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Wuschel-Fussel-Fell Nachwuchs

Drei Mal eine Handvoll Kaninchen. Vor einigen Wochen bot ich mich als Ziehvater an. Eine gute Bekannte bekam ...

Wuschel-Fussel-Fell Nachwuchs.

Mit Bildern und einigen Zeilen fasse ich den Start unserer ungewöhnlichen WG zusammen. Nach der 10. Woche, (erst danach soll man die Kleinen vom Muttertier trennen), tauchte meine Bekannte mit einer Plastikbox bei mir auf. Ich gut vorbereitet, begrüßte die winzigen Chaotchen. Genauer gesagt drei Herren, was sich zu diesem Zeitpunkt allerings noch nicht feststellen lies.

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Mag es draußen noch so nass, kalt und grau sein. Seit die Drei aus der Box in Ihr Domizil gezogen sind, geht bei mir jeden Morgen die Sonne auf. Klingt kitschig? Soll es auch, schließlich will ich mit diesem Bericht Herzenswärme verteilen. Für jene, die diese Zeilen nur lose überfliegen und nicht in die Magie der Buchstaben eintauchen, sind Fotos angeführt. Heute gibt es die volle Breitseite Chaotchenankunft.

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Die Integration in meine Rieten und täglichen Abläufe hat gut funktioniert. Kaninchen sind was dies betrifft ziemlich gemächlich.

In den ersten Tagen wollten die Herrschaften ihre vergitterte Mehretagenwohnlandschaft nicht verlassen. Zurückhaltend und übervorsichtig wurde jede Bewegung im Raum beobachtet. Von mir in den Käfig gehaltene Finger wurden allerdings überschwänglich abgeschleckt. Ein wenig Sympathie scheint also vorhanden. Vielleicht auch wegen der vielen Stunden, die ich mich zur Eingewöhnung vor den Käfig legte. Da bleibt viel Zeit um sich aneinander zu gewöhnen. Für mich die Möglichkeit, um mal wieder zu einem Buch zu greifen.

Bei Seite 795 (Tag 3) notierte ich den ersten mutigen Ausflug. (FOTO) Neugierde oder Fluchtgedanke? Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich einen Großteil der Buchseiten laut vorgelesen habe, um sie an meine Stimme zu gewöhnen? Jedenfalls nutzten die Herrschaften freiwillig das geöffnete Gatter zur Flucht?. Vielleicht hat das knackige Frischfutter sie auch gelockt?

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Alles halb so schlimm, die Luft vor dem Käfig hat sich als genau so ungefährlich wie innen erwiesen. Mit Salat, Paprika, Brokkoli und Co. habe ich das Trio täglich weiter hinausgelockt. Nach fünf Tagen hat sich das Problem allerdings verkehrt. Sie kamen aus dem Käfig heraus, mussten nun aber lernen, am Abend wieder hinter den Gitterstäben zu verschwinden. Da ich rein gar nix von Verfolgungsjagden oder Humherscheuchaktionen halte, nutze ich die erwähnte Lockmethode auch umgekehrt. Liebe geht auch bei Kaninchen durch den Magen. Als Anreiz für die allabendliche Rückführung nutze ich ebenfalls Leckerchen. Jeder Tierbesitzer kennt das gaaaanz bestimmt. Einmal rascheln, schütteln oder knistern, schon steht der Liebling parat.  So verschwinden meine Chaotchen freiwillig im Käfig. Aber wer von uns könnte einem knackigen Snack zur Schlafenszeit schon widerstehen?

Dazu muss ich sagen, dass unsere Nächte ziemlich ruhig sind. Keine Gefängnisrevolte, keine Näpfe, die an den Gitterstäben entlang rattern. Dies liegt vielleicht am Lavendelheu, das ich den Dreien spendiert habe. Davon erhalten meine Hoppler vor dem: „Licht aus, jetzt wird geschlafen!“, stets einen großen Haufen. Am folgenden Morgen findet sich davon stets ein Teil auf, um und in den Kaninchen wieder. Der angenehme Nebeneffekt, die Herren duften selbst wie Lavendelkissen.

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Allmorgendlich werfe ich meinen elektrischen Staubdiener an, um vor den Käfigen für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Anfangs erntete der Saugfuß böse Blicke aus dem Käfig: „Leg dich bloß nicht …“. Mittlerweile hat man sich aneinander gewöhnt, fast schon Freundschaften geknüpft. Und nur weil der Pfeifkasten angeworfen wird, verschwindet man schon lange nicht mehr im Käfig.

Eine für alle Beteiligten, aufregende erste Woche. Demnächst mehr von der … Wuschel-Fussel-Fell-Front.

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Prinz, Oskar und Lukas

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Zuwachs mit Fell

Seit einigen Wochen ist es in meinen vier Wänden enger geworden. Zusammenrücken ist angesagt. Es gab …

ZUWACHS MIT FELL.

Drei Möhrenmümmler wurden von mir in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen. Allesamt kleine Chaoten, die mich ganz schön auf Trab halten. Die unerwartete Kaninchenvermehrung einer Bekannten ließ mich alte Käfige vom Dachboden schaffen. Mein wunder Punkt, meine Schwachstelle bei der ich nicht wiederstehen konnte. Liebe, treue Äuglein, dazu sehr erfinderische Gemüter. Stets darum bemüht, mir Klettermöglichkeiten zu präsentieren, die bislang unentdeckt gelieben sind. Das sind meine … Chaotchen.

