UweImortBlog


4 Kommentare

Gewonnen

Bevor am Donnerstag ein neuer Bericht aus der Serie: Abenteuer Urlaub folgt, heute ein kleiner aber sehr erfreulicher Einwurf.

wpid-img_20150823_214509.jpg

DER PURE ALPTRAUM – Thriller mit Ryan Reynolds und Ben Kingsley …

las ich es letzten Mittwoch im Recklinghausener Lokalblättchen. Die Stadtspiegelredaktion spendierte dem Kinofilm SELF/LESS einen kurzen Artikel, gefolgt von einem kleinen Gewinnspiel. Zwei kostenlose Kinokarten für die Freitagabendvorstellung winkten fleißigen Schreibern. Schnell verfasste ich eine E-M@il, um mit in den Glückstopf zu gelangen.

Bei der Auslosung am Freitagmittag war ich unter den Gewinnern. Am Abend saß ich dann erwartungsvoll mit Freunden in der Aufführung. Für sie war es eine Überraschungsvorstellung, denn ich hatte ihnen nicht verraten in welchen Streifen es gehen sollte.

Abschließend muss ich gestehen, ich mag es zu gewinnen. Das gibt ein tolles Bauchgefühl und schafft gute Laune.


Hinterlasse einen Kommentar

Goodbye Mr. Spock

Am 27.02.2015 begab sich Schauspieler Leonard Nimoy auf den Weg zu neuen Horizonten. Doch diesmal ist es eine Reise ganz anderer Art. Weder Shuttel noch Warpantrieb befördern den weltweit bekannten Darsteller auf neue Abenteuer des Raumschiff Enterprise. Nimoy hat seine letzte Reise angetreten. Seine Enkelin informierte via Twitter die Öffentlichkeit vom  Tode des Leinwandhelden.

wpid-spock-ii.png.png

Ein Schauspieler, den die meisten Menschen unter einem anderen Namen kennen. Dem die enorme Identifikation mit der Rolle des Mr. Spock, durch das Publikum, scheinbar zum Verhängnis werden sollte. Denn Angebote für neue Rollen blieben nach dem Ende der TV-Serie über Jahre aus. 1975 erschien ein Buch, das den spitzohrigen Vulkanier wie einen Fluch darstellte, den er nicht mehr los wurde. 

Erst 1995 offenbarte Leonard Nimoy in seinem Buch (I am Spock) seinen Sinneswandel. Letztendlich hatten ihm die Kinofilme der Originalbesatzung, Auftritte in Star Trek Ablegerserien und als Zeitreisender Spock in den neu aufgelegten Kinostreifen zu Erfolg und Wohlstand verholfen. Nicht zu vergessen, die zahllosen Convention, in denen er vor Fans agierte und z. B. von den Dreharbeiten berichtete.

Auch wenn er sein Leben lang auf diese Rolle reduziert wurde, sie darf wahrlich als Meilenstein der Filmgeschichte bezeichnet werden. Letztendlich bewies er selbst in Musikvideos und TV Spots, dass er sich auch selbst parodieren kann.

Nimoys folgen über 1 Million Menschen auf Twitter, weltweit ist unendlich vielen Menschen der Vulkaniergruß vertraut, von den spacigen Abenteuern ganz zu schweigen. Mit seinem Gesicht verbinden Personen allen Alters, Nationalität, Hautfarbe und Religion logisches und ehrenhaftes Verhalten. Das Alien vom Vulkan war mehr als nur eine Rolle, für ihn und auch für uns.

Okay, okay … eigentlich wollte ich keine große Story aus diesem traurigen Anlass basteln.

Dieser Mann hat geschafft, wovon viele reden. Er hat Generationen inspiriert, hat Werte hochgehalten und vermittelt. Er gab dem, was er darstellte Leben und Authentizität. In meinen Augen ein Schauspieler, wie es sie heute kaum noch gibt. Vielleicht betrachtet er uns nun von einer höheren Warte aus. Ich möchte ihm nur noch eines mitteilen:

„Sie haben mein Leben berührt und meinen Lebensweg beeinflusst Mr. Nimoy. Ich wünsche ihnen auf der nun angetretenen Reise alles Gute.“

wpid-spock-ii.png.png

GOODBYE MR. SPOCK


Hinterlasse einen Kommentar

X-MEN

Oh, da ist ein Bericht der dringen raus muss. Obwohl ich schrieb, dass es erst in der nächsten Woche weitergehen soll, jetzt schon mal ein Kinobeitrag. Viel Spaß.

