UweImortBlog


2 Kommentare

Aliens im Urlaub Teil 1

Wochenende, ein verregnetes dazu. Woran erinnert man sich in solchen Momenten besonders gern? Ich jedenfalls an den letzten Urlaub. Vermutlich geht es vielen ebenso. In diesem Jahr gab es Urlaub im Grünen.
Alle paar Jahre zieht es mich hinaus, ab ins Abenteuer. Mit Sack und Pack, Zelt und Zeuch geht es dann auf Campingtour. Für mich eine Wohltat, Erholung, Entspannung und Gesundheit hoch drei. Zusammen mit Freunden genehmige ich mir gelegentlich ein paar ruhige Tage dieser Art. Jedenfalls, wenn das Wetter mitspielt. Doch da sah es ausgerechnet in unserer Zeltwoche übel aus. Lange vorher gebucht, konnte das Event nicht mehr abgesagt oder verschoben werden.

 

Dicker kann es kaum kommen, verkündete der Wetterbericht für die gesamte Urlaubswoche Dauerregen, Sturm und starke Gewitter. Mit einem unangenehmen Gefühl im Bauch hatte ich meine Utensilien gepackt. Innerlich betete ich, dass es wenigstens nicht zu stark gießen solle. Eine Zeltversiegelung gibt schließlich auch irgendwann auf. Doch kaum angekommen, oh Wunder, drehte Petrus den großen Wasserhahn im Himmel ab. Die von der Wetterapp täglich angekündigten Gewitter blieben aus. Es blieb trocken, bis auf ein paar Schauer am Freitag. Doch zum Ausgleich gab es Samstag Sonne zur Genüge. Und so wurde aus einem angekündigten Schlechtwetterurlaub doch noch ein entspanntes Zeltevent. Natürlich muss man ein Fan dieser Art Freizeitgestaltung sein. Luftmatratze und Lagerfeuer sind nicht jedermanns Vorstellung von einem erfüllten Jahresurlaub.

Aber was faselt er da in der Überschrift von Aliens, werden sich einige fragen. Immer langsam, bitte weiter lesen und genießen. Denn heute stelle ich einen neuen, selbst erstellten Film online. Es ist optisch kein Meisterwerk. Dennoch denke ich, dass der Alien gut eingefangen und zu erkennen ist.

Aliens im Urlaub Teil 1

Also weiter im Text. Mit vierzig Jahren hat man schon alles gesehen? Weit gefehlt, wie es sich dieser Tage wieder bewiesen hat. Denn unweit unseres Camps begann ein neues Universum, voller fremdartiger Wesen. Da übertreibe ich nicht. Selbst in Dokumentationen hatte ich „SO ETWAS“ noch nicht gesehen.

Auf dem Foto seht ihr einen Fremdling in seiner Tarnposition. Um ehrlich zu sein, habe ich ihn fast übersehen. Zwischen vertrockneten Blättern und vergilbten Tannennadeln benötigte es schon 2-3 Blicke, ehe ich erkannte, dass dort etwas hockt.

Interessiert zückte ich mein Smartphone und schoss eine Reihe von Bildern. Das undefinierbare Lebewesen bewegte ich keinen Millimeter. Anfangs konnte ich nicht einmal festmachen, wo sich vorne und wo hinten befanden. Mit einer Unmenge Scifi-Filmen vertraut, spielte ich den oben genannten Abenteurer und legte mich mit laufender Kamera auf die Lauer. Erst 5 Minuten, dann 10 Minuten und nach einer viertel Stunde wurde mein Ausharren mit Erfolg belohnt. Endlich bewegte sich das Geschöpf. In dem kurzen Filmchen ist eindeutig zu erkennen, wo das Krabbeltier anfängt. Doch das Bewegungsmuster dieser fantastischen Kreatur ist genau so fremdartig, wie sein Aussehen. Oder findet ihr nicht?

Sollte an dieser Stelle kein Video angezeigt werden, folgt bitte diesem Link.

