UweImortBlog


2 Kommentare

Sonne in den Gedanken

Der Herbst hat unwiderruflich Einzug gehalten. Das ganz persönliche Sommer-Resümee, erstellt an diesem Wochenende, fällt recht positiv aus. Mein Kopf verbucht sehr viel Sonnenschein, knisternde Hitze und erholsame Schlummerstunden auf einer Decke.

Völlig gleich was die Statistiken der Meteorologen besagen. Gefühlt war der Sommer 2016 für mich ein Erfolg. Im Oberstübchen lassen sich eine Menge schöner Sommerimpressionen abrufen. Dabei liegt ein sanftes und zufriedenes Lächeln auf meinen Lippen. Wenn ich die Augen schließe und tief einatme … ist wieder ein Stück Sommer zu fühlen.

„Sonne in den Gedanken“,

ist mein heutiges Motto.

Wer daran ein wenig teilhaben mag, möge sich an den folgenden Schnappschüssen laben. Sie beinhalten jede Menge Sonnenpower. Und dienen mir als Batterie für den grauen Alltag.

Sommerbilder

Sonnige Grüße

Euer Uwe


3 Kommentare

Mein Kaffee-Projekt

Jeder kennt sie, Freunde, die auf der Suche nach dem nächsten Koffeinkick zu schier allem fähig sind. Einige tauchen früh am Morgen auf. Ich denke da an einen gewissen Christian, dieser erfreute mich vor Monaten um 05:00 AM mit seinem Frühstücksbesuch. Andere bimmeln kurz vor Mitternacht auf eine Tasse vorbei, natürlich rein zufällig in der Nähe. Sind dies Zufälle oder handelt es sich um globale Verschwörungen, zwecks Reduzierung meiner Kaffeebestände?

Eine Bekannte aus Neustadt hat letzte Woche eine neue Dimension von Kaffeeabhängigkeit eingeläutet. Nach der Ermordung der eigenen Kaffeeplantage durch ihren (un)grünen Daumen, brütete sie anscheinend einen besonders perfiden Plan aus. Sie legte mir einen Jutebeutel mit der Grundausstattung für eine eigene Bohnenzucht in die Hände. In meinem geheimen heimischen Labor Wohnzimmer soll neues Leben entstehen. Sicherlich vermutet sie bereits, dass ich beabsichtige, den Weltkaffeemarkt mit der „IMORT-ARABICA“ zu revolutionieren. Doch was sind ihre Pläne? Will sie mir an die Bohne der Bohnen?

Hmmm … klingt ein wenig reißerisch? In Ordnung, ich kalibriere meine Berichterstattung ein wenig herunter.

wp-1463998130434.png

 

Mit einer solchen Absicht liebäugelt sie bestimmt nicht. Denn bis mit einer ersten Bohnenernte zu rechnen ist, werden viele Jahre verstreichen. Wir beginnen zeitgleich mit unserer Kaffeeaufzucht, können uns somit auszutauschen und evtl. Tipps geben. Vielleicht züchtet es sich vereint erfolgreicher. Ein wenig Erfahrung mit Pflanzen kann ich vorweisen. Bereits 2013 konnte ich mit viel Sorgfalt  den Phönix aus der Asche locken. Vielleicht erinnert sich noch jemand?

wp-1463997503593.png

DAS KAFFEE-PROJEKT STARTET

Im Säcklein befand sich eine kleine Tüte mit 6 getrockneten Arabica Kaffeebohnen, ein Aufzuchttopf, gepresste Anzuchterde und eine Pflegeanleitung.

Mit der empfohlenen Wässerung der steinharten Rohbohnen fiel der Startschuss. Laut Anleitung 48 Std., an die ich mich gehalten habe. In dieser Zeit konnte sich auch die Presstablette mit Anzuchterde in einem weiteren Gefäß ordentlich vollsaugen. Nach zwei Tagen Swimmingpool landeten die feuchten Pillen im (nicht zu) feuchten Erdreich.

Nun heißt es warten und hoffen. Ich bin gespannt, ob sich ein Keimling regen wird. Die steinharten und verschrumpelten Bohnen machen trotz einweichender Planscheinlage nicht den Eindruck, als könne etwas Neues daraus entstehen. Fortsetzung folgt in Kürze.

 


2 Kommentare

Kreatives Chaos

Der Hase macht längst Urlaub auf Palma. Doch bei mir prangt noch immer der Osterartikel auf der Hauptseite. Das geht nun wirklich nicht!