X-MEN

Vor einigen Wochen (27.05) besuchte ich das örtliche Kino. Leider komme ich erst heute dazu, zu berichten. Trotzdem möchte ich euch meinen Senf nicht vorenthalten. Dann auf ins Abenteuer, denn…


ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT.


image

Mit einigen Freunden im Schlepptau wurden die Kinokarten gelöst. Unsere Tickets für die Zeitreise im Marvel-Universum waren nicht günstig. Überlängen- & 3D Zuschlag ließen den Preis sehr üppig ausfallen. Dennoch, mit Spannung habe ich diese Fortsetzung erwartet. Unlängst outete ich mich als Kenner der XMEN Comics, Zeichentrick, Anime und Actionfiguren. In den vergangenen Jahrzehnten verfolgte ich die mehr oder minder nahe am Original angelegten Verfilmungen.

Die bisherigen Unterschiede zwischen Comics und Verfilmungen (Kostüme, Ausstattung aber auch Handlung) mögen bislang für penible Fans ärgerlich gewesen sein. Sie werden mit diesem 5. TEIL allerdings erklärt und was mir noch wichtiger erscheint, sie werden durch einen gekonnten Seitenkniff ausgebügelt. Doch der Reihe nach, ich greife vor.



Vorweg hatte ich mich allen Informationen, Rezensionen und Trailern zum Film erfolgreich entzogen. Ich wollte mich unvoreingenommen in den Kinosessel kuscheln und überraschen lassen. Gespannt, von Vorfreude und dem Unbekannten ging das Licht aus. Ich wurde endlich mal wieder positiv überrascht.

Wer sich den Film noch anschauen will und nichts über die Handlung erfahren möchte, der möge den bläulichen Spoilerbereich überspringen.

Achtung: SPOILER ON ————————————————————–

DIE HANDLUNG

Ein wenig in der Zukunft. Die Welt, wie wir sie kennen … irgendetwas ist schief gelaufen. Wir erfahren, dass die Ereignisse seit dem Jahre 1973 nicht mehr so verlaufen, wie es besser gewesen wäre. (Und wie wir die Realität heute kennen).

#1 – Die Zukunft

Der Filmanfang hat mich merklich erschreckt. Patrick Stewart wirkt einfach schlapp, bleich und seeeehr alt. Dieser Schauspieler tut der Rolle nicht gut. Und nur sein Name hat ihm diesen Job verschafft, grummelte ich mir in den Bart. Doch weit gefehlt. Schnell wurde mir klar: Alle Mutanten sind aufgerieben, abgehetzt und fertig. Der tägliche Kampf ums Überleben hat selbst die einst verfeindeten Führer Magneto und Professor X vereint. Und die Protagonisten sind mit Absicht so „fertig“ gestaltet. Dies bewies mir, dass dies sehr glaubhaft gelungen ist.

Woverine wird via Raumzeit-Dings Bums- StrahlenZisch und Mutantenkraft in das Jahr 1973 zurück gespült. Um dies den ganzen Film über dramatisch zu halten, muss stetig Mutantenkraft abgestrahlt werden. Während einer nach dem anderen Mutanten gegen die Sentinals erfolglos antritt.

#2 – Die Vergangenheit

Logan muss verhindern das Raven alias Mystic den Konstruktor der Roboter tötet. Dazu nimmt er Kontakt zum jungen Charles Xavier (1973) auf. Es gilt erst mal den jungen M. Lehnsherr (Magneto) aus einem Gefängnis zu befreien. Denn nur mit ihm zusammen kann Xavier Raven aufhalten.

Im Durcheinander tritt noch eine dritte Partei auf den Plan. Noch mehr Mutanten erschweren Logans Auftrag. Und selbst als Mystic aufgehalten werden kann meint es das Schicksal nicht gut mit der Zukunft. Immer wieder ändert sich die Zukunft zum Negativen hin. Ein recht interessantes und nicht immer vorausschaubares Intrigenspiel zwischen allen Mutanten beginnt.

In letzter Sekunde (wen wundert das noch), erweist sich Raven als das, was sie immer war. Als verängstigtes aber mutiges Mädchen, das den Willen hat etwas zu verändern. Sie rettet durch wahren Heldenmut den US Presi und schlägt somit eine Brücke für ein Verständnis.

