UweImortBlog


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Blog-Verdrossenheit?

In den letzten Monaten war es auf diesen, meinen Seiten recht still geworden. Aber davon handelt dieser Beitrag nicht!

An diesen kreativen Ort zurückgekehrt, gab es einiges aufzuholen. Trotz Abwesenheit, es interessiert mich, was in meiner Abwesenheit anderswo geschehen ist. Abbonierte Erlebnisberichte wurden eifrig durchgeblättert. Dabei stellte ich mit Erstaunen fest, dass zeitgleich mit mir rund ein Viertel meiner abbonierten Betreiber ebenfalls eine kreative Pause einlegen. Seit Mitte bzw. Ende letzten Jahres bricht die Berichterstattung dort ab. Drei wurden ganz gelöscht. Nur eine Schreiberin hat sich mit ein paar letzten Worten verabschiedet. Doch der überwiegende Anteil harrt stillschweigend (s)einer Fortführung entgegen.

BLOG-VERDOSSENHEIT?

Nun kenne ich die kreativen Pausen selbst. Bin selbst kein leuchtendes Beispiel für Vielschreiberei. Ob defekte Technik, neuer Job, ein neues Hobby, Umzug oder Krankheit. Die Möglichkeiten der Ablenkung sind vielfältig. Egal was den Ausschlag gab, ich bin gerne zurückgekehrt. Denn ich mag es, hier Gedanken festzuhalten, um später darauf zurückgreifen zu können. Oder aber auch Freunde und Bekannte, die weit entfernt leben, an meinem Erlebten teilhaben zu lassen. Und so auf diese Weise den Kontakt ein wenig zu pflegen. Da sich mein privates Umfeld etwas beruhigt hat, gelobe ich zukünftig regelmäßiger und zusammenhängender zu bloggen. Aber …

 

seit 2011 bin auf WordPress vertreten. Doch so viele, rückläufige Blogs habe ich noch nie registriert.

Geht es anderen Schreiber/innen genau so?


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Schlangen-Speckstein

Wer diesen Blog schon einige Zeit verfolgt, wird es sicherlich bemerkt haben. Eine meiner liebsten Passionen ist die des Specksteins. Regelmäßig juckt es mich in den Fingern. Dann will die Kreativität in die Welt hinaus. In diesem Falle wollte sie mir etwas zeigen.

An den wenigen Regentagen, während des letzten Urlaubs habe ich meinen kleinen Basteltempel mit Leben gefüllt. Verweilt dieser über den Sommer meist in einer Art Winterschlaf. Wollte ich die trüben Tage dennoch sinnvoll nutzen. Der Basteltempel ist (m)eine Kreativwerkstatt. Zu spannenden Hörspielen und Musik wurden Säge, Feile und Bohrer geschwungen. Auf diese Weise habe ich mich als Geburtshelfer betätigt. Neue Stücke sind aus Stein geboren. Allen Interessierten möchte ich diese nun in kurzen Abständen vorstellen. Den Anfang macht ein …

SCHLANGEN -SPECKSTEIN

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Hier zu sehen, die einzelnen Stufen der Entstehung dieses Kleinods.

  • Anzeichnen der im Stein gefundenen Schlange mit einem Bleistift
  • Heraussägen der Figur aus dem Block (Erstes, hinteres Bild)
  • Herausarbeiten und rundfeilen der Schlange (Rechtes Bild)
  • Passende Trägerplatte aus kontrastreichen Speckstein gesägt und gefeilt
  • Tier auf der Platte befestigt bzw. verklebt
  • Anschließendes, ausgiebiges Ölbad (Dieses bringt die Farben und Strukturen im Gestein zum Leuchten und gibt dem Schmuckstück eine höhere Dichte und Festigkeit.)
  • Fertig (Vorderes Bild)

Das Ergebnis, ein ca. 2 cm x 3,5 cm großer Anhänger. Ob nun an einer Kette, einem Lederband um den Hals oder an einem Armband getragen. Es wird sich sicherlich noch der korrekte Platz und auch die passende Person finden.

Zum Tier selbst:

Wer im Leben trotz Handycap weiter kommt, muss etwas auf dem Kasten haben. Genauer gesagt, wer es versteht, aus einem Handycap einen Vorteil zu machen, dessen Erfolg ist kaum aufzuhalten.


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Neuer Talisman

Weiter geht es mit dem kreativen Chaos aus meiner Werkstatt. Heute gibt es einen neuen …

Talisman

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Ein Talisman ist natürlich kein gewönlicher Anhänger. Im Gegensatz zu normalen Schmuckstücken wohnt ihnen etwas Besonderes inne. Entsprechend Herkunft, Form oder Material sollen sie „Kräfte“ übertragen. Jede/r kennt  sicherlich den allseits bekannten Glücksbringer. In trauriger Erinnerung ist älteren Semestern sicherlich noch die Hasenpfote als Schlüsselanhänger. Recht bekannt sind auch Mineralien, die um den Hals getragen werden.

