UweImortBlog


9 Kommentare

Achtung Diebstahl

ACHTUNG DIEBSTAHL

Heute geht es mal nicht um ein lustiges Wortspiel. Am Samstag Nachmittag machte ich eine sehr unliebsame Erfahrung, ich wurde beklaut.

wpid-diebstahl3.png

Der Tag begann mit einem heftigen Kratzen im Halse, Husten, schnodderiger Nase und geschwollenen Augen. Auf der Arbeit warf ich das Handtuch. Die Bronchitis lag im Boxring klar nach Punkten vorn. Auch mein Chef sah wohl, dass ich die nächste Runde nicht durchstehen würde. Also nahm er mich nach zwei Stunden aus dem Ring.

Im selben Moment, in dem ich die Firma verließ, krachte ein heftiger Schauer vom Himmel. Das Haargel ran mir brennend ich die Augen. Mein faltenfreies Hemd klebte nach Sekunden wie eine schlabbrige Plastiktüte an mir und der Wind ließ meine Zähne klappern. „War ja klar“, ging es mir durch Mark und Bein. Es bedurfte einer (gefühlten 101 C°) heißen Dusche um mich wieder aufzuwärmen. Der Tag schien gelaufen, der Einladung zur Geburtstagsfeier ließ ich  sofort per Handy eine freundliche Absage zukommen. Danach gab es nur noch eines das mir wichtig war: mein Bett.

Fünf bis sechs Stunden später erwachte ich wieder. In eine Wolldecke eingemümmelt tapste ich in die Küche. Wo ich mit verdrehten Augen feststellen musste, dass sich in meinen Getränkevorräten nur noch ein paar Tüten H-Milch befanden. „Was auch sonst“, murmelte ich. Den ersten Durst stillte der kalte Fencheltee von Frühstück. Auch in meinem Kühlschrank zeugten rollende Strauchbüschel von gähnender Leere und ich könnte schwören, ich habe sogar einen heulenden Kojoten gehört. Die Woche hatte mir bislang noch keine Gelegenheit zu einem Einkauf gelassen. Ohne ein paar Not-Einkäufe würde ich am WE nicht auskommen.

Im Pkw vermittelten mir die verstopften Nasen-Nebenhöhlen den Eindruck, einen Motorradhelm zu tragen. Die Erkältung wechselte auf das nächsthöhere Level und an der nächsten Kreuzung wechselte der Blinker plötzlich den Herzrhythmus. Von einem gesunden KLICK-KLACK zu einem KLICKKLICKKLICKKLICK, jenseits der Grenze zur Lichtgeschwindigkeit. „War klar“, seufzte ich. Die Birne hatte sich wohl auch erkältet und nun verabschiedet.

wpid-diebstahl3.png

Am Konsumtempel angekommen, reihte ich mich mit dem Einkaufwagen in die Schlange vor dem Eingang. Das Fahrverhalten einiger Personen sorgte für erhitze Gemüter in der gesamten Aufstauung. Einige Leute schienen zu glauben, dass dort das Reißverschlussverfahren gilt. (Bis ganz zum Anfang der Schlange fahren und dort dann einordnen.) Mir war es schon egal, die Augen drückten und der Kopf brummte. „Jetzt nicht auch noch Streit“, dachte ich.

Im Trippel-Trappel Tempo ging es von den Süßigkeiten in Richtung Gemüse. Gedränge und ständig Auffahrunfälle mit dem Einkaufsvehikel, in dem langsam aber sicher Wasser, Brot, Champignons und ein Eis landeten. Mit großer Überzeugungskraft redete ich mir ein, letzteres wäre die ideale Heilunterstützung für meinen kratzigen Hals.

Da fiel mir meine offene Einkaufstasche ins Auge. Hatte ich diese nicht mit beiden Trageschlaufen an den Nippel vom ausklappbaren Kindersitz gehängt? Nun hing ein Tragegriff ausladend nach vorn, der Beutel weit geöffnet. Mein nächster Gedanke war: „Nicht auch das noch!“ Und tatsächlich, kein Inhalt im Beutel, von der portablen Bank keine Spur. Nachdem ich die Tasche umgestülpt und alle Einkäufe einmal von der Linken zur Rechten geräumt hatte, stand es fest.