#3 – alternative Gegenwart

Wuschhhh … Logan steht in der Mutantenschule. Und Patrick Steward ist endlich wieder straff und die Mutanten gerettet.

Achtung: SPOILER OFF ————————————————————-

–TRAILER–

POSITIVES

Der Film besitzt viele Highlights! Ein Passender Spagat zwischen Humor, Ernsthaftigkeit und Mutantenkräften ist gelungen. Der Film verkommt nicht zu Effekte-Schlacht. Diese sind genau richtig portioniert. Besonders die Beweggründe aller Mutanten und Personen bleiben nachvollziehbar. Außerdem führt uns dieser Film eines besser vor Augen, als alle anderen Teile. Niemand ist wirklich böse, es gibt kein Schwarz/Weiss in der Welt.

Gespickt mit Insidern ala Quicksilver, Stryker und unzählige andere Kleinigkeiten bekommen Comicleser eine Extraportion Fun. Auch erfährt der Zuschauer, was mit einigen Charakteren aus den Teilen zuvor geschehen ist.

Dieser Film schlägt einen Bogen und bildet eine Verbindung zu allen anderen 4 X-MEN Teilen. Auch die Mitarbeit der Schauspieler liefert ihr übrigens. So sehen wir nicht nur Sir Ian McKellen in seiner Rolle wieder. Auch Michael Fassbender (junger Magneto), Hale Berry (Storm) und das junge Beast (Nicholas Hoult) und viele andere glänzen wieder. Als dickes Sahnehäubchen oben auf tritt (Peter Dinklage) als Robotodesigner Bolivar Trask in Erscheinung. Und dürfte den Zuschauern auch als Tyrion Lannister (Zwerg) aus Games of Thrones bekannt sein.

NEGATIVES

Natürlich gibt es auch ein paar Minuspunkte zu vergeben. Das Filmgeschehen ist nicht mit der Comicvorlage konform. Das kann sauer aufstoßen ist für mich aber nur ein Haar in der Suppe. Dennoch kann ich verstehen, dass einige Fans in diesem Punkt keinen Spaß verstehen. Dieser Film erzählt eine ganz eigene Geschichte. Außerdem gibt es wieder einige Logiklöcher. Diese werden aber wie selbstverständlich überspielt, und gehen in der recht flotten Handlung unter.



FAZIT

Der Film macht einfach Spaß, behält dabei Köpfchen. Nebst Superkräften und Action bedient man sich nachvollziehbaren Schicksalen. Ein Film, den ich mir sicherlich noch einige Male ansehen werde, soviel ist sicher.

 

 

 

 

 

 

 

 


4 Kommentare

BANK JOB

Nein, ich habe nicht den Job gewechselt und verdiene meinen Lebensunterhalt in einem Geldinstitut. Es ist wieder mal Zeit für einen kleinen Filmtipp. Nicht neu (aus 2008) aber eine absolute Empfehlung. Dessen Rahmenhandlung aus dem Jahre 1971 stammt.

BANK JOB

 

image

Ja, das Bild steht absichtlich auf dem Kopf

Jason Statham dürfte vielen bereits aus Kinohits wie Crank und Transporter ( je div. Teile) bekannt sein. In diesem Film stellt er wieder einmal alles auf den Kopf.*

Ich erspare uns mal die Auflistung, wer wo Regie geführt und welche Schauspieler sonst wo brillieren konnten. Und wechsele direkt zur Beschreibung bzw. Besprechung.

– Und gleich vorweg, nein dieser Film lebt nicht allein von Jason Statham –

Drehen wir die Uhren einmal in das Jahr 1971 zurück! Fertig, na dann los:

Londo, der abgehalterte Autoverkäufer Terry (J.Statham) beteiligt sich mehr oder minder freiwillig an einem wahnwitzigen Projekt. Martine kann ihn für den sorgsam geplanten Einbruch in die Lloyds Bank gewinnen. Ein Team von Einbruchsspezialisten lässt anfangs den Verdacht aufkommen, hier handelt es sich nur um einen neuen Aufguss von Ocean’s Eleven. Aber weit gefehlt, hier geht mehr und steht einiges Kopf.