Habe ich die letzten 14 Tage die Füße hochgelegt oder sonnte ich mich mit einem Osterbunny auf Palma? Schön wäre es, aber ich steckte im kreativen Chaos. Die Muse (das Biest) hat mich feste geknutscht. Seither knistert es in meinem Schädel und es will mir nicht mehr aus den Hirnwindungen. Das …

KREATIVE CHAOS!

Eingeschlossen in meine kleine Werkstatt hatte ich die Welt und den Blog vergessen. Verlängerte Osterfeiertage boten mir die Möglichkeit, still und heimlich ein wenig abzutauchen. Der Speckstein und ich sind uns im Zuge dessen wieder recht nahegekommen. Es war auch bitter nötig. Lange Rede kurzer Sinn, entstanden sind dabei diese Stücke.

wpid-img_20150626_214322.jpg

  • 2 x 2 cm, an einer braunen Lederschnur mit Holzperle. Der Stein, Alabaster mit herausgetrenntem Katzenpfötchen. Im Gestein, grünliche Schlieren die nach oben hin auslaufen. Auf beiden Seiten spiegelglatt geschliffen und geölt.

 

wpid-img_20150627_155913.jpg

  • 3,5 x 3 cm, jadegrüner Speckstein mit runder Aussparung in der oberen Mitte. Die glänzende Perle steht für das Herz, der matte, rauh geschliffene Stein als Sinnbild für unseren Körper. Auf einer schwarzen Lederschnur, mit leichter Gewichtung nach unten. Das gute Stück dreht sich also nicht .

Der kreative Ausfluss ist allerdings noch nicht gestoppt, es ist noch mehr Gestein in Arbeit. Weitere Stücke machen sich noch die Haare schön, um abgelichtet zu werden. Ich wollte den Blog nur nicht mit zu viel Brocken vollstopfen. Mit mehr als zwei Steinen soll man bekanntlich nicht werfen. Einmal ist kein mal und ab dreien hört der Spaß angeblich auf.

Unzählige Post-it Zettel schmücken mittlerweile meine Werkstattwand, an weiteren Ideen mangelt es aktuell nicht. Wer mag, kann mir mitteilen ob unter den abgebildeten Felsstücken der große Wurf ist. Bis bald …

Euer Uwe

 


13 Kommentare

Wuschel-Fussel-Fell Nachwuchs

Drei Mal eine Handvoll Kaninchen. Vor einigen Wochen bot ich mich als Ziehvater an. Eine gute Bekannte bekam ...

Wuschel-Fussel-Fell Nachwuchs.

Mit Bildern und einigen Zeilen fasse ich den Start unserer ungewöhnlichen WG zusammen. Nach der 10. Woche, (erst danach soll man die Kleinen vom Muttertier trennen), tauchte meine Bekannte mit einer Plastikbox bei mir auf. Ich gut vorbereitet, begrüßte die winzigen Chaotchen. Genauer gesagt drei Herren, was sich zu diesem Zeitpunkt allerings noch nicht feststellen lies.

image

Mag es draußen noch so nass, kalt und grau sein. Seit die Drei aus der Box in Ihr Domizil gezogen sind, geht bei mir jeden Morgen die Sonne auf. Klingt kitschig? Soll es auch, schließlich will ich mit diesem Bericht Herzenswärme verteilen. Für jene, die diese Zeilen nur lose überfliegen und nicht in die Magie der Buchstaben eintauchen, sind Fotos angeführt. Heute gibt es die volle Breitseite Chaotchenankunft.

image

Die Integration in meine Rieten und täglichen Abläufe hat gut funktioniert. Kaninchen sind was dies betrifft ziemlich gemächlich.

In den ersten Tagen wollten die Herrschaften ihre vergitterte Mehretagenwohnlandschaft nicht verlassen. Zurückhaltend und übervorsichtig wurde jede Bewegung im Raum beobachtet. Von mir in den Käfig gehaltene Finger wurden allerdings überschwänglich abgeschleckt. Ein wenig Sympathie scheint also vorhanden. Vielleicht auch wegen der vielen Stunden, die ich mich zur Eingewöhnung vor den Käfig legte. Da bleibt viel Zeit um sich aneinander zu gewöhnen. Für mich die Möglichkeit, um mal wieder zu einem Buch zu greifen.