ICH WURDE IM GEDRÄNGE ABGEZOGGT UND BEKLAUT!

wpid-diebstahl3.pngSchwer atmend packte ich das Eis zurück in die Truhe. Die restlichen Einkäufe landeten bei einer Mitarbeiterin. Die abenteuerlich Fahrt von der Käsetheke Richtung Ausgang erspare ich den Lesern/innen mal. Die informierte Kassiererin rief mir die Geschäftsführerin, bei der ich Name und Telefonnummer hinterließ. Hilfsbereit versprach man mir eine Rückmeldung, allerdings solle ich mir keine all zu großen Hoffnungen auf mein Bares machen. „Es ist gar kein Geld in der Börse“, konnte ich nur antworten und erntete von umherstehenden Kunden freundliche Worte der Anteilnahme. Kurz vor Ladenschluss beschloß ich auf jeden Fall zurückzukehren und den Mülleimer vor dem Eingang zu kontrollieren. Nicht das meine Papiere (Ausweis, Führerschein, Fahrzeugpapiere …) unbeabsichtigt in einer Müllpresse landeten.

Der herzrasende Blinker war mir mittlerweile scheißegal. Aber dann ließ mich die berüchtigte Bahnschranke in Recklinghausen Süd geschlagene 13 Minuten warten. „Danke auch hierfür!“, seufzte ich. Während der Wartezeit wurde ich mir eines starken Durstgefühls gewahr. Aber bei der Lösung dieses Problems geriet ich in eine Gedankenschleife, die mich zur augenblicklichen Situation zurückführte.

Endlich Daheim, Teewasser aufgesetzt, dann erst einmal die ec-Karte sperren, besser ist das! Noch bevor die Nummer der Hotline vor mir lag, dudelte mein Mobilknochen. „Was denn jetzt noch?“ Mittlerweile dröhnten meine Trommelfelle, jeder Perlentaucher hätte Hochachtung vor mir. Meine wehleidige Miene wurde dennoch schlagartig freundlicher. Wahrscheinlich hat sich sogar der Rest meines Körpers erschreckt, weil meine Lippen plötzlich lächelten.

„Ihr Portemonnaie wurde abgegeben“, klingelte es erfreulich in meinen Ohren. Die Anspannung des bisherigen Tages purzelte von meinen Schultern, wie die Last nach einem Speckstein-Großeinkauf. Während ich mir die Schuhe überstreife, klingelte es an der Haustüre. In meinem Hirn böllerte ich los: „Was, wer … ?“ Dem Gastgeber der Geburtstagsfeier hatte ich abgesagt aber den Kollegen, den ich mitnehmen wollte, hatte ich vergessen. Kurz entschlossen landete er zwecks seelischer Unterstützung auf dem Beifahrersitz. Denn es war immer noch unklar, ob Karten und Papiere sich noch in meiner Geldbörse befanden.

Glück im Unglück, sämtliche Karten und sogar das Kleingeld waren noch vorhanden. Dem Dieb schien an Hartgeld (1,83 € – Wechselgeld vom letzten Bäckereibesuch) wohl nicht gelegen. Ich bedankte mich mehrmals bei der Geschäftsführerin, die mir mein Kleinod übergab. Bastian, der Deutschland nur für wenige Tage einen Besuch abstattet, spendierte ich zur Feier des Tages Kaffee und Kuchen. Trotz betäubter Geschmacksknospen eine Wohltat.

So blöde es auch klingt: Der Tag hat dennoch positiv geendet. Es hätte auch ganz anders kommen können. Ich möchte nicht daran denken, welchen Aufwandt es bedeutet hätte, alle Papiere neu anzufordern. Oder welche Nerven mich eine missbrauchte ec-Karte gekostet hätte.

