UweImortBlog


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Achtung Diebstahl

ACHTUNG DIEBSTAHL

Heute geht es mal nicht um ein lustiges Wortspiel. Am Samstag Nachmittag machte ich eine sehr unliebsame Erfahrung, ich wurde beklaut.

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Der Tag begann mit einem heftigen Kratzen im Halse, Husten, schnodderiger Nase und geschwollenen Augen. Auf der Arbeit warf ich das Handtuch. Die Bronchitis lag im Boxring klar nach Punkten vorn. Auch mein Chef sah wohl, dass ich die nächste Runde nicht durchstehen würde. Also nahm er mich nach zwei Stunden aus dem Ring.

Im selben Moment, in dem ich die Firma verließ, krachte ein heftiger Schauer vom Himmel. Das Haargel ran mir brennend ich die Augen. Mein faltenfreies Hemd klebte nach Sekunden wie eine schlabbrige Plastiktüte an mir und der Wind ließ meine Zähne klappern. „War ja klar“, ging es mir durch Mark und Bein. Es bedurfte einer (gefühlten 101 C°) heißen Dusche um mich wieder aufzuwärmen. Der Tag schien gelaufen, der Einladung zur Geburtstagsfeier ließ ich  sofort per Handy eine freundliche Absage zukommen. Danach gab es nur noch eines das mir wichtig war: mein Bett.

Fünf bis sechs Stunden später erwachte ich wieder. In eine Wolldecke eingemümmelt tapste ich in die Küche. Wo ich mit verdrehten Augen feststellen musste, dass sich in meinen Getränkevorräten nur noch ein paar Tüten H-Milch befanden. „Was auch sonst“, murmelte ich. Den ersten Durst stillte der kalte Fencheltee von Frühstück. Auch in meinem Kühlschrank zeugten rollende Strauchbüschel von gähnender Leere und ich könnte schwören, ich habe sogar einen heulenden Kojoten gehört. Die Woche hatte mir bislang noch keine Gelegenheit zu einem Einkauf gelassen. Ohne ein paar Not-Einkäufe würde ich am WE nicht auskommen.

Im Pkw vermittelten mir die verstopften Nasen-Nebenhöhlen den Eindruck, einen Motorradhelm zu tragen. Die Erkältung wechselte auf das nächsthöhere Level und an der nächsten Kreuzung wechselte der Blinker plötzlich den Herzrhythmus. Von einem gesunden KLICK-KLACK zu einem KLICKKLICKKLICKKLICK, jenseits der Grenze zur Lichtgeschwindigkeit. „War klar“, seufzte ich. Die Birne hatte sich wohl auch erkältet und nun verabschiedet.

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Am Konsumtempel angekommen, reihte ich mich mit dem Einkaufwagen in die Schlange vor dem Eingang. Das Fahrverhalten einiger Personen sorgte für erhitze Gemüter in der gesamten Aufstauung. Einige Leute schienen zu glauben, dass dort das Reißverschlussverfahren gilt. (Bis ganz zum Anfang der Schlange fahren und dort dann einordnen.) Mir war es schon egal, die Augen drückten und der Kopf brummte. „Jetzt nicht auch noch Streit“, dachte ich.

Im Trippel-Trappel Tempo ging es von den Süßigkeiten in Richtung Gemüse. Gedränge und ständig Auffahrunfälle mit dem Einkaufsvehikel, in dem langsam aber sicher Wasser, Brot, Champignons und ein Eis landeten. Mit großer Überzeugungskraft redete ich mir ein, letzteres wäre die ideale Heilunterstützung für meinen kratzigen Hals.

Da fiel mir meine offene Einkaufstasche ins Auge. Hatte ich diese nicht mit beiden Trageschlaufen an den Nippel vom ausklappbaren Kindersitz gehängt? Nun hing ein Tragegriff ausladend nach vorn, der Beutel weit geöffnet. Mein nächster Gedanke war: „Nicht auch das noch!“ Und tatsächlich, kein Inhalt im Beutel, von der portablen Bank keine Spur. Nachdem ich die Tasche umgestülpt und alle Einkäufe einmal von der Linken zur Rechten geräumt hatte, stand es fest.

