UweImortBlog


9 Kommentare

Achtung Diebstahl

ACHTUNG DIEBSTAHL

Heute geht es mal nicht um ein lustiges Wortspiel. Am Samstag Nachmittag machte ich eine sehr unliebsame Erfahrung, ich wurde beklaut.

wpid-diebstahl3.png

Der Tag begann mit einem heftigen Kratzen im Halse, Husten, schnodderiger Nase und geschwollenen Augen. Auf der Arbeit warf ich das Handtuch. Die Bronchitis lag im Boxring klar nach Punkten vorn. Auch mein Chef sah wohl, dass ich die nächste Runde nicht durchstehen würde. Also nahm er mich nach zwei Stunden aus dem Ring.

Im selben Moment, in dem ich die Firma verließ, krachte ein heftiger Schauer vom Himmel. Das Haargel ran mir brennend ich die Augen. Mein faltenfreies Hemd klebte nach Sekunden wie eine schlabbrige Plastiktüte an mir und der Wind ließ meine Zähne klappern. „War ja klar“, ging es mir durch Mark und Bein. Es bedurfte einer (gefühlten 101 C°) heißen Dusche um mich wieder aufzuwärmen. Der Tag schien gelaufen, der Einladung zur Geburtstagsfeier ließ ich  sofort per Handy eine freundliche Absage zukommen. Danach gab es nur noch eines das mir wichtig war: mein Bett.

Fünf bis sechs Stunden später erwachte ich wieder. In eine Wolldecke eingemümmelt tapste ich in die Küche. Wo ich mit verdrehten Augen feststellen musste, dass sich in meinen Getränkevorräten nur noch ein paar Tüten H-Milch befanden. „Was auch sonst“, murmelte ich. Den ersten Durst stillte der kalte Fencheltee von Frühstück. Auch in meinem Kühlschrank zeugten rollende Strauchbüschel von gähnender Leere und ich könnte schwören, ich habe sogar einen heulenden Kojoten gehört. Die Woche hatte mir bislang noch keine Gelegenheit zu einem Einkauf gelassen. Ohne ein paar Not-Einkäufe würde ich am WE nicht auskommen.

Im Pkw vermittelten mir die verstopften Nasen-Nebenhöhlen den Eindruck, einen Motorradhelm zu tragen. Die Erkältung wechselte auf das nächsthöhere Level und an der nächsten Kreuzung wechselte der Blinker plötzlich den Herzrhythmus. Von einem gesunden KLICK-KLACK zu einem KLICKKLICKKLICKKLICK, jenseits der Grenze zur Lichtgeschwindigkeit. „War klar“, seufzte ich. Die Birne hatte sich wohl auch erkältet und nun verabschiedet.

wpid-diebstahl3.png

Am Konsumtempel angekommen, reihte ich mich mit dem Einkaufwagen in die Schlange vor dem Eingang. Das Fahrverhalten einiger Personen sorgte für erhitze Gemüter in der gesamten Aufstauung. Einige Leute schienen zu glauben, dass dort das Reißverschlussverfahren gilt. (Bis ganz zum Anfang der Schlange fahren und dort dann einordnen.) Mir war es schon egal, die Augen drückten und der Kopf brummte. „Jetzt nicht auch noch Streit“, dachte ich.

Im Trippel-Trappel Tempo ging es von den Süßigkeiten in Richtung Gemüse. Gedränge und ständig Auffahrunfälle mit dem Einkaufsvehikel, in dem langsam aber sicher Wasser, Brot, Champignons und ein Eis landeten. Mit großer Überzeugungskraft redete ich mir ein, letzteres wäre die ideale Heilunterstützung für meinen kratzigen Hals.

Da fiel mir meine offene Einkaufstasche ins Auge. Hatte ich diese nicht mit beiden Trageschlaufen an den Nippel vom ausklappbaren Kindersitz gehängt? Nun hing ein Tragegriff ausladend nach vorn, der Beutel weit geöffnet. Mein nächster Gedanke war: „Nicht auch das noch!“ Und tatsächlich, kein Inhalt im Beutel, von der portablen Bank keine Spur. Nachdem ich die Tasche umgestülpt und alle Einkäufe einmal von der Linken zur Rechten geräumt hatte, stand es fest.

