UweImortBlog


Hinterlasse einen Kommentar

Sonniger Löwe

IMPRESSION DES TAGES

wp-1462487566570.jpg

Wollte mich natürlich nicht beißen. Ganz im Gegenteil, dieser Löwenzahn lächelte mich an, während ich auf meiner Decke in der Sonne badete. So wunderschön, dass es mir eine Impression des Tages wert ist.


3 Kommentare

Kreatives Chaos

Der Hase macht längst Urlaub auf Palma. Doch bei mir prangt noch immer der Osterartikel auf der Hauptseite. Das geht nun wirklich nicht!

Habe ich die letzten 14 Tage die Füße hochgelegt oder sonnte ich mich mit einem Osterbunny auf Palma? Schön wäre es, aber ich steckte im kreativen Chaos. Die Muse (das Biest) hat mich feste geknutscht. Seither knistert es in meinem Schädel und es will mir nicht mehr aus den Hirnwindungen. Das …

KREATIVE CHAOS!

Eingeschlossen in meine kleine Werkstatt hatte ich die Welt und den Blog vergessen. Verlängerte Osterfeiertage boten mir die Möglichkeit, still und heimlich ein wenig abzutauchen. Der Speckstein und ich sind uns im Zuge dessen wieder recht nahegekommen. Es war auch bitter nötig. Lange Rede kurzer Sinn, entstanden sind dabei diese Stücke.

wpid-img_20150626_214322.jpg

  • 2 x 2 cm, an einer braunen Lederschnur mit Holzperle. Der Stein, Alabaster mit herausgetrenntem Katzenpfötchen. Im Gestein, grünliche Schlieren die nach oben hin auslaufen. Auf beiden Seiten spiegelglatt geschliffen und geölt.

 

wpid-img_20150627_155913.jpg

  • 3,5 x 3 cm, jadegrüner Speckstein mit runder Aussparung in der oberen Mitte. Die glänzende Perle steht für das Herz, der matte, rauh geschliffene Stein als Sinnbild für unseren Körper. Auf einer schwarzen Lederschnur, mit leichter Gewichtung nach unten. Das gute Stück dreht sich also nicht .

Der kreative Ausfluss ist allerdings noch nicht gestoppt, es ist noch mehr Gestein in Arbeit. Weitere Stücke machen sich noch die Haare schön, um abgelichtet zu werden. Ich wollte den Blog nur nicht mit zu viel Brocken vollstopfen. Mit mehr als zwei Steinen soll man bekanntlich nicht werfen. Einmal ist kein mal und ab dreien hört der Spaß angeblich auf.

Unzählige Post-it Zettel schmücken mittlerweile meine Werkstattwand, an weiteren Ideen mangelt es aktuell nicht. Wer mag, kann mir mitteilen ob unter den abgebildeten Felsstücken der große Wurf ist. Bis bald …

Euer Uwe

 


13 Kommentare

Wuschel-Fussel-Fell Nachwuchs

Drei Mal eine Handvoll Kaninchen. Vor einigen Wochen bot ich mich als Ziehvater an. Eine gute Bekannte bekam ...

Wuschel-Fussel-Fell Nachwuchs.

Mit Bildern und einigen Zeilen fasse ich den Start unserer ungewöhnlichen WG zusammen. Nach der 10. Woche, (erst danach soll man die Kleinen vom Muttertier trennen), tauchte meine Bekannte mit einer Plastikbox bei mir auf. Ich gut vorbereitet, begrüßte die winzigen Chaotchen. Genauer gesagt drei Herren, was sich zu diesem Zeitpunkt allerings noch nicht feststellen lies.

image

Mag es draußen noch so nass, kalt und grau sein. Seit die Drei aus der Box in Ihr Domizil gezogen sind, geht bei mir jeden Morgen die Sonne auf. Klingt kitschig? Soll es auch, schließlich will ich mit diesem Bericht Herzenswärme verteilen. Für jene, die diese Zeilen nur lose überfliegen und nicht in die Magie der Buchstaben eintauchen, sind Fotos angeführt. Heute gibt es die volle Breitseite Chaotchenankunft.

image

Die Integration in meine Rieten und täglichen Abläufe hat gut funktioniert. Kaninchen sind was dies betrifft ziemlich gemächlich.

