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GEWALTSAMER TOD

Ein Kommentar

Trubel im Hause Imort, aus allen Ecken und Winkeln ist es zu vernehmen. Die Zimmerpflanzen rascheln aufgeregt mit den Blättern, die Fische blubbern vor Aufregung im Aquarium, auch der Holzwurm knabbert im weihnachtlichen Rhythmus. Das Radio trillert gut gelaunt einen X-Mas Song nach dem Anderen, selbst der Wohnzimmerschrank knarzt vor besinnlicher Erwartung. Bald ist Heiliger Abend, auch mein Herz schwelgt schon in weihnachtlicher Euphorie.

Was bitte hat es nun mit der reißerischen Überschrift auf sich? Keine Sorge, einfach weiter lesen. Dies war nur die Einleitung.

Langsam wird es ernst, davon kündet auch mein rapide geschrumpfter Teelichtervorrat. Mittlerweile schalte ich gegen Abend das Licht aus und auf alternative (?) Beleuchtung um. Mag es auch ein wenig altbacken sein? Ich fahre auf diese Weise nicht nur den Stromverbrauch runter. Der innere Turbo bekommt so eine Pause. Das ist auch bitter nötig, denn selten hatte ich so viel um die Ohren wie die in diesem Jahr. Im schummerigen Halbdunkel einiger Kerzen plagt mich allerdings auch (m)ein schlechtes Gewissen. Ich bin verantwortlich, für einen …

GEWALTSAMEN TOD.

Meine Blogaktivität flackert (gezwungener maßen) immer noch auf Sparflamme. Seit über einem Monat ist mit meinem treuen und geschätzten Tablet nichts mehr anzufangen.

wp-1450440683335.jpegDabei waren wir doch immer ein Herz und eine Seele, gingen durch Bit und Byte. Ob Text- oder Bildbearbeitung, mein geliebtes Schneidebrett ersetzte sogar meinen PC. Doch dann, während es friedlich am Ladekabel nuckelte, bin ich müde auf die USB-Schnur gebaselt. Still und leise verabschiedete sich der Ladeport. Ohne Schmerzensschreie ist die Buchse am Gerät ausgebrochen.

Da wundere sich noch jemand, warum Skynet die Welt übernehmen und die Terminatoren Menschen jagen wollen? Ich tue es jedenfalls nicht und nehme die Schuld auf mich. Ungelenkte Gewalt gegen friedliche Technik, die mir immer zu Diensten war.

„Brutus, auch Du mein Bruder …?“, war noch ganz leise zu hören, bevor der Touchscreen für immer erlosch. Seither fühle ich mich wie ein … Mörder. Stocksteif liegt der einstmals treue Freund seither im Arbeitszimmer und gibt kein Lebenszeichen mehr von sich. Es hat sich einmal mehr erwiesen, brachiale Gewalt ist keine Lösung und schafft nur Probleme. Die Hoffnung auf ein Weihnachtsgeschenk habe ich für dieses Jahr aufgegeben.

So leidet denn nun mein Blog an Futtermangel. Mein Handy ist kein Ersatz für mein Tab. Die WordPress-App darauf ist gelinde ausgedrückt eine kleine Katastrophe.

Was bleibt, ist mein PC. An diesen kann ich allerdings nur in den Abendstunden. Den Luxus, Blogbeiträge in Pausen oder zwischendurch zu entwerfen kann ich mir aktuell abschminken. Darum leidet der Output meiner Seite.

Im nächsten Jahr wird mein kleiner toter Helfer eingewiesen. Ich hoffe, man kann ihn nach Frankenstein Manier wieder zum Leben erwecken. Ob nun Tablet-Klinik oder erzwungener Neukauf, aktuell fehlt mir die Zeit, um mich damit auseinanderzusetzen. Überstürzte Notkäufe waren nie mein Ding und haben sich nie rentiert.

Doch welch ein Glück, da habe ich doch gleich einen Punkt für die Liste:

VORSÄTZE FÜR DAS JAHR 2016

Was wäre ein neues Jahr ohne Vorsätze?

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Autor: Imort

Mitten im Leben, dabei wenn es sich lohnt.

Ein Kommentar zu “GEWALTSAMER TOD

  1. Pingback: Patient im OP | UweImortBlog

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