ICH WURDE IM GEDRÄNGE ABGEZOGGT UND BEKLAUT!

wpid-diebstahl3.pngSchwer atmend packte ich das Eis zurück in die Truhe. Die restlichen Einkäufe landeten bei einer Mitarbeiterin. Die abenteuerlich Fahrt von der Käsetheke Richtung Ausgang erspare ich den Lesern/innen mal. Die informierte Kassiererin rief mir die Geschäftsführerin, bei der ich Name und Telefonnummer hinterließ. Hilfsbereit versprach man mir eine Rückmeldung, allerdings solle ich mir keine all zu großen Hoffnungen auf mein Bares machen. „Es ist gar kein Geld in der Börse“, konnte ich nur antworten und erntete von umherstehenden Kunden freundliche Worte der Anteilnahme. Kurz vor Ladenschluss beschloß ich auf jeden Fall zurückzukehren und den Mülleimer vor dem Eingang zu kontrollieren. Nicht das meine Papiere (Ausweis, Führerschein, Fahrzeugpapiere …) unbeabsichtigt in einer Müllpresse landeten.

Der herzrasende Blinker war mir mittlerweile scheißegal. Aber dann ließ mich die berüchtigte Bahnschranke in Recklinghausen Süd geschlagene 13 Minuten warten. „Danke auch hierfür!“, seufzte ich. Während der Wartezeit wurde ich mir eines starken Durstgefühls gewahr. Aber bei der Lösung dieses Problems geriet ich in eine Gedankenschleife, die mich zur augenblicklichen Situation zurückführte.

Endlich Daheim, Teewasser aufgesetzt, dann erst einmal die ec-Karte sperren, besser ist das! Noch bevor die Nummer der Hotline vor mir lag, dudelte mein Mobilknochen. „Was denn jetzt noch?“ Mittlerweile dröhnten meine Trommelfelle, jeder Perlentaucher hätte Hochachtung vor mir. Meine wehleidige Miene wurde dennoch schlagartig freundlicher. Wahrscheinlich hat sich sogar der Rest meines Körpers erschreckt, weil meine Lippen plötzlich lächelten.

„Ihr Portemonnaie wurde abgegeben“, klingelte es erfreulich in meinen Ohren. Die Anspannung des bisherigen Tages purzelte von meinen Schultern, wie die Last nach einem Speckstein-Großeinkauf. Während ich mir die Schuhe überstreife, klingelte es an der Haustüre. In meinem Hirn böllerte ich los: „Was, wer … ?“ Dem Gastgeber der Geburtstagsfeier hatte ich abgesagt aber den Kollegen, den ich mitnehmen wollte, hatte ich vergessen. Kurz entschlossen landete er zwecks seelischer Unterstützung auf dem Beifahrersitz. Denn es war immer noch unklar, ob Karten und Papiere sich noch in meiner Geldbörse befanden.

Glück im Unglück, sämtliche Karten und sogar das Kleingeld waren noch vorhanden. Dem Dieb schien an Hartgeld (1,83 € – Wechselgeld vom letzten Bäckereibesuch) wohl nicht gelegen. Ich bedankte mich mehrmals bei der Geschäftsführerin, die mir mein Kleinod übergab. Bastian, der Deutschland nur für wenige Tage einen Besuch abstattet, spendierte ich zur Feier des Tages Kaffee und Kuchen. Trotz betäubter Geschmacksknospen eine Wohltat.

So blöde es auch klingt: Der Tag hat dennoch positiv geendet. Es hätte auch ganz anders kommen können. Ich möchte nicht daran denken, welchen Aufwandt es bedeutet hätte, alle Papiere neu anzufordern. Oder welche Nerven mich eine missbrauchte ec-Karte gekostet hätte.