In den ersten Tagen wollten die Herrschaften ihre vergitterte Mehretagenwohnlandschaft nicht verlassen. Zurückhaltend und übervorsichtig wurde jede Bewegung im Raum beobachtet. Von mir in den Käfig gehaltene Finger wurden allerdings überschwänglich abgeschleckt. Ein wenig Sympathie scheint also vorhanden. Vielleicht auch wegen der vielen Stunden, die ich mich zur Eingewöhnung vor den Käfig legte. Da bleibt viel Zeit um sich aneinander zu gewöhnen. Für mich die Möglichkeit, um mal wieder zu einem Buch zu greifen.

Bei Seite 795 (Tag 3) notierte ich den ersten mutigen Ausflug. (FOTO) Neugierde oder Fluchtgedanke? Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich einen Großteil der Buchseiten laut vorgelesen habe, um sie an meine Stimme zu gewöhnen? Jedenfalls nutzten die Herrschaften freiwillig das geöffnete Gatter zur Flucht?. Vielleicht hat das knackige Frischfutter sie auch gelockt?

image

Alles halb so schlimm, die Luft vor dem Käfig hat sich als genau so ungefährlich wie innen erwiesen. Mit Salat, Paprika, Brokkoli und Co. habe ich das Trio täglich weiter hinausgelockt. Nach fünf Tagen hat sich das Problem allerdings verkehrt. Sie kamen aus dem Käfig heraus, mussten nun aber lernen, am Abend wieder hinter den Gitterstäben zu verschwinden. Da ich rein gar nix von Verfolgungsjagden oder Humherscheuchaktionen halte, nutze ich die erwähnte Lockmethode auch umgekehrt. Liebe geht auch bei Kaninchen durch den Magen. Als Anreiz für die allabendliche Rückführung nutze ich ebenfalls Leckerchen. Jeder Tierbesitzer kennt das gaaaanz bestimmt. Einmal rascheln, schütteln oder knistern, schon steht der Liebling parat.  So verschwinden meine Chaotchen freiwillig im Käfig. Aber wer von uns könnte einem knackigen Snack zur Schlafenszeit schon widerstehen?

Dazu muss ich sagen, dass unsere Nächte ziemlich ruhig sind. Keine Gefängnisrevolte, keine Näpfe, die an den Gitterstäben entlang rattern. Dies liegt vielleicht am Lavendelheu, das ich den Dreien spendiert habe. Davon erhalten meine Hoppler vor dem: „Licht aus, jetzt wird geschlafen!“, stets einen großen Haufen. Am folgenden Morgen findet sich davon stets ein Teil auf, um und in den Kaninchen wieder. Der angenehme Nebeneffekt, die Herren duften selbst wie Lavendelkissen.

image

Allmorgendlich werfe ich meinen elektrischen Staubdiener an, um vor den Käfigen für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Anfangs erntete der Saugfuß böse Blicke aus dem Käfig: „Leg dich bloß nicht …“. Mittlerweile hat man sich aneinander gewöhnt, fast schon Freundschaften geknüpft. Und nur weil der Pfeifkasten angeworfen wird, verschwindet man schon lange nicht mehr im Käfig.

Eine für alle Beteiligten, aufregende erste Woche. Demnächst mehr von der … Wuschel-Fussel-Fell-Front.

img_20151006_200041.jpg

Prinz, Oskar und Lukas


Hinterlasse einen Kommentar

GESCHENKE AN UNBEKANNT Teil 2

Im letzten Beitrag beschrieb ich es, zwei Komplizinnen und ich schmiedeten bunte Pläne. In unseren Köpfen reifte …

wp-1450487079390.pngMit einem Körbchen, vollgestopft mit bunten Knäulen, Kisten und Rollen knatterte mein Auto Richtung Innenstadt. Bei einem Stopp sprang die liebe Bärbel auf den Beifahrersitz und half mir dabei die Nerven im dichten Innenstadtverkehr zu bewahren.