Natürlich brannte mir diese eine Frage auf den Nägeln, die sich meine Leser sicherlich auch stellen. „WAS IST DAS?“ Im Kreise aller Anwesenden wurde diskutiert. Doch niemand konnte Genaues sagen. Ein Bekannter riet, Google zu fragen. Schließlich hätten diese groß Werbung für eine Erkennungssoftware im TV gefahren. Also Bild hochladen und Onkel Googy sagt Dir, was auf dem Bild ist. Was uns der Tausendsasa dann ausspuckte, half uns nicht weiter. „Wahrscheinlich handelt es sich um ein Insekt.“ wurde uns kundgetan. Also bitte, so weit waren wir ehrlich gesagt schon selbst.

Nach 45 Minuten manueller Bildersuche landete ich schließlich einen Treffer. Es handelt sich um einen: Buchen-Zahnspinner. Wissenschaftlicher Name: Stauropus fagi, was für mich wiederum wie eine außerirdische Lebensform klingt. Laut schlauem Net, ein Schmetterling, auf deren Raupenform ich gestoßen war. Der fingerdicke Fremdling würde sich also bald in einen geflügelten Brummer verwandeln. Schade, dass ich davon keine Bilder zu sehen bekomme.

Doch damit nicht genug, bekamen wir noch Besuch besonders neugieriger Art. Die gemeine und völlig harmlose MET-Schrecke* ist meist dort anzutreffen, wo geistige Getränke erhältlich sind. Dass bei unserem 10-Liter-Metkanister keine Hundertschaft anrückte, erschien mir pures Glück zu sein. Wahrscheinlich nur ein Kundschafter, der die Metqualität prüfte. Dennoch fühlte ich mich ein wenig verfolgt. Wunderlich hatte ich doch erst vor einigen Wochen Besuch von einer putzwütigen Fensterputz-Schrecke in meine Küche. *(Spaß beiseite, es handelt sich wohl um eine punktierte Zartschrecke).

Im nächsten Teil geht es dann um:

Gefressen und gefressen werden.

Und wie ich selbst einer heimtückischen und nicht ganz ungefährlichen Alienattacke erlag.


4 Kommentare

Hallo Herbst

Das soll es also gewesen sein? Kalendarisch startet er heute, der Herbst 2017. Mit gemischten Gefühlen stehe ich hier in meiner Küche und genieße ein paar Sonnenstrahlen, die durch mein Küchenfenster fallen. In diesem Zusammenhang fällt mir eine jener Geschichten ein, an die ich mich gerne erinnere.

Vor ca. 4 Wochen erhielt ich unerwarteten Besuch. Im Coke-Light Man Style auf der Leiter, öffnete ich das Küchenfenster, um es zu putzen. Eine Überraschung hatte ich im obersten Stockwert nicht erwartet. Doch in derselben Sekunde hüpft eine kleine Grille vom Fensterbrett zu mir herein.

Ich werde wohl nie erfahren, was das Tierchen dort oben zu erledigen hatte. Noch wird sich herausstellen, auf welch abenteuerlichen Weg es auf meinen Sims gelangte. Sie (oder er?) saß nun auf der Arbeitsplatte und schaute sich um. „Vielleicht hat sie auch einfach nur Durst?“, sagte ich zu mir selbst. Champanger habe ich nicht im Haus. Also kurz den Finger unter den Wasserhahn gehalten. Fix ein paar Tropfen vor den Gast geträufelt.

Dieser ignorierte das aufgefahrene Getränkeangebot allerdings. Wie zwei Westernschützen standen wir uns einige Minuten gegenüber. Okay, in puncto starren lag ich eindeutig vorn. Das kleine Geschöpf war aber auch zu interessant. Dass es mich zusätzlich von der Putzarbeit abhielt, war nicht weiter schlimm. Der Grünling hockt allerdings auch mitten im Fensterrahmen. Und rührte sich kein Stück.

Nach 5 Minuten entschloss ich mich zu handeln. Und tatsächlich, als hätte der Besucher darauf gewartet. Bestieg er den ausgestreckten Zeigefinger. Doch wohin mit dem kleinen Hüpfer? Letztendlich konnte ich ihn (oder sie?) nicht rausschmeißen. Sprich, im hohen Bogen aus dem Fenster stürzen. Mein Blick blieb an einer Topfpflanze hängen. Schwups- abgesetzt, jetzt noch schnell ein Foto gemacht.

„Bitte lächeln!“ -KLICK-

Während ich Putzeimer, Abzieher, Tücher und Co. heranschaffte, hat sich mein Besuch vom Acker gemacht. Eine unerwartete aber schöne Unterbrechung von der Hausarbeit. Es sind halt die Kleinigkeiten im Leben.