SONNTAG

Die Erkältung quält mich heute mehr denn je. Dennoch geht es mir innerlich besser. Abgesehen vom glimpflichen Ausgang der Einkaufgeschichte, sorgen einige Dinge für ein gutes Bauchgefühl. Mein Chef hat bemerkt, dass ich echt im Arxxx war und hat mich heimgeschickt. Meinem letzten Brötchengeber wäre dies schxxxegal gewesen. Die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter im Supermarkt, die auch ganz anders gekonnt hätten. Auch der nette Zuspruch der Kunden in meinem Missgeschick hat geholfen. Dann noch mein Kumpel, der seit Jahren im Ausland lebt. Wir sehen uns leider nur sehr selten. Dennoch hat er gleich angeboten (falls die ec-Karte weg wäre) den Einkauf finanziell zu stemmen.

Die Welt ist nicht nur voller Idioten, sondern auch voller hilfsbereiter Menschen. Ich habe überlegt, wie ich mich bei den samstagsgestressten Mitarbeitern des Discounters bedanken könnte. Ich habe beschlossen eine kleine Urkunde zu drucken, auf der ich meinen Dank zum Ausdruck bringen werde.

DANKE


6 Kommentare

Nachschub

SPECKSTEIN – In den letzten Monaten habe ich eine Menge Schlüsselanhänger und Spielzeuge aus diesem wunderbaren Material gefertigt. Darunter auch Kettenanhänger, Taschenschmeichler, Skulpturen und Türschilder. Also allerhand individuelle Geschenke und Andenken, die wie ich hoffe, lange erhalten bleiben. Doch langsam aber sicher benötigte ich Nachschub. Denn meine Vorräte aus dem letzten Einkauf neigten sich ihrem Ende zu.

image

Es gibt Nachschub, über das Internet habe ich eine neue Quelle für Seifensteine aufgetan. Via Onlineshop verkauft Dr. Olli das von mir benötigte kreative Grundmaterial. Natürlich kann sich dessen Garagen-Lager nicht mit dem Riesen (>GERSTAECKER<) nahe Köln messen. Allerdings liegt Dr. Olli gute 200 KM näher und auch er nimmt gerne Bestellungen in Form, Farbe und Größe entgegen. Da ich mir so stundenlangen Stau auf der A3 (Köln) ersparen kann, nehme ich sogar einen kleinen Aufpreis in kauf. Der Einkauf gestaltete sich außerdem sehr lustig, denn wir kamen schnell über Gott und die Welt ins Gespräch.

Mit frischen Steinen gewappnet, kann ich mich einem neuen Projekt widmen. Auf meine Liste steht:

PROJEKT ZIMMERBRUNNEN

image

In einem Secondhand-Geschäft konnte ich bereits eine Schale und eine gebrauchte Pumpe erstehen. Zum Probieren sicherlich komplett ausreichend. Ideen sind ebenfalls reichlich vorhanden. In den nächsten Tagen kann es losgehen. Ich halte euch auf dem Laufenden.


12 Kommentare

Wenn Werbung weh tut

Wenn ich am Samstag-Morgen unser Lokalblatt ausgelesen habe, was aufgrund seines Umfangs (6 Seiten) meist nach 10 Minuten erledigt ist, widme ich mich im Anschluss der Beilage. Die ausnahmslos aus Werbung besteht und deren Masse den der Nachrichten bei Weitem übertrifft. Genau genommen liegt die Zeitung der den Prospekten bei. Aber gut, das ist ein ganz anderes Thema.

Während schaumiger Milchkaffee meine Lippe passiert, schlage ich das Heftchen eines namhaften Discounter auf. Mein Blick fällt auf zwei Personen in einer Anzeige. Im ersten Moment scheint alles in Ordnung. Dann eine zweite und dritte Sichtung, unbewusst habe ich etwas wahrgenommen. Ich kann es nicht genau bestimmen, etwas stimmt ganz und gar nicht. Also schreite ich zur Analyse.

wpid-img_20140909_094221.jpgEin Accuschrauber wird beworben. Die Werbung zeigt uns eine Dame und ihren Liebsten bei der Heimarbeit. Während er das Befestigungsmaterial bereithält, bedient sie das kabellose Bohr- & Schraubgerät. Super, schließlich kann auch Frau anpacken. Das geht absolut in Ordnung.