Schon binnen kurzer Zeit ist der Coup gelungen und sämtliche Schließfächer im unterirdischen Bunker in der Baker Street aufgebrochen. Die Zeit drängt, kaum Gelegenheit um die Kostbarkeiten zu sichten. Doch nebst Geld und Geschmeide fallen den Einsteigern noch einige Unterlagen in die Hände. Akten und Fotos, welche die Lage erheblich komplizieren. Das Aufteilen der Beute wird zum geringsten Problem.

In einem rasanten Katz und Maus-Spiel tauchen bald neue Statisten auf. Schließlich schlummerte so manches unbequeme Geheimnis in unfreiwillig geöffneten Schließfächern. Die Jagdt auf Terry und seine Kumpel ist eröffnet. Bank und Polizei sind da noch die angenehmsten Zeitgenossen, Geheimdienst, Königshaus und Gangster fahren ganz andere Kalieber auf.

Als Vorlage für diesen Film diente der legendäre Bankraub von 1971. Natürlich um einige, brisante Zusätze angereichert. Roger Donaldson (Regie) liefert mit diesem Streifen etwas Handfestes ab. Die Zuschauer erwartet mehr als nur stetige Ballereien und Explosionen. Eine packende Story mit Verwicklungen, Verrat, Spionage, Komplotte im Mix mit sympathischen Charakteren und witziger Action. Dazu ein Ambiente, jene die 1971 erlebt haben werden sich zurückversetzt fühlen.

FAZIT:

Ich möchte nicht zu viele Einzelheiten verraten. Denn der Reiz dieses Filmes liegt zu 33,3% in der Handlung. Etwas, dass dieser Tage nur noch wenig Filme vorweisen können. Weitere 33,3% tragen weitere Akteure wie Saffron Burrows, Daniel Mays, Stephen Campbell Moore James Faulkner bei. Oben auf eine ordentliche Portion (33,3%) brenzliger Situationen und Action. Also absolut knackige, spannende und sehenswerte 107 Minuten aus dem Jahre 2008.


Hinterlasse einen Kommentar

Kinobesuch ELYSIUM

Ein Kinobesuch stand auf dem Programm. Mit Freunden ging es in den Film …

elysium logo

Das Jahr 2154, die Erde ist hoffnungslos überbevölkert. Mega-Konzerne beuten die Bevölkerung aus und haben die Weltwirtschaft fest im eisernen Würgegriff. Das Recht des Stärkeren bestimmt den täglichen Überlebenskampf um Lebensmittel, Arbeit und Wohnraum rund um den Erdball.  Die High Society hat sich ein gewaltiges Areal in den Sternen geschaffen, eine gigantische und begrünte Sphäre namens Elysium. Elysium ist ein Paradies mit Wäldern und Meeren, Krankheiten und körperlicher Verfall sind „dort“ ausgemerzt. Ein überlegenes Waffensystem schützt die Ruhe der wohl Betuchten und verwehrt Unbefugten den Eintritt.

Nachdem Max (Matt Damon) bei einem Arbeitsunfall verstrahlt wurde, bleiben ihm nur noch wenige Tage. In seiner Not übernimmt der Ex-Gangster einen Insiderjob. Gestohlene Datentickets für Elysium sollen ihm die rettende Heilung ermöglichen. Doch statt des erhofften Einreisecodes für die Raumstation erbeutet Max weitaus brisantere Daten. Fortan sind Cyborg-Söldner im Auftrag der Verteidigungsministerin (Jodie Foster) hinter (den Daten in) seinem Kopf her. Ein Kampf gegen die Zeit entbrennt …

Den Zuschauer erwartet ein unangenehmes und vollends ausgearbeitetes dystopisches Weltbild. Die Erde, ausgebeutete und überbevölkert, nach einem sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenbruch. Der niedere Mob wird von Maschinen und künstlicher Intelligenz nach dem Zero-Toleranz-Prinzip kontrolliert. Menschlichkeit scheint zwischen Armut, Hektik und Schmutz auf der Strecke geblieben zu sein. Bedrückend, erschreckend und beängstigend, bis auf winzige Ausnahmen, unangenehm realistisch.