ICH WURDE IM GEDRÄNGE ABGEZOGGT UND BEKLAUT!

wpid-diebstahl3.pngSchwer atmend packte ich das Eis zurück in die Truhe. Die restlichen Einkäufe landeten bei einer Mitarbeiterin. Die abenteuerlich Fahrt von der Käsetheke Richtung Ausgang erspare ich den Lesern/innen mal. Die informierte Kassiererin rief mir die Geschäftsführerin, bei der ich Name und Telefonnummer hinterließ. Hilfsbereit versprach man mir eine Rückmeldung, allerdings solle ich mir keine all zu großen Hoffnungen auf mein Bares machen. „Es ist gar kein Geld in der Börse“, konnte ich nur antworten und erntete von umherstehenden Kunden freundliche Worte der Anteilnahme. Kurz vor Ladenschluss beschloß ich auf jeden Fall zurückzukehren und den Mülleimer vor dem Eingang zu kontrollieren. Nicht das meine Papiere (Ausweis, Führerschein, Fahrzeugpapiere …) unbeabsichtigt in einer Müllpresse landeten.

Der herzrasende Blinker war mir mittlerweile scheißegal. Aber dann ließ mich die berüchtigte Bahnschranke in Recklinghausen Süd geschlagene 13 Minuten warten. „Danke auch hierfür!“, seufzte ich. Während der Wartezeit wurde ich mir eines starken Durstgefühls gewahr. Aber bei der Lösung dieses Problems geriet ich in eine Gedankenschleife, die mich zur augenblicklichen Situation zurückführte.

Endlich Daheim, Teewasser aufgesetzt, dann erst einmal die ec-Karte sperren, besser ist das! Noch bevor die Nummer der Hotline vor mir lag, dudelte mein Mobilknochen. „Was denn jetzt noch?“ Mittlerweile dröhnten meine Trommelfelle, jeder Perlentaucher hätte Hochachtung vor mir. Meine wehleidige Miene wurde dennoch schlagartig freundlicher. Wahrscheinlich hat sich sogar der Rest meines Körpers erschreckt, weil meine Lippen plötzlich lächelten.

„Ihr Portemonnaie wurde abgegeben“, klingelte es erfreulich in meinen Ohren. Die Anspannung des bisherigen Tages purzelte von meinen Schultern, wie die Last nach einem Speckstein-Großeinkauf. Während ich mir die Schuhe überstreife, klingelte es an der Haustüre. In meinem Hirn böllerte ich los: „Was, wer … ?“ Dem Gastgeber der Geburtstagsfeier hatte ich abgesagt aber den Kollegen, den ich mitnehmen wollte, hatte ich vergessen. Kurz entschlossen landete er zwecks seelischer Unterstützung auf dem Beifahrersitz. Denn es war immer noch unklar, ob Karten und Papiere sich noch in meiner Geldbörse befanden.

Glück im Unglück, sämtliche Karten und sogar das Kleingeld waren noch vorhanden. Dem Dieb schien an Hartgeld (1,83 € – Wechselgeld vom letzten Bäckereibesuch) wohl nicht gelegen. Ich bedankte mich mehrmals bei der Geschäftsführerin, die mir mein Kleinod übergab. Bastian, der Deutschland nur für wenige Tage einen Besuch abstattet, spendierte ich zur Feier des Tages Kaffee und Kuchen. Trotz betäubter Geschmacksknospen eine Wohltat.

So blöde es auch klingt: Der Tag hat dennoch positiv geendet. Es hätte auch ganz anders kommen können. Ich möchte nicht daran denken, welchen Aufwandt es bedeutet hätte, alle Papiere neu anzufordern. Oder welche Nerven mich eine missbrauchte ec-Karte gekostet hätte.

SONNTAG

Die Erkältung quält mich heute mehr denn je. Dennoch geht es mir innerlich besser. Abgesehen vom glimpflichen Ausgang der Einkaufgeschichte, sorgen einige Dinge für ein gutes Bauchgefühl. Mein Chef hat bemerkt, dass ich echt im Arxxx war und hat mich heimgeschickt. Meinem letzten Brötchengeber wäre dies schxxxegal gewesen. Die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter im Supermarkt, die auch ganz anders gekonnt hätten. Auch der nette Zuspruch der Kunden in meinem Missgeschick hat geholfen. Dann noch mein Kumpel, der seit Jahren im Ausland lebt. Wir sehen uns leider nur sehr selten. Dennoch hat er gleich angeboten (falls die ec-Karte weg wäre) den Einkauf finanziell zu stemmen.