Sabine, eigens angereist, wartete schon. Um uns die nötige Energie für die Verteilaktion zu verschaffen, hatte sie uns zu eingeladen. In einem kleinen Lokal haben wir uns eine ordentliche Portion ange … futtert. Ein voller Magen beruhigt bekanntlich. Bei dem Gedanken 30 – 40 wildfremde Menschen anzusprechen, wurde uns dann plötzlich doch etwas mulmig.

Einem Geheimtipp nach führte sie uns in einen kleinen Burgertempel. Nein, keine dieser Ketten mit vielen Filialen. Ein echter Tempel mit speziell zusammengestellten und von Hand gefertigte Spezialitäten. Mit einer Karte, die mir das Wasser im Munde zusammengluckern ließ.  Ein Gauder- und Preiselbeerenburger landete schließlich auf meinem Teller. Nach einem Abschlusskaffee rieben wir uns die Bäuche. Nun hatten wir genügend Mut, ach ich vergaß, Vorfreude beisammen.

 

Auf Los geht es los. Im Zickzacklauf ging es quer über die Einkaufsmeile Recklinghausens. Doch wie, wo und bei wem fängt man an? Witzelnd und kichernd kalibrierten wir unsere Blicke auf die nichts ahnenden Massen. Wie gut dass wir auf den Geschenken kleine Zettel mit dem Inhalt befestigt hatten. Wir bewaffneten uns jeder mit kleinen Präsenten und suchten uns dann ein Opfer das zum Inhalt der Päckchen passte.

Die Hemmschwelle bei Person Nummer eins war wirklich hoch. Es zogen viele Kandidaten/innen an uns vorbei bis jemand den Mut aufbrachte einem Menschen in den Weg zu treten. Mit einem oscarreifen Grinsen reckte sich der Arm nach vorn. Und zu dritt trillerten wir ein: FROHE WEIHNACHTEN. Im Hintergrund klingelte es in einer Dauerschleife Merry Christmas, ideal abgepasst. Verwirrte Gesichtszüge und ein verduztes: „Danke aber …?“ schlug es uns drei Wegelagerern entgegen. „Wir wollen leuten einfach mal was schenken!“, setzte ich nach. Mit einem gaaaanz kleinen Lächeln setzte der Herr seinen Weg fort.

Wenn erst einmal ein Anfang gemacht ist, fällt der Rest viel einfacher. Das geht aber besser, dachte ich mir. Beim nächsten Überraschungsopfer sollte ein Maximum an Gesichtsbewegung herausgeholt werden. Eine Mutter mit zwei Kindern kreuzte unseren Weg. Kinder, Kinder, Menschenskinder, das war unsere Chance. Blitzschnell waren die drei eingekreist, Sabine und Bärbel bestens auf Kleinkinder vorbereitet überreichten ihre vorbereiteten Kleinigkeiten. Treffer und versenkt, diese Winzlinge waren ein voller Erfolg. Unbeholfenes Lächeln, aufflackernde Vorfreud und kindlich Neugierde.

geschenke-xii.png.png

Zwischendurch noch ein Erinnerungs-Selfi. Ich glaube, meine Hand hat ziemlich gezittert. Wie gut das ich Verstärkung dabei hatte.

Fortan ging es Schlag auf Schlag, der nächste Vater mit Töchtern – Mädelspielzeug, ein älterer Herr – eine Kleinigkeit für den Werkzeugkasten, ein paar Jugendliche – cooles Zimmertürschild. Wir konnten eine Menge erstaunter aber freundlicher Blicke einfangen. Auch gestresste Verkäufer/innen wanderten in unser Fangschema, unserer Meinung nach die nächsten Kandidaten. Minuten später hatte Sabine dem Honighändler einen Besuch abgestattet und ich setzte am Imbissstand mein Weihnachtslächeln auf. Bärbel war an diesem Tag unsere Kinderbeauftragte. Sie hatte die Übersicht bei den Spielzeuggeschenken.