Der Film begeht nicht den Fehler, Elysium als bösartige Klischee-Gesellschaft darzustellen. Vielmehr wird eine humanistische (untereinander), in familiären Werten gefestigte Wohlstandsgesellschaft der oberen 10 000 präsentiert. Diese ist allerdings darauf bedacht, Besitz und Wohlstand für sich selbst zu sichern. Eine Sichtweise, derer sich viele Zuschauer sicherlich anschließen können, nachdem sie die Zustände auf dem Planeten kennen.

MEINE MEINUNG –

FilmMögen Gesellschaft und Szenario auch glaubhaft sein, an einem mangelt es dem Film gewaltig. Matt Damon scheint Nichtschwimmer zu sein. Ihm fehlt jeglicher Tiefgang und Einfühlungsvermögen. Den Freischwimmer scheint er nicht einmal für ein Goldfischglas zu besitzen. Vergebens wartet der Zuschauer auf charakterliche Feinheiten oder glaubhafte Wesenszüge.  Matilda (Emma Tremblay), die Tochter seiner Filmpartnerin sticht Damon mit wenigen Sätzen aus. Max bleibt stumpf, stellenweise holzig und eindimensional. Seine zwei Gesichtsausdrücke kennen wir seit Good Will Huntig.  Wer damit kein Problem hat, wird über die größte Schwäche dieses Filmes hinwegsehen können.

Alle anderen Schauspieler liefern eine akzeptable bis großartige Leistung ab. Jodie Foster stemmt die Bürde von Verteidigungsministerin Delacourt grandios. Skrupellos geht sie über Leichen, ihre Beweggründe bleiben dabei absolut plausibel.

Auch Maxwell Perry Cotton, in Rückblenden aus Kindertagen, versteht es Damon an die Wand zu manövrieren und dies, ohne merkliche Leistung zu zeigen. Kaum wiederzuerkennen ist Cyborg Kruger, alis Sharlto Copley. Dem Zuschauer besser bekannt als Wikus Van De Merwe (District 9). Den smarten Schwächling tauscht er hier gekonnt gegen einen sexistischen und gnadenlosen Söldner. Eine überzeugende Alice Braga, bekannt aus I Am Legend, Predators und Repo-Man, übernimmt den weiblichen Part einer alten Freundin, der nur die Tochter Martha wichtig erscheint. William Fichtner als Konzernvorstand Mr. Carlyle, Diego Luna, Josh Blacker und Wagner Moura runden ein gelungenes Umfeld an Mitstreitern, Halunken und Gegnern ab. Der Film setzt den Schwerpunkt dennoch auf Action, Ballerei und ausgefeilte CGI, statt auf Charakterrollen.

Regisseur Neill Blomkamp hat dem Werk (s)einen Stempel aufgedrückt. Zu Recht wird es mit dem Prädikat:“Vom Regisseur von District 9″ beworben. Seit dem Jahr 2000 (Dark Angel) beschäftigt ihn der dystopische Schauplatz. Nach District 9 hat Blomkamp erneut (s)ein geschicktes Händchen bewiesen. Für Elysium wurden Großteile der District 9 Filmcrew und ein Teil dessen Cast übernommen. Was dem Streifen gutsteht und sicherlich runder erscheinen lässt.

Komponist Ryan Amon steuerte einen treffend tristen, bestens auf das Szenario abgestimmten Soundtrack bei. Dieser unterstreicht gekonnt die Stimmungen, gibt Actioneinlagen und depressiven Anteilen gleichsam den passenden Klang.

Es hapert an … (Vorsicht Spoiler)-

Logiklöchern, die weite Teile des Filmes perforieren.

  • Polizei, Sicherheitskräfte, Justizsystem und Drohnen – allesamt voll automatisierte, intelligente Roboter. Raumschiffe im All (???) müssen aber via Raketenwerfer von Hand (!!!) abgeschossen werden. Hier schien man die Notwendigkeit von Söldnern rechtfertigen zu müssen.
  • Die Söldner haben plötzlich die Ultra verschlüsselten und geheimen Daten aus Max Kopf auf dem Bildschirm (?) … wozu dann noch ein Download und ein vermeintlicher Opfergang? Elysium hätte Max auch einfach von vielen Robotern verhaften lassen können. Die Söldner dienen nur als Mittel zum Zweck, um Mutter und Kind gefangen zu nehmen.
  • Elysium-Technik verhindert jede Art Krankheit und kann tote, zerrissene Körper reparieren und wiederbeleben. Ein Hirn-Datendownload ist aber unumkehrbar tödlich? Ein unglaubwürdiges Stilmittel, das scheinbar nur dem Selbstzweck gereicht.
  • Der Präsident verfolgt Max persönlich zum Computerraum und hämmert theatralisch mit den Fäusten gegen die Panzertür. Eigentlich kann er nichts von der Verschwörung wissen und stellt sich außerdem vor seine Soldaten und … NEIN, NEIN, NEIN … NEIN.