Sie setzt den Schrauber auf die nackte Betonwand mit einem eingespannten Kreuzschlitz-Bit. Bitte was, tatsächlich Schraubbit & Betonwand?

Mit der flachen Hand schlage ich mir gegen die Stirn. Es fehlen Bohrloch, Dübel und … die Schraube. Sie beabsichtigt augenscheinlich, mit dem Schraubendreher-Bit ein Loch in die Wand zu popeln.

image

Fazit:
Seufz – die wunderbare Welt der Werbung. Gestellte Emanzipation, grenzdebiles Grinsen und Löcher, die mit dem Schraubendreher in das Gestein geknattert werden. Hier fehlt eindeutig ein Warnhinweis. Werbung kann gefährlich sein!


Hinterlasse einen Kommentar

Mein Speckstein Projekt (Teil III)

Mein Speckstein Projekt (Teil III)

 

wpid-2013-12-19-14.17.32.jpg

Stand zum letzten Artikel

Den heutigen Artikel veröffentliche ich aus gutem Grunde erst zu diesem Datum. Für die Vorwoche angekündigt, ist mir in letzter Sekunde noch etwas Wichtiges dazu eingefallen. Die Skulptur ist ein Geschenk für die gute Verena, damit sie deren fertige Version nicht schon vorher zu Augen bekommt, habe ich mich dazu entschlossen, Bilder der Endversion erst nach der Übergabe/Enthüllung zu veröffentlichen. Schließlich schnuppert Verena von Zeit zu Zeit hier hinein.

Letzte Fertigungsphase

imageViele Stunden Fein- & Feilarbeit habe ich nochmals in das Entfernen und glätten der Konturen investiert. Nach den Feilen kamen dann immer feinere Schmirgelpapiere zum Einsatz. Zu Anfang eine Körnung von 80, 120, 240 und abschließend Feuchtpapier mit 1200 Körnung. So habe ich eine geschmeidige Oberflächenstruktur hinbekommen. Auch gut zu sehen, (im Bild links) das ausgelöste Überbleibsel aus der Steinmitte.

Metallstifte einsetzen image

Zwecks sicherer Befestigung entschloss ich mich, das Oberteil nicht nur lose auf den Sockel zu stellen. Auf drei Metallstifte in der Bodenplatte kann nun das Tier aufgesteckt werden. Zuvor habe ich mit einer Schablone die Bohrlöcher für die Stifte auf beiden Elemente angezeichnet.

Gravur

Im Gegensatz zur vorherigen Version hatte ich mich entschlossen, das Bodenpodest zu drehen. Denn Verena hatte sich dann doch gegen eine frontseitige Beschriftung entschieden. Mit einem ganz simplen Filzstift habe ich die Buchstaben aufgetragen. Kinderfilzmaler lassen sich im Gegensatz zu Edding/Marker ganz einfach wieder entfernen. Mit feinen Bohrern habe ich den Schriftzug dann immer tiefer in den Speckstein hineingetrieben. Beginnend mit einem Durchmesser von 0,8 mm, mich dann auf bis 2,4 mm verbreitert. Die erste, feine Furche mit 0,8 verhindert ein verrutschen mit den späteren, erheblich breiteren Bohrern.

Nach der Gravur erfährt auch das Bodenstück ein abschließendes feilen und schleifen (wie oben beschrieben). Auch die Windungen der Gravur werden dabei nicht ausgespart. So das diese sich weich und gleichmäßig durch den Sockel ziehen.

image

Polieren

Bodenplatte als auch der Tierkorpus nahmen ein ausgiebiges 12-Stunden-Bad in feinstem Öl. Ich nutze dazu eine kleine Dose, die ich zu einem Viertel mit Steinöl fülle. Kurz abgetropft ging ich mit einem alten aber sehr weichen Lappen zu Werke. Zwar gibt es auch Polieraufsätze für den Bohrer, die ich aber in dieser Fertigungsstufe ungern einsetze. Denn all zu schnell können auch dabei noch Kerben in der Oberfläche entstehen. Wie beim Auto, von Hand poliert ist die sanfteste Methode.