Das Fenster ist geputzt. Nun kannst Du kommen, lieber Herbst.


5 Kommentare

Fahrrad-Wespen

FAHRRAD-WESPEN

Bewegung ist angeblich gesund. Von diesem Gerücht hat wohl jede/r schon gehört. Aufgrund meiner ausgeprägten Adonisfigur habe ich mir mehr Betätigung verordnet. Einkäufe, Nahbesuche und der täglich Weg zum Ort meines Schaffensdrangs, lassen sich sehr gut mit meinem Fahrrad vereinen. So beschloss ich am letzten Wochenende, meinen Drahtesel wieder in Dienst zu stellen.

IMG_20170711_231909Unlängst baumelt mein Rad entspannt am Seilzug (um die Reifen zu schonen). Und wartet seit dem letzten Jahr auf eine kleine Reparatur. Die Frontbeleuchtung war zuvor gebrochen. Eine neue Lampe hatte ich zwar schon gekauft. Aus Bequemlichkeit hatte ich deren Montage allerdings auf … später verschoben.

Nun schien es „später“ zu sein. So beschloss ich, die Fahrradleuchte aus der Lenkertasche zu holen und anzuschrauben. Beim Öffnen der schwarzen Box machte ich allerdings große Augen.

IMG_20170711_232328In meiner Abwesenheit schien es sich Besuch gemütlich gemacht zu haben. Ich brauchte ein paar Sekunden, um zu realisieren, was am Deckel der Tasche baumelte. Ich war mir sicher, nichts Derartiges im Vorjahr zurückgelassen zu haben.

FAHRRAD-WESPEN

Schnell war klar, die kleine Christbaumkugel war ein Insektenhotel. Ich vermute mal, dass es sich um ein Wespennest handelt. Vorsichtig öffnete ich meine Transporthilfe ein Stück weiter. Kein Brummen oder Summen war zu vernehmen. Weit und breit konnte ich auch keine gelb/schwarzen Tiefflieger ausmachen. Vorsichtig inspizierte ich die ganze Tasche. Doch auch dort war kein Getier auszumachen. Schließlich ging ich auf die Knie, um einen Blick in das Nest zu riskieren.

Als sich auch dort nichts bewegte, leuchtete ich mit dem Telefon hinein, konnte nur ein paar vertrocknete Larven ausmachen. Diese Kolonie wurde scheinbar aufgegeben. Warum ist nicht festzustellen. Ob durch die hohen Temperaturen der Vorwochen, eine versperrte Einflugschneise oder wer weiß warum. So muss ich meinen Gaul nun doch satteln.

Gerne hätte ich das Nest in Betrieb gesehen. Den Kammerjäger hätte ich nur im Notfall gerufen und die kleinen Flitzer ansonsten in Ruhe gelassen. So bleibt mir nur ein kleines Kunstwerk. Ich finde es schon ziemlich cool, was so kleine Tiere alles erschaffen können.


Hinterlasse einen Kommentar

Online Schneemann

IMPRESSION DES TAGES

wpid-img_20150621_111522.jpgSo auf einem Online-Flohmarktportal aufgespürt. Unter der Rubrik: zu verschenken, musste ich zwei mal hinschauen. Sofort war klar, dass ich meine nächste Impression der Woche gefunden hatte. Abgeholt habe ich den Schneemann bei dem Anbieter-Spaßvogel dennoch nicht.


2 Kommentare

Merkwürdiger Bär

IMPRESSION DES TAGES

wpid-img_20150626_000748.jpg

Gefunden auf der Seite eines großen Onlineanbieters. Der Haken ist an einer ungünstigen Stelle angebracht, wie ich finde. Ist der Halter selbst deswegen unangebracht? Ich nehme es mit Humor, Kinder sehen die Welt sowieso mit anderen Augen. Das ist mir auf jeden Fall eine Impression des Tages wert.


12 Kommentare

Gefällt mir – Dreistigkeit

Ursprünglich sollte am gestrigen Montag ein anderer Artikel erscheinen. Doch Sonntag erreichte mich eine anonyme Mail. Diese ließ mich diesen Beitrag dazwischenschieben. Eine Antwort auf die Lesermail landete unzustellbar in meinem Onlinebriefkasten. Die Absenderin hält es scheinbar nicht für nötig, ihre Identität zu offerieren.