Die Welt ist nicht nur voller Idioten, sondern auch voller hilfsbereiter Menschen. Ich habe überlegt, wie ich mich bei den samstagsgestressten Mitarbeitern des Discounters bedanken könnte. Ich habe beschlossen eine kleine Urkunde zu drucken, auf der ich meinen Dank zum Ausdruck bringen werde.

DANKE

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Sonnendeck

Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf’m Sonnendeck. Bin ich, bin ich, bin ich …*
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Mental die Füße hochlegen, die Augen schließen und die Geräuschkulisse der Natur genießen. Das klappt beim kleinen Tagesabschlussspaziergang, auf der Parkbank, in der Mittagspause und selbst in der Wartezeit an der Bushaltestelle. Man muss diesen Luxus nur wahrnehmen (können).

Aktuell genieße ich allmorgendlich die natürliche Sonnenstudio-Atmosphäre meiner Küche. Der Frühstückskaffee wird zum gute Laune Kaffee. Und die Magarin auf dem Brot funkelt wie ein kleiner See im Sonnenlicht.

Das Gesamtpaket Gesundheit – heilend, beruhigend, entspannend, die Stimmung aufhellend … und das alles auch noch kostenlos. Da mir der eigene Garten fehlt, habe ich mir am Wochenende eine Decke gegriffen und mich für einige Stunden samt Verwöhnkaffee in einen Park gelegt. Ich kann es nur empfehlen … bitte nachmachen! Alle Mann, ab auf’s …

SONNENDECK!

*(Peter Licht – Sonnendeck)


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Weltknuddeltag

Moderne Zeiten fördern moderne Bräuche. Mag ich neuen Konsumevents gegenüber wenig aufgeschlossen, unterstütze ich Gesellschaftspflege dieser Art dennoch gern.image

Weltknuddeltag (engl. National Hug Day oder National Hugging Day)

Was ist das schon wieder?

Der 21. Januar soll als Marker, Hinweis und Stein des Anstoßens dienen. Er soll uns helfen das Eis zu brechen und das Zwischenmenschliche zu fördern. Kurz und bündig, wir sollen uns wieder mehr umarmen. Auf uns völlig fremde aber sympathische Personen zugehen und wieder mehr Nähe zulassen. Nähe, die in den letzten Jahrzehnten in unserer Gesellschaft immer weiter verloren gegangen ist.

Bei Freunden und Bekannten wird das sicherlich kein all zu großes Problem darstellen. Aber bei fremden Personen?

„Tritt Anderen nur mit einem Lächeln bewaffnet entgegen. Du wirst erkennen, es ist die einzige Waffe die andere statt zu verletzen, zu deinen Verbündeten macht.“

Wenn euch heute Menschen mit weit geöffneten Armen oder Schildern (Free Hug / umarme mich …) entgegentreten, nutzt die Gelegenheit. Wundert euch nicht sondern seit dem aufgeschlossen. Schließlich gibt es nichts zu verlieren oder?

Und mal ehrlich ist diese Angelegenheit insgesamt ein merkwürdiger Gedanke? Wenn ja, dann ist eine herzliche Umarmung von einem freundlichen Menschen schon nichts Normales mehr für uns. Dies sollte dann dringlichst geändert werden.

Ach so, nur nebenbei bemerkt, es geht nicht darum heute möglichst viele Lebewesen (unfreiwillig) zu drücken.
Erschreckt niemanden, sondern geht mit einem Lächeln auf andere zu.
Und entscheidet dann auf der Grundlage des Augenkontaktes, ob ein Knuddeln in Ordnung ist. Und nicht vergessen, der 21. Januar ist nur der Anfang. Denn am 22. dürfen wir alle weiter machen.


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Neues vom Zeichenbrett

Heute wieder Neues von meinem Zeichenbrett. Nachdem die Muse auf einen besonders cremigen Latte Macchiato vorbeigeschaut hatte, juckt es mich in den Fingern. Ein erstes Ergebnis präsentierte ich bereits letzte Woche. Doch damit zeigten sich meine zeichnerischen Ergüsse noch nicht erschöpft.

imageAuf braunem Karton skizziert und im Anschluss mit schwarzem Marker ausgearbeitet, wurde ich der bislang so geliebten Acrylfarbe untreu.