SONNTAG

Die Erkältung quält mich heute mehr denn je. Dennoch geht es mir innerlich besser. Abgesehen vom glimpflichen Ausgang der Einkaufgeschichte, sorgen einige Dinge für ein gutes Bauchgefühl. Mein Chef hat bemerkt, dass ich echt im Arxxx war und hat mich heimgeschickt. Meinem letzten Brötchengeber wäre dies schxxxegal gewesen. Die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter im Supermarkt, die auch ganz anders gekonnt hätten. Auch der nette Zuspruch der Kunden in meinem Missgeschick hat geholfen. Dann noch mein Kumpel, der seit Jahren im Ausland lebt. Wir sehen uns leider nur sehr selten. Dennoch hat er gleich angeboten (falls die ec-Karte weg wäre) den Einkauf finanziell zu stemmen.

Die Welt ist nicht nur voller Idioten, sondern auch voller hilfsbereiter Menschen. Ich habe überlegt, wie ich mich bei den samstagsgestressten Mitarbeitern des Discounters bedanken könnte. Ich habe beschlossen eine kleine Urkunde zu drucken, auf der ich meinen Dank zum Ausdruck bringen werde.

DANKE


Hinterlasse einen Kommentar

Vitamine mit Stachel

Die letzte Erkältung liegt erst Tage zurück. Gesunde Ernährung soll dem eigentlich vorbeugen. Trotzdem hatte es mich erwischt. In meiner Küche sind immer Vitamine in Form von frischem Obst zu finden. Gern probiere ich da Neues aus.

imageHeute möchte ich euch von einer Besonderen, und wie ich finde, unangenehmen Frucht berichten. Im Supermarkt entdeckte ich die Kaktus-Feige. (Grün/Organe Früchte mit den kleinen Punkten ganz rechts in der Schale).

Kaktus-Feige (Opuntia ficus-indica)

Diese wirkt nicht zufällig wie eine Kaktee. Denn an eben solchen wird sie geerntet. Und darum trägt sie auch den Beinamen Kaktusfrucht. Doch weiter im Text. Mit der Nase nahm ich ersten Kontakt zu der mir bislang unbekannten Frucht auf. Doch dem Geruchssinn verweigerte sie sich standhaft. Trotzdem beschloss ich, sie aus der Obst- & Gemüseabteilung zu entführen. Mit einer 500 gr Schale machte ich mich auf den Heimweg. Doch lange konnte ich nicht widerstehen.

imageIn der Mitte geteilt, rückte ich dem fruchtigen Innenleben mit einem Löffel zu Leibe. Der Aufdruck auf der Verkaufsverpackung empfahl: die Feige wie eine Kiwi auszuhöhlen. Die stabile Außenhaut lag dabei recht griffig in der Hand.

Seeeeehr kernig aber durchaus schmackhaft (süß bis säuerlich) passierte das Fruchtmark meine Geschmacksknospen. Wie erwartet ein wenig wässerig. Ich muss zugeben, geschmacklich hatte ich etwas mehr erwartet. Meine Zunge war nur wenig inspiriert, dennoch machte sich diese feige Feige bald auf andere Weise bemerkbar.
Die Reste diese Leckerei waren längst im Abfall gelandet. Während der letzten Stunde stellte ich ein wiederkehrendes Jucken an meinen Händen fest. Hielt dies anfangs noch für einen Zufall. Bald entdeckte ich die stachelige Überraschung. Eine genauere Betrachtung ließ mich eine Menge Minidornen in der Haut entdecken. Zwischen den Fingern, auf dem Handrücken überall haarfeine Widerhaken. Sofort war klar, wo ich mir diese gefangen hatte. Mit einer sehr feinen Pinzette verschaffte ich mir Abhilfe. Und da noch 5 weitere Stachelgranaten in der Packung auf mich warteten, musste eine Lösung her.