Doch von Anfang an. Der hungrige Leser, auf der Jagd nach quicklebendigen Artikeln, ist ein gern gesehener Gast. Besonders wenn er nebst geschätzten Klicks auch wohlwollend eine Aufmerksamkeit hinterlässt. Like, Gefällt Mir, TOP oder sonst wie genannt, bekunden wertschätzendes Interesse für den Autor. Diese Art Feedback finde ich in Ordnung, nimmt sie dem Leser die Hürde eines längeren Kommentartextes. Weiter besteht seit geraumer Zeit auch für den Autor die Möglichkeit, Leserkommentare zu „liken“. Hier beginnt mein Unverständnis. Denn vor einigen Tagen erreichte mich eine Mail. In der nachhaltig erfragt wurde, warum ich Antworten nicht mit „gefällt mir“ versehen würde. Textauszug:

„Leserkommentare solltest Du schon liken, sonst musst Du dich nicht wundern, wenn niemand mehr schreibt. Schaut doch irgendwie blöd aus, wenn es unter Deinen Bloggs leer ist oder?“ Die Dame schrieb weiter: „… dann werde ich auch Deine Beiträge nicht mehr liken. Eine Leserin“

Ufff – In meinen Augen ist dies schon eine Art Erpressung-/Drohung, wenn auch keine direkte Bedrohung. Da meine Mail unzustellbar zurückkehrte, wähle ich nun den öffentlichen Weg für meine Antwort.

Liebe Frau Unbekannt,

ich freue mich stets über Rückmeldungen und Reaktionen. Allerdings verwundert mich Ihr Schreiben sehr. Das mag daran liegen, dass Menschen aus verschiedenen Gründen einen Blog betreiben. Ich lese gerne in anderen Beiträgen, schmökere mich durch die Leselandschaft. Artikel und auch Bildbeiträge belohne ich gerne mit einem Klick auf den GEFÄLLT MIR-Knopf. Allerdings nur, wenn diese es mir wert scheinen. Es stimmt, selten bis gar nicht verteile ich ein Like für Kommentare. Ich entlohne diese Leserreaktionen aber mit freundlichen bzw. konstruktiven oder kreativen Antworten. Dies ist in meinen Augen eine persönlichere Wertschätzung. Ein zusätzliches GEFÄLLT MIR schien mir bislang nicht nötig.

Ich finde es traurig, wenn mich Menschen vor solch eine Wahl stellen wollen. Genauer betrachtet ist es schon eine Erpressung. Entweder tue ich was man verlangt oder ich bekomme keine Like-Klicks mehr.

Mir bleibt nun die Wahl, entweder ich veröffentliche und antworte auf meinen Blogseiten weiterhin mit Herz und Offenheit. Oder aber mein zukünftiges Tun und Handeln ist auf ein Like hin ausgerichtet.

Ich habe mich dazu entschlossen, auf Ihre GEFÄLLT MIR-Klicks zu verzichten. Generell bin ich nur an einem ehrlichen Like interessiert. Schon als Kind habe ich gelernt, etwas für andere zu tun, ohne eine Gegenleistung zu erwarten bzw. zu bekommen. Sie können dies handhaben, wie Sie möchten. Wenn Sie den anonymen Weg wählen, scheint Ihnen die moralische Sachlage klar zu sein.

Gruß Uwe

EINE GEFÄLLT MIR – DREISTIGKEIT

IMG_20160207_141410

 

Aufmerksamkeitsdefizit oder um was handelt bei dem obigen Schreiben? Das Bild im Beitrag vermittelt meine Einstellung zu diesem Like-Anspruch.

Via Mail-IP Vergleich konnte ich keine Übereinstimmung bei Kommentarenschreibern/innen finden. Für weitere Recherchen fehlen mir einfach die Lust und auch das Interesse. Ich finde, diese Person ist den Aufwand nicht wert.

Meine Frage an andere Blogautoren: Habt Ihr solche oder ähnliche Reaktionen auch schon erhalten und wie haltet Ihr es mit den GEFÄLLT MIR-Klicks?

(Ich bin gespannt)