UweImortBlog


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Fahrrad-Wespen

FAHRRAD-WESPEN

Bewegung ist angeblich gesund. Von diesem Gerücht hat wohl jede/r schon gehört. Aufgrund meiner ausgeprägten Adonisfigur habe ich mir mehr Betätigung verordnet. Einkäufe, Nahbesuche und der täglich Weg zum Ort meines Schaffensdrangs, lassen sich sehr gut mit meinem Fahrrad vereinen. So beschloss ich am letzten Wochenende, meinen Drahtesel wieder in Dienst zu stellen.

IMG_20170711_231909Unlängst baumelt mein Rad entspannt am Seilzug (um die Reifen zu schonen). Und wartet seit dem letzten Jahr auf eine kleine Reparatur. Die Frontbeleuchtung war zuvor gebrochen. Eine neue Lampe hatte ich zwar schon gekauft. Aus Bequemlichkeit hatte ich deren Montage allerdings auf … später verschoben.

Nun schien es „später“ zu sein. So beschloss ich, die Fahrradleuchte aus der Lenkertasche zu holen und anzuschrauben. Beim Öffnen der schwarzen Box machte ich allerdings große Augen.

IMG_20170711_232328In meiner Abwesenheit schien es sich Besuch gemütlich gemacht zu haben. Ich brauchte ein paar Sekunden, um zu realisieren, was am Deckel der Tasche baumelte. Ich war mir sicher, nichts Derartiges im Vorjahr zurückgelassen zu haben.

FAHRRAD-WESPEN

Schnell war klar, die kleine Christbaumkugel war ein Insektenhotel. Ich vermute mal, dass es sich um ein Wespennest handelt. Vorsichtig öffnete ich meine Transporthilfe ein Stück weiter. Kein Brummen oder Summen war zu vernehmen. Weit und breit konnte ich auch keine gelb/schwarzen Tiefflieger ausmachen. Vorsichtig inspizierte ich die ganze Tasche. Doch auch dort war kein Getier auszumachen. Schließlich ging ich auf die Knie, um einen Blick in das Nest zu riskieren.

Als sich auch dort nichts bewegte, leuchtete ich mit dem Telefon hinein, konnte nur ein paar vertrocknete Larven ausmachen. Diese Kolonie wurde scheinbar aufgegeben. Warum ist nicht festzustellen. Ob durch die hohen Temperaturen der Vorwochen, eine versperrte Einflugschneise oder wer weiß warum. So muss ich meinen Gaul nun doch satteln.

Gerne hätte ich das Nest in Betrieb gesehen. Den Kammerjäger hätte ich nur im Notfall gerufen und die kleinen Flitzer ansonsten in Ruhe gelassen. So bleibt mir nur ein kleines Kunstwerk. Ich finde es schon ziemlich cool, was so kleine Tiere alles erschaffen können.

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Mein Kaffee-Projekt … verstorben!

Die Überschrift bringt es auf den Punkt. Aus der Traum von der eigenen Bohnenernte. (So begann mein Kaffeetraum). Trotz Liebe, Pflege und dem sonnigsten Plätzchen in der gesamten Wohnung kam es zur …

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Ich stelle fest, das Ruhrgebiet ist kein geeignetes Anbaugebiet für Kaffee Arabica. Selbst die pralle aber späte Septembersonne konnte das Projekt nicht retten. Die strahlende Hitzewelle kam für die kleinen Böhnchen scheinbar zu spät.

Zwischenzeitig hatte ich mich schon ein wenig über Bohnenröstgeräte für den Heimgebrauch informiert. Sicherlich, ein wenig verfrüht. Aber es interessierte mich, was der deutsche Kaffeebauer anlegen muss. Von ganz besonderem Interesse war auch die Qualität bzw. die der fertig gerösteten Bohnen.

Mein Kaffee-Projekt … verstorben!

Einen weiteren Versuch möchte ich nicht angehen und belasse es dabei. Kaffee gibt es auch weiterhin aus dem Supermarkt.


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Süßes Geschenk

Geschenke sind etwas Feines. Besonders, wenn ich sie bekomme. Ehrlichkeit ist doch eine tolle Eigenschaft … oder? Der heutige Bericht soll bezeugen, dass mir auch kleine Dinge (so klein war das Glas gar nicht) eine riesige Portion Freude auf den Teller, den Bauch die Lippen und … ach, halt überall hin zaubern kann.