Und vieles mehr …

Fazit

110 minütiges Science-Fiction-Spektakel, ohne Hänger. Das bedrückende Szenario und die perfekte Animation rücken Schauspieler und Logik in den Hintergrund. Action und Ballerei sorgen jedoch dafür, dass dies unbeachtet bleibt. Popkornkino, das auch im Nachhinein die Hirnwendungen ein wenig beschäftigt.

LINK:

elysium logo


5 Kommentare

INTO DARKNESS im Kino

STAR TREK

INTO DARKNESS

Am Donnetstag, den 09.05. ist es so weit…

in den örtlichen Programm-Kinos und Multiplexen läuft der neue Raumschiff Enterprise Film: Star Trek Into Darkness an.

[Artikel vom 11.12.2012] <- Link

[Artikel vom 09.01.2013] <- Link

Wer seinen Appetit ein wenig anregen mag schaue in die oben hinterlegten Links. Dort halte ich weitere Trailer und Informationen zum Film bereit. Spoiler braucht niemand zu fürchten, da die Handlung bislang ein gut gehütetes Geheimnis darstellt. Und auch ich nur Vermutungen anstellen konnte.

Bleibt zu hoffen das der deutsche Voice-Cast des Trailer nicht mit dem eigentlichen Film identisch ist. An die Stimmen aus dem ersten Remake-Kinofilm habe ich mich gewöhnt und auch Benedict Cumberbatch ist in der deutschen Synchron durch einen anderen Synchronsprecher gut vertreten. Doch ist es keine Seltenheit das Musik und Stimmen in Trailern abweichen.


2 Kommentare

HOTEL TRANSSILVANIEN

Wieder einmal hat es mich ins Kino verschlagen.

HOTEL TRANSSILVANIEN

Wir packen Dracula, Frankenstein samt Braut, die Mumie, Werwolf-(Familie), den Unsichtbaren, Gargoyls, die Fliege, Hydra, das Ding, das Ungeheuer aus der schwarzen Lagune, Swap-Thing, Skelette, Zombies, King Kong, Gremlins, Hexen, Schrumpfköpfe, Quasimodo, den Yeti und und und… in einen Animationsfilm. Was dabei herauskommt wenn diese Gestalten im gleichen Hotel logieren sehen wir in diesem Streifen.

Es gibt Filme, die erheben nicht den Anspruch Bester ihres Genre zu werden, wollen keine Rekorde aufstellen, sind für hier und jetzt produziert und sollen einfach nur Spaß machen. So ein Film ist Hotel Transsilvanien, zu dessen Erfolg ein Batzen Humor und der deutsche Stimmencast mit Rick Kavanian (Bullyparade) beiträgt.

Die Story ist schnell erzählt:

Vater Dracula lässt ein dunkles Gemäuer (ein Monsterhotel) erbauen, um dort seine Tochter vor den bösen Menschen in Sicherheit zu wähnen. Dieses Gebäude erinnert leider fatal an ein Hochsicherheitsgefängnis. Als zu allem Überfluss das Töchterlein mit 118 Jahren flügge wird und die Welt erkunden will, gerät der Vampir-Papa in Panik.
Zur anstehenden Geburtstagsfeier treffen sämtliche Monster der Welt ein aber auch jemand ungebetenes setzt seinen Fuß über die Schwelle. Der erste Mensch betritt die Hotelmauern und setzt damit eine Kette unglaublicher Abläufe, Verstrickungen und schließlich auch das Schicksal in Gang.

Genre: Animationsfilm
Produktionsland: USA
Jugendfreigabe: 6 Jahre
Produktionsjahr: 2012
Spieldauer: 91 Minuten

FAZIT: Sicherlich für ein jüngeres Publikum angelegt, versteht es der Film dennoch ältere Semester durch unterschwelligen (erwachsenen) Humor zu belustigen. Eine einfache Story, einfach im Verlauf aber auch einfach lustig.