Bei Seite 795 (Tag 3) notierte ich den ersten mutigen Ausflug. (FOTO) Neugierde oder Fluchtgedanke? Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich einen Großteil der Buchseiten laut vorgelesen habe, um sie an meine Stimme zu gewöhnen? Jedenfalls nutzten die Herrschaften freiwillig das geöffnete Gatter zur Flucht?. Vielleicht hat das knackige Frischfutter sie auch gelockt?

image

Alles halb so schlimm, die Luft vor dem Käfig hat sich als genau so ungefährlich wie innen erwiesen. Mit Salat, Paprika, Brokkoli und Co. habe ich das Trio täglich weiter hinausgelockt. Nach fünf Tagen hat sich das Problem allerdings verkehrt. Sie kamen aus dem Käfig heraus, mussten nun aber lernen, am Abend wieder hinter den Gitterstäben zu verschwinden. Da ich rein gar nix von Verfolgungsjagden oder Humherscheuchaktionen halte, nutze ich die erwähnte Lockmethode auch umgekehrt. Liebe geht auch bei Kaninchen durch den Magen. Als Anreiz für die allabendliche Rückführung nutze ich ebenfalls Leckerchen. Jeder Tierbesitzer kennt das gaaaanz bestimmt. Einmal rascheln, schütteln oder knistern, schon steht der Liebling parat.  So verschwinden meine Chaotchen freiwillig im Käfig. Aber wer von uns könnte einem knackigen Snack zur Schlafenszeit schon widerstehen?

Dazu muss ich sagen, dass unsere Nächte ziemlich ruhig sind. Keine Gefängnisrevolte, keine Näpfe, die an den Gitterstäben entlang rattern. Dies liegt vielleicht am Lavendelheu, das ich den Dreien spendiert habe. Davon erhalten meine Hoppler vor dem: „Licht aus, jetzt wird geschlafen!“, stets einen großen Haufen. Am folgenden Morgen findet sich davon stets ein Teil auf, um und in den Kaninchen wieder. Der angenehme Nebeneffekt, die Herren duften selbst wie Lavendelkissen.

image

Allmorgendlich werfe ich meinen elektrischen Staubdiener an, um vor den Käfigen für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Anfangs erntete der Saugfuß böse Blicke aus dem Käfig: „Leg dich bloß nicht …“. Mittlerweile hat man sich aneinander gewöhnt, fast schon Freundschaften geknüpft. Und nur weil der Pfeifkasten angeworfen wird, verschwindet man schon lange nicht mehr im Käfig.

Eine für alle Beteiligten, aufregende erste Woche. Demnächst mehr von der … Wuschel-Fussel-Fell-Front.

img_20151006_200041.jpg

Prinz, Oskar und Lukas


Hinterlasse einen Kommentar

GESCHENKE AN UNBEKANNT Teil 2

Im letzten Beitrag beschrieb ich es, zwei Komplizinnen und ich schmiedeten bunte Pläne. In unseren Köpfen reifte …

wp-1450487079390.pngMit einem Körbchen, vollgestopft mit bunten Knäulen, Kisten und Rollen knatterte mein Auto Richtung Innenstadt. Bei einem Stopp sprang die liebe Bärbel auf den Beifahrersitz und half mir dabei die Nerven im dichten Innenstadtverkehr zu bewahren.

Sabine, eigens angereist, wartete schon. Um uns die nötige Energie für die Verteilaktion zu verschaffen, hatte sie uns zu eingeladen. In einem kleinen Lokal haben wir uns eine ordentliche Portion ange … futtert. Ein voller Magen beruhigt bekanntlich. Bei dem Gedanken 30 – 40 wildfremde Menschen anzusprechen, wurde uns dann plötzlich doch etwas mulmig.

Einem Geheimtipp nach führte sie uns in einen kleinen Burgertempel. Nein, keine dieser Ketten mit vielen Filialen. Ein echter Tempel mit speziell zusammengestellten und von Hand gefertigte Spezialitäten. Mit einer Karte, die mir das Wasser im Munde zusammengluckern ließ.  Ein Gauder- und Preiselbeerenburger landete schließlich auf meinem Teller. Nach einem Abschlusskaffee rieben wir uns die Bäuche. Nun hatten wir genügend Mut, ach ich vergaß, Vorfreude beisammen.

 

Auf Los geht es los. Im Zickzacklauf ging es quer über die Einkaufsmeile Recklinghausens. Doch wie, wo und bei wem fängt man an? Witzelnd und kichernd kalibrierten wir unsere Blicke auf die nichts ahnenden Massen. Wie gut dass wir auf den Geschenken kleine Zettel mit dem Inhalt befestigt hatten. Wir bewaffneten uns jeder mit kleinen Präsenten und suchten uns dann ein Opfer das zum Inhalt der Päckchen passte.

Die Hemmschwelle bei Person Nummer eins war wirklich hoch. Es zogen viele Kandidaten/innen an uns vorbei bis jemand den Mut aufbrachte einem Menschen in den Weg zu treten. Mit einem oscarreifen Grinsen reckte sich der Arm nach vorn. Und zu dritt trillerten wir ein: FROHE WEIHNACHTEN. Im Hintergrund klingelte es in einer Dauerschleife Merry Christmas, ideal abgepasst. Verwirrte Gesichtszüge und ein verduztes: „Danke aber …?“ schlug es uns drei Wegelagerern entgegen. „Wir wollen leuten einfach mal was schenken!“, setzte ich nach. Mit einem gaaaanz kleinen Lächeln setzte der Herr seinen Weg fort.