TIPP

Die einfachen Dinge haben oft die größte Wirkung. Vorbeugend diente ein einfaches Taschentuch, die zur Genüge vorhanden waren. So blieb mir eine erneute Piek-Teufelei erspart. Ich werde diese Frucht demnächst sicherlich wieder auf den Speiseplan setzen. Man soll sie auch schälen können. Die würfelig geschnittene Fruchtmasse werde ich dann in einen Fruchtsalat einbauen. So weit meine Pläne.

FAZIT

Vitamine in einer sehr stacheligen Version, dennoch eine angenehme Abwechselung. Der recht kernige Inhalt mag empfindliche Zungen verschrecken. Falls die Leserschaft auch das Abenteuer wagen möchte, vergesst bitte nicht ein Taschentuch zu benutzen.

Ich habe noch etwas nachgelesen. Die Kaktusfeige kommt in Mexiko, Spanien oder tropischen Gebieten vor. Sie ist von grün, rötlich bis Orangefarben im Laden vorzufinden. Vor dem Kauf kurz auf die Konsistenz prüfen. Denn nur relativ weiche Früchte sollen sich zum Verzehr eignen. Also Finger weg von harten Holzeiern.

Die Kaktusfeige enthält:
Mineralstoffe:
Eisen, Natrium, Zink, Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphat
Vitamine:
Beta-Carotin, Folsäure, Vitamin E, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, und Vitamin C.


2 Kommentare

Erkältung vs. Gulasch zum BLOG-TREFFEN

Aus einem Kurzurlaub in Koblenz hatte ich vor 14 Tagen eine besonders hartnäckige Erkältung eingeschleppt. Diese hatte mich bis in die letzte Woche außer Betrieb gesetzt.

ERKÄLTUNG

Besonders ärgerlich, da vom 12.09. – 14.09. auf Schloss Strünkede (Herne) wieder ein mittelalterliches Gelagere stattfand. Marktstände, Reitturniere, Konzerte und Belustigung durch Gaukler. Was für mich dann trotz Planung und Verabredung mit Freunden ausfiel. Ein Event, den ich schon seit Jahren besuche. Entsprechend groß war meine Enttäuschung. Eigentlich kann man schon mehr von handfestem Ärger reden.

Pinimenthol-Inhalation, Kräuterbäder und Erkältungssalbe kamen unzählige Male zum Einsatz. Meine Vitaminvorräte (Obst) gerieten an ihre Grenzen. Da ich nicht zum Einkaufen kam. Aber ein paar Freunde haben mich wohlwollend bedacht. Mit stärkendem Gulasch-Eintopf im Gepäck erhielt ich einen Krankenbesuch.

VS. GULASCH

Dieser diente mir dann als Kraftquelle (Mittagsschmaus). So gestärkt war ich dann letzten Donnerstag wieder oben auf. Keinen Tag zu früh. Ich sah das angekündigte BLOG-TREFFEN schon in Gefahr. (200 Beiträge in meinem Blog). Nach der Absage zum Mittelaltermarkt nun noch ein Termin?

imageZUM BLOG-TREFFEN

Aber alles lief glatt. Nachdem ich mir mehrfach das Handtuch über den Kopf geworfen hatte, um wohltuende Dämpfe zu atmen, war am Donnerstag alle Kraft zurück. Die angekündigten Gäste standen pünktlich vor der Haustüre. Im Gepäck hatte Bärbel einen duftenden Apfelkuchen. Der schnell einem scharfen Messer und unseren Mägen zum Opfer fiel. Von der Leber weg konnten wir dabei ganz entspannt quatschen. Bei Kuchen, Kaffee und Sahne zischte die Zeit nur so im Fluge vorbei.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass mir die kleine Runde wieder sehr gefallen hat. Und das lag nicht nur an der Ausbeute. Kuchen und mitgebrachte Süßigkeiten (Dank an Sabine) waren nur das Sahnehäubchen oben auf.

Ein neuer Termin ist auch schon ins Auge gefasst. Na dann … bis bald.