Ein Bildband über Wölfe in Deutschland lieferte mir die Inspiration. Mit einigen Tribal ausgeschmückt lag die Zeichnung schließlich fertig vor mir.

Indes bin ich noch auf der Suche nach einem passenden Rahmen. Bislang konnte sich der Timberwolf aber noch nicht dazu entschließen, in eine Behausung einzuziehen. Doch dies ist Wildtieren nun mal zu eigen und es hat auch keine Eile damit. Irgendwann wird sich schon der stimmige Bilderrahmen einfinden. Auch einen Titel konnte für das Werk konnte ich noch nicht fest machen.

Mittlerweile widme ich ich mich schon wieder neuen Projekten. In meinem Bastelraum ging es dem Speckstein an den Kragen. Ich halte alle Interessierten gern auf dem Laufenden.

Euer Uwe


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Katzen-Tatzen im neuen Jahr

Ein Neujahrsmitbringsel mit unangenehmen Folgen. Völlig erkältet, verschnupft und mit gereizten Bronchien lieferte ich einen weniger glücklichen Start ins neue Jahr.

KLARTEXT: Ich pfiff aus dem letzten Loch und verschwand mit Temperatur für zwei komplette Tage im Bett.

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Der Onkel Doktor stellte mir einen dieser gelben Scheine aus. Dazu noch eine Packung ganz besonders ekeliger Bonbons. Zur Freude der Waage für gute 3 Tage meine Hauptmahlzeit. Umgeben von Mentholdämpfen, Hustenpastillen und eingemümmelt in Wolldecken, stellte sich nach vier Ruhetagen so etwas wie Langeweile ein. Nein, es war nicht so etwas wie Langeweile, es war auf jeden Fall Langeweile.

imageUm für ein wenig Abwechslung zu sorgen, griff ich zu Bleistift und Papier. Ich habe keinen Schimmer, wie ich auf das Motiv gekommen bin. Es muss sich wohl nach zahlreichen Schmierversuchen herauskristallisiert haben. Irgendwann lag eine Skizze mit einem kleinen Kätzchen vor mir. Anfangs spielte ich noch mit Bildergänzungen. Diese reichten von einer Maus bis zur verknäulter Wolle.

Ich entschied mich für ein tosendes Flammenmeer in Schwarz, dass der Figur etwas Mystisches und Kraftvolles verleihen soll. Der Abdruck der Katzen-Tatze in einer der Flammen rundet diesen Eindruck ab. Ehe ich mich versah, lag ein fertiges Bild vor mir. Fehlte nur noch eines, ein passender Rahmen. Doch auch der war ziemlich fix zwischen den im Keller bevorrateten Exemplaren gefunden. Kurz mit Lack  übergestrichen und …

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Die verspielte Struktur sorgt für ein passendes Zuhause. Bis meine Bronchien wieder richtig frei sind, wird es wohl noch andauern. Doch etwas Positives liegt auch darin, die Zeit für ein neues Bild. Der kreativen Kraft hat die Krankheit nicht geschadet. Vom nächsten Bild mehr in Kürze.


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Kurzkohlmeldung

Bei meinem heutigen Abstecher in den Discounter um die Ecke bin ich einem sogenannten Impluskauf erlegen.

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Eine

Kurzkohlmeldung

Mir ist es bekannt, an dieser Speise spalten sich die Gemüter.  Ich gehöre zu jener Partei, welche die Rosenkohlsaison herbeisehnt. Meine Geschmacksknospen sind auf diese Art Kohl geeicht. Gekocht als Suppe, Beilage, aus dem Dampfgarer, überbacken oder oder oder landet er alljährlich auf meinem Teller.

Kartoffeln, Zwiebeln. Knoblauch, Möhren und Speck landeten gleich mit im EKW (Einkaufswagen). Einige Freunde, die dies Gericht ebenfalls zu schätzen wissen stehen schon auf der Gästeliste. In den nächsten Tagen wird man sich zum gemeinsamen Schmausen bei mir einfinden.

Diesmal werde ich einen neuen Auflauf ausprobieren. Ein bekanntes Rezept in einer neuen Variation, bzw. um Zutaten einige ergänzt. Bekanntlich bin ich auch in der Küche kreativ. Auch mein geliebter Muskat kommt wieder auf den Teller.

Was sagt ihr zu Rosenkohl? Bin gespannt, ob sich hier Befürworter oder Rosenkohlgegner zu Wort melden.