So getränkt erlangt die komplette Figur einen angenehmen Duft und einen sanften, matten Glanz. Wenn ich nun mit dem Finger hinüberstreiche, sind keine rauen Stellen mehr festzustellen.

 

Tatzenabdruck

image

Ein kleines Gimmik (YPS Leser kennen diesen Ausdruck sicherlich) schien mir wichtig. Es sollte sich farblich abheben und dennoch zur Statue passen. So entschloss ich mich zu einem original getreuen Vielfraß Tatzenabdruck. Aus braunem Stein gefertigt und in die Vertiefung (oben zu sehen) über der Namensgravur eingepasst. Auch hier kamen nochmals alle Arbeitsschritte zur Anwendung. Anzeichnen, bohren, ausfeilen, schleifen, in Öl baden und letztendlich polieren. Nun noch alle Teile zusammenfügen und ich bin endlich …

 

fertig.

Am ersten Mail wartet nun die Vielfraß-Statue auf einer kleinen privaten Ausstellung in rotes Tuch gewickelt auf ihre Enthüllung. Diese hat also bei Verfassen dieses Artikels (21.04.2015) noch nicht stattgefunden. Und erfolgt erst im Laufe des Veröffentlichungstages dieses Artikels (01.05.2014).



Da bleiben nur noch zwei Dinge. Zu hoffen, dass der Vielfraß gut bei Verena ankommt und allen Leser/innen einen entspannten und schönen ersten Mai zu wünschen. Euer Uwe

 

 


Ein Kommentar

Mein Speckstein Projekt (Teil II)

Da plagt mich doch tatsächlich das schlechte Gewissen. Dabei bin ich nicht faul, das Gegenteil ist der Fall. Vor lauter Arbeit komme ich nicht dazu, überfällige Blog-Artikel zu verfassen. Jede Sekunde kann nur einmal genutzt werden und andere Dinge gehen leider vor. Angesichts des stressigen Alltags hatte der schnöde Mammon in den letzten Wochen Vorrang. Auch dem Specksteinprojekt konnte ich nicht so viel Zeit widmen wie gewünscht.
In der ersten Maiwoche findet eine kleine Ausstellung statt. Auf dieser möchte ich das fertige Werk präsentieren und Verena damit überraschen. Wenn auch recht winzig, soll die Enthüllung dort erfolgen. Bislang konnte sie noch keinen Blick auf das Werk werfen.

Nun bin ich wieder auf Kurs. Der Speckstein-Vielfraß ist um ein beträchtliches Stück erwachsen, auch lange geplante Artikel (Hörspiel-, Mittelalter und andere Ideen) stehen kurz vor ihrer Vollendung. Mittlerweile konnte bzw. musste ich schon neues Material für meine Ideen bestellen. Doch davon bald mehr. Jetzt erst einmal …

wpid-2013-11-16-12.16.15.jpg

Rohzustand

Staub in allen Ecken, Staub auf allen Kanten, meine Skulptur entwickelt sich immer weiter. In Teil I berichtete ich über die ersten Schritte, zur Linken ist nochmals der Stand zu Zeiten des ersten Beitrages zu erspähen. Mittlerweile ist eine Menge Werkzeug zum Einsatz gekommen. Der Speckstein für meine Freundin Verena musste ordentlich Masse lassen. Nach dem Aufzeichnen der Silhouette des Vielfraßes mit dem Marker-Stift ging es an das Eingemachte.

Wie gewünscht, (Kommentar unter dem ersten Teil), habe ich eine Menge Informationen über den Vielfraß zusammengetragen. In den nächsten Tagen erwarte ich ein Foto von Verena. Sie hat in den USA mit dem Kameraobjektiv jagt auf diese Spezies gemacht. Sobald ich das Bildmaterial eingetroffen ist, erscheint der Info-Beitrag. Ursprünglich wollte ich Wissenswertes über den Wolverine an diesen Beitrag anhängen. Doch die Recherche hat eine ganze Menge Stoff geliefert, so das ein eigener Artikel entstanden ist. Der Thementrennung und Übersichtlichkeit zu Liebe liefere ich bald nach.

wpid-2014-03-19-22.26.43.jpg

Multifunktion …

Speckstein Projekt (Teil II).