Viele Grüße

image


11 Kommentare

Hühnersuppen Gegenmaßnahme

Ich schrieb im letzten Beitrag das ich mich einige Tage außer Gefecht gesetzt sah und angeschlagen in der Waagerechten verbringen musste. Die Nachrichten posaunten seit Wochen die Kunde einer neuen Grippewelle in die Welt hinaus. Schnupfen, Husten, laufende Nasen, oft setzt die Virenerkrankung den gesamten Körper schachmatt. Auch mir erging es so, Zeit für Gegenmaßnahmen. Für eine Schutzimpfung war es eindeutig zu spät. Doch wie stärkt man die eigenen Abwehrkräfte und unterstützt den Organismus? Der Griff zur pharmakologischen Keule erschien mir nicht die passende Lösung. Einen solchen Infekt muss der Körper durchmachen, nur so kann eine zukünftige Immunisierung erfolgen. Doch diese Arbeit kann man unterstützen. Obst und Gemüse helfen, Vitamine braucht der Körper. Zusätzliche Kraftreserven kann man auch anders aufbauen. Ich habe gekocht, es gibt frische…

HÜHNERSUPPE.

Keine Instandbrühe, einzig mit kochendem Wasser aufgegossen, sondern eine komplett frisch zubereitete Suppe soll Abhilfe schaffen. Ein alt bewährtes Rezept aus Großmutters Zeiten und frische Zutaten werden benötigt. Nebst Unterstützung der Abwehr kann diese Suppe mit einer weiteren Eigenschaft punkten, sie schmeckt einfach fantastisch. All jene die ebenfalls Unterstützung brauchen oder sich einfach an einer leckeren und gesunden Suppe versuchen wollen stelle ich das Rezept gern zu Verfügung.

image

Halbes Suppenhuhn, benötigt wird nur 1/4

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • 100 ml Olivenöl
  • 3 große Möhren
  • 1 Staude Porree
  • 1/4 einer Sellerieknolle
  • 1/4 Suppenhuhn frisch vom Fleischer oder Wochenmark (Keine Hühnchen -/Hähnchenteile aus dem Discounter)
  • 1 Bund Petersilie
  • Packung Sternchen/Buchstaben – Nudeln
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Bärlauch, Muskat
  • 2 bis 3 Liter Topf

    image

Zubereitung:

  1. Zwiebel, Lauchzwiebel, Knoblauch klein Schneiden und mit 100 ml Olivenöl  im Topf auslassen bis die Zwiebeln glasig werden. Danach mit 500 ml Wasser auffüllen und zum kochen bringen.
  2. Bis das Wasser kocht die Möhren, Porree in Scheiben, die Sellerieknolle in kleine Würfel schneiden und anschließend in das kochende Wasser geben. 10 Minuten auf kleiner Stufe kochen lassen.
  3. In der Zwischenzeit das 1/4 Suppenhuhn in 2 bis 3 Stücke zerteilen, die Stücke anschließend in den Topf geben. Mit Wasser auffüllen bis das Fleisch gut bedeckt ist.
  4. Die Suppe ca. 1,5 – 2 Stunden auf kleiner Stufe köcheln lassen, bis sich das Fleisch leicht von den Knochen ablösen lässt bzw. von allein ablöst. Topf nun ganz mit Wasser auffüllen.
  5. Mit Salz, Pfeffer, Bärlauch und evtl. Muskat abschmecken, dann Suppennudeln und fein zerkleinerte Petersilie hinzugeben und nochmals 3 Minuten aufkochen lassen. Fertig!

INFO: Es wird dringlichst empfohlen nur ein richtiges Suppenhuhn zu verwenden. Dieses ist zwar teuer beeinflusst aber den Geschmack der Suppe beträchtlich. Während des köchelns auf mittlerer Stufe  immer wieder mal umrühren. Wenn das Fleisch in großen Stücken hinzu gegeben wurde kann sich die Kochzeit entsprechend verlängern. Wer mag kann die Fleischstücke wieder herausnehmen und anschließend die Knochen heraus trennen. Der Einfachheit halber können die Knochen auch in der Suppe verbleiben und beim verspeisen entfernt werden.