Ich freue mich im besonderen über speziell auf Personen abgestimmte Aufmerksamkeiten. Natürlich bin ich bei Geldgeschenken nicht beleidigt aber Präsente mit Bedacht und Fingerspitzengefühl ausgesucht, erreichen mich auf einer ganz anderen Ebene. Selbst Verzapftes steht ebenfalls sehr hoch im Kurs. Vor Kurzem erhielt ich:

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Brombeere-, Apfelsaft und Basilikum-Marmelade, selbst eingekocht. Ich muss jetzt ganz tief Luft holen. Denn, um diesen Geschmack zu umschreiben, braucht es einigen Atem.

„Super mega lecker fruchtig saftig spritzig zungenfreundlich und kalorienaktiv Bauchzonen straffend, spitzen toll!“

Kein Schimmer, warum ich mit diesem Früchtetraum beglückt wurde. Sie wird schon ihre Gründe gehabt haben. Und falls es eine Verwechselung war, darf man mich fortan ruhig öfter in dieser Weise verwechseln.

Das Eigenerzeugnis wurde selbstverständlich ausgiebig getestet. Dabei habe ich diesen leckeren Aufstrich recht auf Brot, Brötchen, Pfannkuchen, mit Yoghurt, Cornflakes, Früchten und Käse, als Kuchenfüllung probiert … uppps da war das Glas dann auch schon leer.

Liebe Bärbel, Geschenke wie diese lassen mich besonders gut in den Tag starten. Kurz und ehrlich: Dankeschön.

Und morgen berichte ich davon, wie ich auch noch Saures bekommen habe.


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Mein Kaffee-Projekt

Jeder kennt sie, Freunde, die auf der Suche nach dem nächsten Koffeinkick zu schier allem fähig sind. Einige tauchen früh am Morgen auf. Ich denke da an einen gewissen Christian, dieser erfreute mich vor Monaten um 05:00 AM mit seinem Frühstücksbesuch. Andere bimmeln kurz vor Mitternacht auf eine Tasse vorbei, natürlich rein zufällig in der Nähe. Sind dies Zufälle oder handelt es sich um globale Verschwörungen, zwecks Reduzierung meiner Kaffeebestände?

Eine Bekannte aus Neustadt hat letzte Woche eine neue Dimension von Kaffeeabhängigkeit eingeläutet. Nach der Ermordung der eigenen Kaffeeplantage durch ihren (un)grünen Daumen, brütete sie anscheinend einen besonders perfiden Plan aus. Sie legte mir einen Jutebeutel mit der Grundausstattung für eine eigene Bohnenzucht in die Hände. In meinem geheimen heimischen Labor Wohnzimmer soll neues Leben entstehen. Sicherlich vermutet sie bereits, dass ich beabsichtige, den Weltkaffeemarkt mit der „IMORT-ARABICA“ zu revolutionieren. Doch was sind ihre Pläne? Will sie mir an die Bohne der Bohnen?

Hmmm … klingt ein wenig reißerisch? In Ordnung, ich kalibriere meine Berichterstattung ein wenig herunter.

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Mit einer solchen Absicht liebäugelt sie bestimmt nicht. Denn bis mit einer ersten Bohnenernte zu rechnen ist, werden viele Jahre verstreichen. Wir beginnen zeitgleich mit unserer Kaffeeaufzucht, können uns somit austauschen und evtl. Tipps geben. Vielleicht züchtet es sich vereint erfolgreicher. Ein wenig Erfahrung mit Pflanzen kann ich vorweisen. Bereits 2013 konnte ich mit viel Sorgfalt  den Phönix aus der Asche locken. Vielleicht erinnert sich noch jemand?

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DAS KAFFEE-PROJEKT STARTET

Im Säcklein befand sich eine kleine Tüte mit 6 getrockneten Arabica Kaffeebohnen, ein Aufzuchttopf, gepresste Anzuchterde und eine Pflegeanleitung.

Mit der empfohlenen Wässerung der steinharten Rohbohnen fiel der Startschuss. Laut Anleitung 48 Std., an die ich mich gehalten habe. In dieser Zeit konnte sich auch die Presstablette mit Anzuchterde in einem weiteren Gefäß ordentlich vollsaugen. Nach zwei Tagen Swimmingpool landeten die feuchten Pillen im (nicht zu) feuchten Erdreich.

Nun heißt es warten und hoffen. Ich bin gespannt, ob sich ein Keimling regen wird. Die steinharten und verschrumpelten Bohnen machen trotz einweichender Planscheinlage nicht den Eindruck, als könne etwas Neues daraus entstehen. Fortsetzung folgt in Kürze.

 


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Killer-Bratwurst

Aus gegeben Anlass eine Warnung vor …

Killer-Bratwürsten.