Ein Präsent an das Rentnerpaar, die vielen Kiddies, die Bommelmützenträgerin, die ältere Dame vor der Drogerie und an den coolen Typen. Ein Insider aber sicherlich kann sich jeder etwas darunter vorstellen. Jedes bunte Päckchen fand unserer Meinung nach den richtigen Eigentümer.

Dann kam der unrasierte Grummelkopf. Halt, nein, der stammelte nur: „WAT, NEIN, WILLICH NICH!“, und ließ uns stehen. Aber so ist das Leben, freut sich halt die oder der Nächste. Auch eine Ausflugsgruppe Behinderte samt Betreuern kreuzten unseren Weg auf dem Weihnachtsmarkt. Ich konnte kaum so schnell schauen, wie Bärbel und Sabine Lächeln auf die Gesichter zauberten. Es war ein ehrliches Lächeln, da bin ich sicher.

Und wieder Kinder … die nächste Chance auf Freude an Unbekannt … HALT, STOPP … ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Die Mutter ganz vom Anfang hatte wieder unseren Weg gekreuzt. In unserem Tatendrang waren die Überraschungen schon übergeben, bis wir die doppelte Bescherung bemerkten. Gemäß meiner Logik bedeuten doppelte Geschenke auch doppelten Spaß.

Rücken an Rücken, suchten wir dann jemanden für das letzte Präsent. Ein/e Raucher/in musste es sein. Herjee, wo sind die Raucher der Republik, wenn man Sie mal braucht. Vor dem Ausgang eines Shoppingcenters haarten wir der Dinge, die da kommen. Unserer Meinung nach der ideale Ort um jemanden zu erhaschen, der sich direkt am Ausgang ein Glimmstängelchen anzündet. Bärbel erkundigte sich bei einigen Passanten: „Sind Sie Raucher?“, aber auch wir hatten Pech. Geschlagene 5 Minuten dauerte es, bis das letzte geschnürte Kistchen den Besitzer fand.

geschenke-iii.png.pngUnser Körbchen war leer, unser Gute Laune Konto voll. Also ab nach Hause auf die Couch, das war mal ein Erlebnis.

Macht doch auch einfach mit. Es bedarf dazu keiner großen Präsentekiste. Schenkt nur einem euch sympathischen aber unbekannten Menschen, dem ihr begegnet eine Winzigkeit. Ich denke auch die Nachbarn, die man kaum kennt kommen da infrage. Viel Spaß dabei!

 

Und nun …

wünsche ich allen Lesern/innen frohe Weihnachten. Ich hoffe ein wenig positive Energie wechselt aus diesem Beitrag zu euch nach Haus.


Hinterlasse einen Kommentar

GESCHENKE AN UNBEKANNT

Für witzige Aktionen, ausgefallene Ideen und abgedrehte Späße bin ich grundsätzlich zu begeistern. Verwirrte Gesichter, ungläubige Minen, überraschte Äuglein … unbezahlbar. Etwas Unerwartetes, Überraschendes, dass etwas in den Leuten bewirkt und im Idealfall auch bewegt.

geschenke-ii.png.png

Doch welche Möglichkeiten bietet die Weihnachtszeit? Niveau vorausgesetzt, denn es gilt Haltung und Geschmack zu bewahren. Schließlich möchte ich zusammen mit den betreffenden Menschen lachen, nicht über sie. Da stehen für mich an erste Stelle Freude, Gesundheit und Zufriedenheit.  Erstes unterliegt zweifelsohne meinem Einfluss. Also schufen zwei Freundinnen und ich:

PROJEKT: Geschenke an Unbekannt.