Ich wünsche guten Appetit!


Hinterlasse einen Kommentar

Krank

Da hegt und pflegt man sich, unterstützt stetig die körpereigenen Abwehrkräfte und versucht sich an einer ausgewogenen Ernährung. Doch auch das ist kein Garant für anhaltende Gesundheit, ich bin…

krank.

Krank

Drei Jahre lang konnte ich mich Erkältungen, Fieber und Co. erwehren. Nun hat es mich erwischt, die gute alte Grippe hat zugeschlagen. Drei Tage habe ich zurückgezogen im Bett (und Bad) verbracht. Fühle mich wie eine zersetzte Brausetablette, aufgelöst und ohne jegliches Spiel im Wasserglas.

Fast jeder dürfte den gefühlten Weltuntergang kennen, wenn Körper und Geist verschiedener Meinungen sind, Meinungen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und der Magen sein schlagkräftiges Veto immer genau dann ein wirft, wenn die Beiden zuerst genannten endlich zur Ruhe gekommen sind.

Herbert Grönemeyer sagte, wenn auch in einem gänzlich anderen Zusammenhang:

Ich fühle mich leer und verbraucht, alles tut weh, ich hab Flugzeuge in meinem Bauch.

(Album: 4630 Bochum – 1984- Herbert Grönemeyer)
Dieses Zitat lässt sich auch auf mich anwenden und trifft komplett ins Schwarze. Ein ganzes Geschwader schien die letzten Tagen in mir unterwegs zu sein. Heute scheint diese Flugmaschinerie erstmalig gelandet, denn Nahrung wird dankend beibehalten.

Ein erstes, vorsichtiges Frühstück am heutigen Samstag war ein echter Genuss. Ich wundere mich wie sehr man Alltägliches schon nach wenigen Tagen vermissen kann. Um so mehr haben mich Tee, Vollkornschnitte und Müsli geschmacklich beeindruckt, meine Energiereserven haben den positiven Schub dankend aufgenommen. Den Text verfasse ich über Handy (eben ist mir der gesamte Artikel abgestürzt und ich durfte alles neu verfassen), nach einer Rückkehr ins sichere Bett. Schließlich muss auch ein Blog gefüttert werden. Gleich zwingt es mich hinaus in die Kälte, in der Apothke muss noch Nachschub für das nahende Wochenende besorgt werden. Neue Befindlichkeiten findet ihr hier, wenn ich wieder richtig durchstarten kann.

Euer Pilot


17 Kommentare

WELT AIDS TAG 2012

welt-aids-tag-badge 100WELT AIDS TAG 2012

29 Jahre nach der Entdeckung von HIV und bekannt werden der Immunschwächekrankheit Aids, handelt es sich dabei noch immer um ein geächtetes und oft totgeschwiegenes Thema. Dabei zieht sich das Problem durch alle Gesellschaftsschichten. Am 01.12. ist wieder Welt Aids Tag, ich möchte dies zum Anlass nehmen und im Blog darauf hinweisen, das jede Infektion eine eigene Geschichte hat. Aids ist nicht nur Prostitution, Sex-Tourismus, Homosexualität oder Drogenkonsum, Aids geht uns ALLE an. Jeder kann direkt oder indirekt betroffen sein.

Man muss nicht krank sein!

Natürlich ist eine Krankheit kein angenehmes Thema. Wenn jemand anderes erkrankt, dann darf man zu recht froh sein nicht direkt betroffen zu sein. Doch während wir Menschen mit Krebs und Diabetes in unseren Reihen akzeptieren, werden HIV-Erkrankte oft gemieden, verurteilt und ausgegrenzt. Dabei bedürfen besonders an Aids erkranke Menschen der Hilfe anderer. Durch meine Mitarbeit im Deutschen Roten Kreuz (DRK) habe ich über ein Jahrzehnt in Führerschein, Erste-Hilfe und Sanitätskursen Aufklärungsarbeit geleistet, andere über die Gefahren von HIV und den Umgang mit Infizierten aufgeklärt. Diese Arbeit möchte ich an dieser Stelle fortführen.