Wenn erst einmal ein Anfang gemacht ist, fällt der Rest viel einfacher. Das geht aber besser, dachte ich mir. Beim nächsten Überraschungsopfer sollte ein Maximum an Gesichtsbewegung herausgeholt werden. Eine Mutter mit zwei Kindern kreuzte unseren Weg. Kinder, Kinder, Menschenskinder, das war unsere Chance. Blitzschnell waren die drei eingekreist, Sabine und Bärbel bestens auf Kleinkinder vorbereitet überreichten ihre vorbereiteten Kleinigkeiten. Treffer und versenkt, diese Winzlinge waren ein voller Erfolg. Unbeholfenes Lächeln, aufflackernde Vorfreud und kindlich Neugierde.

geschenke-xii.png.png

Zwischendurch noch ein Erinnerungs-Selfi. Ich glaube, meine Hand hat ziemlich gezittert. Wie gut das ich Verstärkung dabei hatte.

Fortan ging es Schlag auf Schlag, der nächste Vater mit Töchtern – Mädelspielzeug, ein älterer Herr – eine Kleinigkeit für den Werkzeugkasten, ein paar Jugendliche – cooles Zimmertürschild. Wir konnten eine Menge erstaunter aber freundlicher Blicke einfangen. Auch gestresste Verkäufer/innen wanderten in unser Fangschema, unserer Meinung nach die nächsten Kandidaten. Minuten später hatte Sabine dem Honighändler einen Besuch abgestattet und ich setzte am Imbissstand mein Weihnachtslächeln auf. Bärbel war an diesem Tag unsere Kinderbeauftragte. Sie hatte die Übersicht bei den Spielzeuggeschenken.

Ein Präsent an das Rentnerpaar, die vielen Kiddies, die Bommelmützenträgerin, die ältere Dame vor der Drogerie und an den coolen Typen. Ein Insider aber sicherlich kann sich jeder etwas darunter vorstellen. Jedes bunte Päckchen fand unserer Meinung nach den richtigen Eigentümer.

Dann kam der unrasierte Grummelkopf. Halt, nein, der stammelte nur: „WAT, NEIN, WILLICH NICH!“, und ließ uns stehen. Aber so ist das Leben, freut sich halt die oder der Nächste. Auch eine Ausflugsgruppe Behinderte samt Betreuern kreuzten unseren Weg auf dem Weihnachtsmarkt. Ich konnte kaum so schnell schauen, wie Bärbel und Sabine Lächeln auf die Gesichter zauberten. Es war ein ehrliches Lächeln, da bin ich sicher.

Und wieder Kinder … die nächste Chance auf Freude an Unbekannt … HALT, STOPP … ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Die Mutter ganz vom Anfang hatte wieder unseren Weg gekreuzt. In unserem Tatendrang waren die Überraschungen schon übergeben, bis wir die doppelte Bescherung bemerkten. Gemäß meiner Logik bedeuten doppelte Geschenke auch doppelten Spaß.

Rücken an Rücken, suchten wir dann jemanden für das letzte Präsent. Ein/e Raucher/in musste es sein. Herjee, wo sind die Raucher der Republik, wenn man Sie mal braucht. Vor dem Ausgang eines Shoppingcenters haarten wir der Dinge, die da kommen. Unserer Meinung nach der ideale Ort um jemanden zu erhaschen, der sich direkt am Ausgang ein Glimmstängelchen anzündet. Bärbel erkundigte sich bei einigen Passanten: „Sind Sie Raucher?“, aber auch wir hatten Pech. Geschlagene 5 Minuten dauerte es, bis das letzte geschnürte Kistchen den Besitzer fand.

geschenke-iii.png.pngUnser Körbchen war leer, unser Gute Laune Konto voll. Also ab nach Hause auf die Couch, das war mal ein Erlebnis.

Macht doch auch einfach mit. Es bedarf dazu keiner großen Präsentekiste. Schenkt nur einem euch sympathischen aber unbekannten Menschen, dem ihr begegnet eine Winzigkeit. Ich denke auch die Nachbarn, die man kaum kennt kommen da infrage. Viel Spaß dabei!

 

Und nun …

wünsche ich allen Lesern/innen frohe Weihnachten. Ich hoffe ein wenig positive Energie wechselt aus diesem Beitrag zu euch nach Haus.