Weiter geht es …
image

… herauslösen

mit einem Multifunktions-Kleinbohrer (Bild rechts) habe ich entlang der angezeichneten Linien folgend die Figur nach innen zeigend ausgefräst (Bild links). Warum nur innen, erklärt sich ganz einfach. Nur der umzeichnete Bereich soll entfernt werden, darum bohre ich nicht über die Linien. Grundsätzlich handelt es sich um die umgekehrte Vorgehensweise zum Erstellen einer Statue. Dort würde ich überflüssiges Gestein außen entfernen.
Bei beiden Vorgehensweisen gilt: WENIGER IST MEHR. Einmal entfernter Stein kann nicht mehr angebracht werden. Ausbessern ist möglich, meist aber zu erkennen und liefert ein Zeugnis von der handwerklichen Fertigkeit des Künstlers.

Rückseite!

Nach dem Entfernen des groben Innenbereichs mit dem Bohrer kommen bei mir Raspel und Feile zum Einsatz. Auf den Elektrobohrer verzichte ich. Die Gefahr über eine der Linien hinaus zu fräsen ist zu groß. Bedient man sich normaler Feilen, ist dies mit ein wenig Übung praktisch ausgeschlossen.

Rückseite nicht vergessen! Zu Beginn sämtlicher Arbeiten sollte man darauf achten, im richtigen Winkel zu bohren. Bei schrägen Winkeln ergibt sich eine unsymmetrisch Rückseite. Eventuelle Bewunderer könnten die Skulptur auch einmal drehen …!?

wpid-2013-12-19-14.17.32.jpg

Innenleben herausgetrennt

Unten

Im nächsten Schritt habe ich die untere Kante des Steins begradigt (Bild unten). So das die Figur nun in der Waagerechten steht. Für das spätere Gesamtbild ist dies sehr wichtig. Nun habe ich noch den Wolkenstreifen (für alle die sich gefragt haben was das über dem Tier sein soll) wie zuvor beschrieben herausgelöst.

Damit beende ich diese staubige Angelegenheit für heute. Keine Sorge, den nächsten Teil gibt es schon binnen sieben Tagen.

 

 

 

 

 
 
 


8 Kommentare

Speckstein Projekt

Mein Speckstein Projekt …

geht heute an den Start. In Absprache mit meiner Freundin Verena steuere ich etwas Neues an. Vor einem Jahr hatte sie eine Statue für mich angefertigt. Nun möchte ich mich revanchieren. Im Januar hatten wir zusammen einen Speckstein Einkauf getätigt. So bewaffnet möchte auch ich mich an einem größeren Projekt versuchen. Eine Skulptur nach ihren Wünschen soll es sein.

Ihr schwebt die Silhouettenfigur eines Vielfrass vor. (engl. Wolverine). Einer von Aussterben bedrohten Tierart. Nun galt es, geeignetes Material auszuwählen.

image

Auf dem Foto ist der Rohblock für die Skuplktur zu sehen.

Nach Verenas Wünschen und Vorstellungen habe ich einen Speckstein gewählt und zugeschnitten. Zu diesem Zweck schickte sie mir ein paar Fotos und Bilder des Tieres per Mail zu.

Nun konnte ich mit dem Motiv beginnen. Eine erste Skizze auf Papier wurde mehrfach überarbeitet und schließlich auf den Stein aufgetragen. Allerdings handelt es sich auch dabei nur um eine Rohfassung. Denn Feinheiten füge ich erst kurz vor Beginn des Auslösens ein. Da zuvor erst Platzierung und Positionierung auf dem Stein abgestimmt werden müssen.

image

Shilouette

image

Übertragen auf den Stein.

Mit einem Schreiber habe ich die zu bearbeitenden Bereiche markiert.  Im nächsten Schritt folgt das sägen und lösen der Figur und die Anpassung an den Sockel. Dabei wird sehr viel Staub und Schmutz entstehen. Aber das wird sich nicht vermeiden lassen. Fortschritte findet ihr hier in Kürze.