Schon vor einem Jahr kam uns die grundsätzliche Idee: Andere Menschen mit einem kleinen, unerwarteten Weihnachtspräsent zu erfreuen. Auf welchem Wege, welcher Personenkreis, all dies war uns am Anfang noch nicht ganz klar. In unseren Köpfen kreisten Kinder, ältere Leute, karitative Einrichtungen und Ähnliches herum.

Ausserdem stand noch nicht fest, was genau wir überreichen wollten. Ein holpriger Anfang, doch bekanntlich ist der immer schwer.

DER BEGINN

Wir wollten erst einmal auskundschaften, welche Geschenke wir überhaupt organisieren können. Darauf sollte die weitere Planung aufbauen. Da wir selbst nicht all zu vermögend sind, sollte sich der Wert in einem gewissen Rahmen bewegen. Eine Geldspende an eine helfende Einrichtung stand nicht zur Debatte. Auch wollten wir uns nicht als DIE WOHLTÄTER in den Vordergrund stellen. Also möglichst unbekannt im Hintergrund aggieren.

Einen selbst gebauten Adventskalender mit kleinen Geschenken für einen Kindergarten hatten wir eine Zeit lang im Hinterkopf. Aber welche Gruppe hat schon 24 Kinder? Wie wählt man einen Kindergarten aus? Wollen die so etwas überhaupt oder bauen selbst einen Kalender? Und ob die jeweiligen Türchen dann das passende für Jungen oder Mädchen spendierten, war uns zu unsicher.

Also zurück auf LOS. Ein Jahr Zeit, um kleine Präsente zu sammeln.

wp-1450488652441.png

Wir konzentrierten uns auf Kleinigkeiten, Angebote oder auch Werbegeschenke.

Dabei kam einiges zusammen. Märchen & Krimi-CDs, Kuscheltiere, Notizbücher, Schlüsselanhänger, Buntstifte, Zollstöcke, Armbänder, Quartette, Türschilder, Spiele …, ca. 30 – 40 unbenutzte kleine Aufmerksamkeiten konnten wir hamstern. Uns war klar, dies alles ist auf keinen bestimmten Personenkreis zugeschnitten. Quer Beet, von alt bis jung. Schnell wussten wir, was zu tun ist, unser Plan stand.

DER KOMPLETTE PLAN

Sachen einpacken, auf der Straße an unbekannte Personen überreichen und die Reaktionen genießen. Ohne Gegenleistung oder Grund, einfach eine Portion „Überraschung“ auf die Gesichter der Passanten zaubern. Ein einfacher Plan, dennoch brauchte es fast ein ganzes Jahr, um auf diese Idee zu kommen.

geschenke-iii.png.pngAlle Präsente wurden mit Glitzersternen, Geschenkbändern und Süssigkeiten zusätzlich dekoriert. Zu unserer eigenen Sicherheit erhielt jedes Minipäckchen noch einen Zettel mit der Beschreibung des Inhalts. Nach einem laaaangen Nachmittag, den wir mit falten, verschnüren und knoten verbrachten, spendierten wir uns eine Bestellung beim Pizzaboten. Diese Belohnung hatten wir uns verdient.

Derart gut vorbereitet kann die Sache steigen. Alles ist fertig für den Einsatz!

(Mehr dazu im nächsten Blog-Beitrag)

 


Ein Kommentar

GEWALTSAMER TOD

Trubel im Hause Imort, aus allen Ecken und Winkeln ist es zu vernehmen. Die Zimmerpflanzen rascheln aufgeregt mit den Blättern, die Fische blubbern vor Aufregung im Aquarium, auch der Holzwurm knabbert im weihnachtlichen Rhythmus. Das Radio trillert gut gelaunt einen X-Mas Song nach dem Anderen, selbst der Wohnzimmerschrank knarzt vor besinnlicher Erwartung. Bald ist Heiliger Abend, auch mein Herz schwelgt schon in weihnachtlicher Euphorie.

Was bitte hat es nun mit der reißerischen Überschrift auf sich? Keine Sorge, einfach weiter lesen. Dies war nur die Einleitung.