Die Immunschwäche führt trotz vorangeschrittener, medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten noch immer zum Tode. Schutz und Vorsicht sind dringend notwendig. Doch dies sollte nicht mit Ausgrenzung, Aussonderung und dem Ausschluss Erkrankter aus unserer Mitte verwechselt werden.

WER MÖCHTE SCHON ALLEIN STERBEN?

AUSGRENZUNG bedeutet für Betroffene: Trauer, Wut, Hilflosigkeit, ein Gefühl der Ohnmacht, seelischen Schmerz und führt zum Verlust von Lebensqualität und Lebensfreude, der Hoffnung und des Sinns im Leben. Was kostet es schon mit einem Lächeln, ein paar Worten und einem Händedruck großzügig um zu gehen?

Fast jeder von uns hat schon eine größere oder kleinere Krankheitsphase durchgestanden. Erkältung, Grippe, Diabetes, gebrochenes Bein oder Krebs. Jeder kennt die Wirkung einer Umarmung, einer Hand auf der Schulter oder eines ehrlichen Gesprächs bei Kaffee oder Tee. Wie sehr es aufbauen kann wenn sich jemand nach unserem Gesundheitszustand erkundigt, wenn eine Genesungsmail -/Postkarte eintrifft oder uns in dieser Zeit jemand bei Erledigungen hilft.

EINSAMKEIT fügt der Seele Schmerzen zu, lässt die Welt auch im tiefen Sommer kalt werden. Menschen in die Isolation zu treiben, sie zu verurteilen, ausgrenzen, unmenschlich und herablassend zu behandeln, dies alles zeugt von persönlicher Armut. Ein Mangel an Weitsicht, Verständnis, Menschlichkeit und Größe, schließlich kann jeder einmal erkranken (nicht nur an Aids). Ob die Infektion nun unverschuldet oder verschuldet erfolgte, das sollte keine Rolle spielen, denn einen Fehler können wir alle machen. Jeder Mensch, egal welchen Geschlechts, welcher Hautfarbe, welchen Alters, unabhängig seines Reichtums, der gesellschaftlichen Stellung und seiner Intelligenz verdient unseren Respekt. Wie grausam ist es, allein und einsam sterben zu müssen?

Auf der Welt geht es nicht gerecht zu, doch es liegt an jedem selbst eine Grenze zu setzen, an der Gerechtigkeit und Menschlichkeit beginnen. Lasst die Welt nicht noch kälter werden, rückt zusammen und seit für einander da. Lasst andere Menschen nicht allein, sie bereichern euer Leben.

WARUM DIE ROTE SCHLEIFE?

Den so genannte RED RIBBON tragen Menschen aus Solidarität, um ein Zeichen zu setzen. Sie bekunden damit das sie gegen die Ausgrenzung Erkrankter sind, keine Probleme im Umgang mit HIV erkrankten Menschen sehen.

Ihr müsst die ROTE SCHLEIFE nicht tragen, dennoch werden Erkrankte sich darüber freuen. Doch viel wichtiger ist: tragt das wofür die Schleife steht in euch. Tut dadurch etwas gegen die Kälte und Ausgrenzung in der Gesellschaft, möglichst nicht nur am 01.Dezember.

Richtige AUFKLÄRUNG ist wichtig, erkundigt euch rechtzeitig. Unwissenheit führt zu Unsicherheit und unweigerlich zu einem falschen Verhalten. Wo lauern echte Ansteckungsrisiken, was sind urbane Ansteckungslegenden!? Ein paar fachlich fundierte Info-Links findet ihr folgend:

—> WELT-AIDS TAG 2012

—>  AIDSHILFE

—> VERGISS AIDS NICHT e.V. + (Handy App Info)

—> Bundeszentrage für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

—> ONLINE AIDS BERATUNG

Für alle die bei diesen ernsten Beitrag bis hier her gelesen haben folgt nun etwas Humoriges:

WITZIGE SPOTS