben, dabei wenn es sich lohnt.

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