Langsam wird es ernst, davon kündet auch mein rapide geschrumpfter Teelichtervorrat. Mittlerweile schalte ich gegen Abend das Licht aus und auf alternative (?) Beleuchtung um. Mag es auch ein wenig altbacken sein? Ich fahre auf diese Weise nicht nur den Stromverbrauch runter. Der innere Turbo bekommt so eine Pause. Das ist auch bitter nötig, denn selten hatte ich so viel um die Ohren wie die in diesem Jahr. Im schummerigen Halbdunkel einiger Kerzen plagt mich allerdings auch (m)ein schlechtes Gewissen. Ich bin verantwortlich, für einen …

GEWALTSAMEN TOD.

Meine Blogaktivität flackert (gezwungener maßen) immer noch auf Sparflamme. Seit über einem Monat ist mit meinem treuen und geschätzten Tablet nichts mehr anzufangen.

wp-1450440683335.jpegDabei waren wir doch immer ein Herz und eine Seele, gingen durch Bit und Byte. Ob Text- oder Bildbearbeitung, mein geliebtes Schneidebrett ersetzte sogar meinen PC. Doch dann, während es friedlich am Ladekabel nuckelte, bin ich müde auf die USB-Schnur gebaselt. Still und leise verabschiedete sich der Ladeport. Ohne Schmerzensschreie ist die Buchse am Gerät ausgebrochen.

Da wundere sich noch jemand, warum Skynet die Welt übernehmen und die Terminatoren Menschen jagen wollen? Ich tue es jedenfalls nicht und nehme die Schuld auf mich. Ungelenkte Gewalt gegen friedliche Technik, die mir immer zu Diensten war.

„Brutus, auch Du mein Bruder …?“, war noch ganz leise zu hören, bevor der Touchscreen für immer erlosch. Seither fühle ich mich wie ein … Mörder. Stocksteif liegt der einstmals treue Freund seither im Arbeitszimmer und gibt kein Lebenszeichen mehr von sich. Es hat sich einmal mehr erwiesen, brachiale Gewalt ist keine Lösung und schafft nur Probleme. Die Hoffnung auf ein Weihnachtsgeschenk habe ich für dieses Jahr aufgegeben.

So leidet denn nun mein Blog an Futtermangel. Mein Handy ist kein Ersatz für mein Tab. Die WordPress-App darauf ist gelinde ausgedrückt eine kleine Katastrophe.

Was bleibt, ist mein PC. An diesen kann ich allerdings nur in den Abendstunden. Den Luxus, Blogbeiträge in Pausen oder zwischendurch zu entwerfen kann ich mir aktuell abschminken. Darum leidet der Output meiner Seite.

Im nächsten Jahr wird mein kleiner toter Helfer eingewiesen. Ich hoffe, man kann ihn nach Frankenstein Manier wieder zum Leben erwecken. Ob nun Tablet-Klinik oder erzwungener Neukauf, aktuell fehlt mir die Zeit, um mich damit auseinanderzusetzen. Überstürzte Notkäufe waren nie mein Ding und haben sich nie rentiert.

Doch welch ein Glück, da habe ich doch gleich einen Punkt für die Liste:

VORSÄTZE FÜR DAS JAHR 2016

Was wäre ein neues Jahr ohne Vorsätze?


Hinterlasse einen Kommentar

Abenteuer Urlaub Teil 4 – Als der Sturm 2 x rüttelte

Wer die letzten Teile noch nicht gelesen hat, der/m sei gesagt, wir sind ein künstlerisch angehauchter Haufen. Unsere Mission, eine Woche (Zelt-)Urlaub im grünen Ruhrgebiet. Die letzten Berichte dieses Erlebnisurlaubs liegen einige Wochen zurück. In der Zwischenzeit kamen mir der Spaß, die Freude und die Erfüllung (hallo Chef) meiner erquickenden Arbeit dazwischen. Nun aber geht es weiter mit dem …wpid-wp-1438158362525.png

wpid-hammer1000.png

Heute berichte ich, wie die Funken geflogen sind. Nicht zwischen den Leuten, obwohl man sich nach einigen Bieren in den Armen lag. Meist galt dies allerdings dem gemeinsamen Kampf der Schwerkraft. Wo war ich, Funken … zwei Freunde hatten eine Esse, die Heizstelle einer Schmiede mitgebracht. Auch Rohmetall war vorhanden, sodass nach Lust und Laune Thors Hammer geschwungen werden konnte.