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Von Links: Prinz, Oskar und Lukas.

Ja ja … jeder Ungeheuerbesitzer kennt das. Alles was die gefiederten, geschuppten oder befellten Mitbewohner anstellen, hinterlassen oder zerstören, wird anfangs zur Abenteuerstory, die möglichst jedem mit überschwänglicher Begeisterung aufgezwungen wird. Kannte ich dies bisher nur von Jungmüttern- und Vätern, habe ich diese Eigenschaft nun an mir selbst entdeckt. Es fällt mir tatsächlich schwer, mich da zu bremsen. Dabei habe ich früher gern die Ohren verdreht und mit den Augen gewackelt (oder umgekehrt) wenn jedes Babyhäuflein zum Kunstwerk erklärt wurde.

Nüchtern betrachtet läuft alles bestens. Sie fressen ordentlich, springen vergnügt umher und spielen ab und an Gitarre (ganz selten). Das tägliche Staubsaugerritual hat dafür gesorgt, dass mit dem brummenden Pustekasten Freundschaft geschlossen wurde. Jedenfalls interessiert es die Herren nicht das Böhnchen, wenn ich mit dem Saugfuß um sie herum den Teppich knutsche.

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Renovierung

Da bin ich dann auch schon bei meinem einzigen Problem mit den Halbstarken angekommen. Da sie Auslauf über mehrere Quadratmeter genießen, ist es unvermeidlich, dass Streu, Heu und Stroh beim stetigen Hinein- & Hinausschleppen überall kunstvoll drapiert werden. Der Saugakt (das liest sich jetzt irgendwie merkwürdig) selbst stellt keine Arbeit für mich dar. Allerdings leidet der Teppich in nicht unwesentlichem Maße. Besonders feine Gräser wühlen sich in die feinen Maschen und krallen sich dort mit aller Macht an die feinen Fasern.  Einige Teppichstellen sind bestimmt schon hauchdünn gescheuert, so oft knattert das Saugrohr darüber. „Bei solchen Haustieren verlegt man auch keinen Teppich …“ oder „… wie unhygienisch!“ wurde es mir schon um die Ohren gehauen. Aber der Teppich wurde natürlich lange vor dem Zuwachs verlegt.

Gaaaanz so unrecht haben die Bekannten natürlich nicht. Decken oder Pappe kommen als Teppichschützer nicht infrage und werden binnen Minuten abgeräumt. Scheinbar schätzen meine Drei einen farbenfrohen Untergrund.

Nun ist der flauschige Untergrund schon viele Jahre alt. Eine Neuanschaffung stand schon bei der kürzlich zurückliegenden Renovierung im Terminkalender, musste aber nach vorne verschoben werden. Jetzt sage ich mir: WAS FÜR EIN GLÜCK!

Zur Renovierung hatte ich meine Schlappohren noch nicht auf dem Schirm. Nun ist klar, was den Boden demnächst schmücken wird. PVC-Belag scheint mir die optimale Wahl. Keine Spalten oder Lücken, gut zu saugen und auch zu wischen. Ich hätte mich auch dunkellila geärgert, wäre neue Auslegeware schon vor Monaten angeschafft worden. Nur um jetzt wieder ausgewechselt zu werden.

Bis der neue Belag da ist, werde ich jeden Tag die Dekoration wegsaugen, die von den Dreien verteilt wird. So haben wir halt alles etwas zu tun.

Langeweile, nicht mit uns!


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Tierisch eingekauft

Der letzte Beitrag liegt schon einige Tage zurück. Gesundheitliche Unpässlichkeiten sorgten dafür das ich das Bett hüten musste. Einige geplante Projekte standen hinten an und warteten seither auf ihre Umsetzung. Dies bin ich nun angegangen und habe

tierisch eingekauft!

Die Vorbereitungen laufen. Am 05.2.2013 berichtete ich aus dem Tierheim (LINK). Ein neuer, tierischer Mitbewohner soll(te) es sein. Nach einigen Überlegungen habe ich mich für Kaninchen entschieden. Nun galt es die Voraussetzungen für diese Familienvergrößerung zu schaffen.  Zu diesem Zwecke habe ich tierisch groß eingekauft. Groß nicht im Sinne eines hohen Geldbetrages, wobei es sich auch bei der Kaufsumme um kein Taschengeld handelte. Groß war vor allem der…

wpid-2013-02-02-14.18.55.jpgKäfig.

Rund 100 cm x 100 cm machten mir hartnäckig Probleme, trotz helfender Hand von Alina. Selbst im abgebauten Zustand wollte die Kompaktwohnung für Hoppelhasen nicht durch die Heckklappe in das Wageninnere. Anstrengende Umbauarbeiten folgten, Flüche über die filigrane Millimeterarbeit schallten. Die Seitentüren erwiesen sich als rettende Lösung. Letztendlich ließ sich das Behältnis unter Aufbietung der Muskelkraft hinter die Vordersitze zwängen. Streu und Heu fanden knapp bemessenden im Fußraum des Beifahrersitzes platz. Selbst hinter dem Lenkrad wurde es eng für mich. Die Sitze mussten bis ganz nach vorn geschoben werden, mit entleerten Lungen und eingezogenem Bauch trat ich die Heimfahrt an.

Fortsetzung folgt…