Man mag die Gefahr leicht unterschätzen. Kommt es auch recht selten vor. Der Gang zur Frittenbude ist nicht ganz ungefährlich. Besonders, wenn man dort eine knackige Bratwurst bestellt. Die Dinger wehren sich und das nicht zu knapp.
So biss ich in den leckeren Snack auf die Hand. Plötzlich, ein Knacken, ein Knirschen und ein stechender Schmerz im Munde. Die Wurst im Brötchen (mit Senf) hatte mir eine Plombe zerrissen. Schlimmer noch, einen Zahn gespalten. Als Sahnehäubchen oben auf, ging der Pkw am Nachmittag desselben Tages zur Inspektion. So stand ich ohne Auto aber mit einem zusätzlichen Zahn-(stück) da. Dank meiner Immobilität konnte ich nicht sofort zum Dentisten.

Schaurige Einzelheiten mag ich der Leserschaft vorenthalten. Dennoch wird sich jede/r vorstellen können, welches Entzücken so eine Situation auf meine Lippen zauberte. Der Zahn konnte gerettet werden, obwohl er sehr unglücklich splitterte.

Zu guter Letzt sein noch angemerkt: Die Bratwurst, die mein Chef spendierte, hat dennoch geschmeckt.


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Tatzen-Talisman

wpid-img_20150508_132750.jpgNeue Specksteinvorräte bedeuten neue Herausforderungen. Eigentlich (und auch uneigentlich) habe ich es gar nicht anders gewollt. Da kam mir die Anfrage eines Freundes gerade recht. Dem wollte ich schon längst ein Geschenk verpassen. Denn im Gegensatz zu ihm, hatte ich an die letzten Geburtstage nicht gedacht. Ein Glücksbringer, etwas mit Seele sollte es sein. Also wünschte er sich einen …

TATZEN-TALISMAN 

Also habe ich notgedrungen alle dringend notwendigen Putzarbeiten unterbrochen. Sicherlich werden viele Leser/innen verstehen, wie viel Überwindung mich dieses kostete. Aber was tut man nicht alles für gute Bekannte?

Also verschwand ich vor Ideen strotzend in meiner Werkstatt. Ein ausführliches Studium von Pfotenabdrücken bildete die Basisarbeit. Auf ein wölfisches Original festgelegt, übertrug ich die Maße 1:5 auf einen steinernen Rundling. Ich greife hier gern zu einem Marker. Aber auch stinknormale Bleistifte kann ich empfehlen.

Wenn ihr mit Speckstein arbeitet … saugen, bitte denkt immer ans Saugen. Gemeint ist nicht etwa der Strohhalm in eurer Cola. Ich meine den Schmutzschlucker, der euren Teppich küsst und die Wollmäuse unter den Betten hervorlockt. So ein Staubsauger erlöst euch von Bergen feinen, widerlichen, nervenden, klebenden, in der Nase kitzelnden, in jeder Faser und Pore eures Körpers festsetzenden Steinstaubs. (Luft hol – sprecht diesen Satz mal am Stück aus.)

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Ausführliche Schleif- & Bohrarbeiten trugen dann die unerwünschten Steinereien Schicht um Schicht ab. Hier kann auch das Multitool bzw. ein Dremel helfen. Die Feinarbeit an den Übergängen erledige ich dann aber lieber mit einem selbst hergestellten Kratzwerkzeug. Denn wenn AB dann AB, was mit elektrischen Werkzeugen recht schnell geht.

Um der Sache dann den richtigen Schliff zu verpassen, bin ich mit dem Schmuckstück auf dem Klo verschwunden. Nein, zur Veredelung gehören keine Körperflüssigkeiten. Aber mit Nassschleifpapier ging es unter den Wasserhahn. Es ist schon eine Fummelarbeit das zusammengeknüddelte* Papier in die kleinen Aushöhlungen zu bekommen. Nichts für schwache Nerven, denn geschätzte 187,5 Stunden später sind alle ungewollten Kratzer auf Vorder- & Rückseite dem Schleiflappen gewichen.

Auf besonderen Wunsch habe ich das Lederband nicht durch den Anhänger getrieben. Hier habe ich eine durchgehende Kerbe an der Kante ausgefeilt. Flux in die Kordel einen Knoten, über diesen, eine Perle zur Stabilisierung. So kann sich die Verschnürung nicht in Wohlgefallen auflösen.

Zum Schluss ertränke ich meine Anhänger gern in Öl. Mit einem sadistischen Lächeln döppe* ich Stein samt Gebändel für 2 Tage unter. Zur Sicherhet habe ich den Knoten im geölten Zustand nochmals ordentlich angezogen … halt wegen die Sicherheit*

Vom abtropfenden Pflegemittel befreit, ist der Anhänger heute in die Post gegangen. Auf das Urteil des künftigen Trägers bin ich gespannt. Mir selbst hat der Talisman ganz gut gefallen.

* sagt man so im Ruhrpott