Der hammerharte Workshopteilnehmer auf dem Foto konnte mir leider nicht verraten, was er zärtlich zusammengeschlagen hat. Ich hätte vielleicht auch fragen sollen, was es werden sollte, nicht was es geworden ist. Das Folterinstrument auf dem Bild deutete ich als OP-Zubehör oder Autoersatzteil. Bei beiden kann man Unmengen sparen, wenn man diese selbst herstellt.

Dank Schutzbekleidung, Badehaube und Taucherbrille, ist es laut seinen Angaben zu keinerlei Verletzungen gekommen, was mir bei der ganzen Sache das Wichtigste ist.

IMG_20150827_205546yyALS DIE PAVILLONS FLIEGEN LERNTEN

Nach einer Woche mit sommerlichen Traumtemperaturen, folgte ein nüchternes Wochenende. Bis zum Freitagmittag lachte uns die Sonne ins Gesicht. „Hahahahahaaa“, dann hat sie (uns) ausgelacht. Unser Ohr am Radio bewahrte uns vor dem Schlimmsten. Dort sprach man von Orkanböen bis 103 km/h. Was mich überlegen ließ, ob wir an diesem Abend tatsächlich den Gasgrill in Betrieb nehmen sollten. Man stelle sich ein kreisrundes, fliegendes Objekt vor, das von einer riesigen Gasflamme angetrieben wird und mit brutzelnden Würstchen um sich schießt. Die Schlagzeile in der Zeitung wäre bestimmt reißerisch ausgefallen: Camper von UFO attackiert … oder … fliegende Würstchen über NRW.

Am Wochenende fiel unser Lagerfeuer ins Wasser.

Am Samstagnachmittag besuchte der Sturm unseren Zeltplatz.  Leider gibt es kein Foto vom abhebendem (durch Stahlnägel in Beton gesicherten) Pavillon. Man stelle sich nun 12, an den 6 Beinen baumelnde Personen vor. Die den Unterstand vor dem Eintritt in die Stratosphäre abhielten. Bei der Ladung brach sich der Gute allerdings die Beine, die mutigen Helfer blieben unverletzt. Nur ordentlich nass sind alle geworden. Selbst das magmaheiße Lagerfeuer machte nach einer Stunde Dauertränen vom Himmel „pufff“ und war … aus.

Da es kein Tempolimit bei vorbeiziehenden Wirbelstürmen gibt, boten unsere Zelte kurzfristige einen kostenfreien Wellnessservice. Denn der Orkan rüttelte sie kräftig durch. Alle Zelte? Nein, ein Zelt leistet Widerstand. Im Windschatten der anderen Nylonbehausungen vibrierten nicht einmal die Spannschnüre. Selbstverständlich handelte es sich um das preisgünstigste Eskimozelt auf dem Platze, zwei mal zwei Meter für 9.99 €. Zu klein um darin zu nächtigen, groß genug für Material. Alle anderen Zelte standen nach dem Durchquirlen lediert schräg oder hatten die Schnüre verknotet.

Zu Beruhigung der Leser/innen, während des Orkans haben sich alle Personen in den Aufenthaltsräumen des mit angemieteten Hauses eingefunden. Schließlich sollte es ein Campingurlaub werden und kein Gleitschirmausflug.

Im nächsten Abenteuer Urlaub Beitrag gibt es einen kleinen Film. Direkt aus den Mienen von Moria. Seid dabei, wenn es heißt: Höllenglut und Dönerspieß.