Der Talisman gehört in die esoterische Ecke. Man kann daran glauben oder es lassen. Das Material weist keine Besonderheiten auf. Dennoch konnte unlängst eine Wirkung nachgewiesen werden. Gemäß dem Prinziph: Glaube versetzt Berge. Wissenschaftler erklären dies mit dem Placeboeffekt. Esoteriker hingegen sprechen von der Bündelung von Energien. Aber sind dies nicht nur verschiedene Worte für die selbe Sache?

Der Abdruck einer Bärenklaue, ein Zeichen für Beständigkeit, Mut, Durchsetzungsvermögen und unbändige Kräfte. Sicherlich lassen sich dem Bären noch weitere Eigenschaften zuschreiben. Doch hier soll es um das Kleinod selbst gehen.

Aus Speckstein gefertigt, finde ich die Materialzusammenstellung gelungen. Ergänzt um eine Lederkordel und mit einer Holzperle „ruhiggestellt“. Verhindert diese, ständiges Scheuern im Loch der Öse.

Oft bin ich mit meinen Steinen im Zwiespalt. Doch hier passt meiner Meinung nach alles zusammen. Das Material ist warm, und durch eine Behandlung mit hautfreundlichen Ölen Wasser abweisend. Die glatt polierten Oberflächen werden durch die gebrochenen Ränder aufgelockert und geben dem Ganzen etwas Unberechenbares.

Dieser Powerbrocken hat auch schon einen Träger gefunden, wie er passender nicht sein könnte. Ich finde es toll, wenn sich Zusammengehöriges findet. Euer Uwe


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Kreative Fortsetzung

Heute die …

KRETIVE FORTSETZUNG

Wie in der letzten Woche versprochen, gibt es heute Neues aus meiner Kreativwerkstatt. Seit einigen Wochen kreisen mir eine Menge neuer Ideen durch den Kopf. Einfälle, die momentan unbedingt raus wollen. Vielleicht kennen einige Leser/innen diesen inneren Druck? Ich habe mich diesem Verlangen ergeben und einfach losgelegt. Dabei gibt es Formen, die ich schon im Kopf habe und dann auf Steine übertrage. Anders herum gibt es Brocken, die mir sagen, was in ihnen verborgen liegt. Durch Säge- & Feilarbeiten purzelt mir das Ergebnis dann sprichwörtlich aus den Fingern. Ein Beispiel ist dieser erste Anhänger.

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  • Ein jadegrüner Blitz (4 cm x 1,5 cm) an einer Lederschnur. Die Perle wurde speziell eingeschnürt. 

 

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  • Schwarzer, extrem harter Speckstein. Ausgefräste Silhouette eines sitzenden Kätzchens (5 cm x 2,5 cm). Das Kleinod braumelt an einer braunen Lederschnur mit brauner Holzperle.

Dieser zweite Talisman entstand aus der Idee heraus, Tiersilhouetten in Gestein zu übertragen. Es wurde also nichts Verborgenes aus der Rohmasse herausgelöst. Die späteren Aushöhlungen wurden zuvor mit einem Stift auf die geschliffene Scheibe gezeichnet. Sicherlich kommen demnächst weitere Tiersteine. Diese werden dann allerdings in einen formschöneren Korpus übertragen. Dieser unsymmetrische Speckstein ist nur ein erster Versuch.

Außerdem denke ich an Gemmen, Taschenschmeichler, Räucherschalen und mein Board könnte neue Magnete vertragen. Meine Kreativbatterie scheint mit viel Power aufgeladen zu sein. Vielleicht kennt Ihr das?


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Kreatives Chaos

Der Hase macht längst Urlaub auf Palma. Doch bei mir prangt noch immer der Osterartikel auf der Hauptseite. Das geht nun wirklich nicht!

Habe ich die letzten 14 Tage die Füße hochgelegt oder sonnte ich mich mit einem Osterbunny auf Palma? Schön wäre es, aber ich steckte im kreativen Chaos. Die Muse (das Biest) hat mich feste geknutscht. Seither knistert es in meinem Schädel und es will mir nicht mehr aus den Hirnwindungen. Das …

KREATIVE CHAOS!

Eingeschlossen in meine kleine Werkstatt hatte ich die Welt und den Blog vergessen. Verlängerte Osterfeiertage boten mir die Möglichkeit, still und heimlich ein wenig abzutauchen. Der Speckstein und ich sind uns im Zuge dessen wieder recht nahegekommen. Es war auch bitter nötig. Lange Rede kurzer Sinn, entstanden sind dabei diese Stücke.

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  • 2 x 2 cm, an einer braunen Lederschnur mit Holzperle. Der Stein, Alabaster mit herausgetrenntem Katzenpfötchen. Im Gestein, grünliche Schlieren die nach oben hin auslaufen. Auf beiden Seiten spiegelglatt geschliffen und geölt.

 

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  • 3,5 x 3 cm, jadegrüner Speckstein mit runder Aussparung in der oberen Mitte. Die glänzende Perle steht für das Herz, der matte, rauh geschliffene Stein als Sinnbild für unseren Körper. Auf einer schwarzen Lederschnur, mit leichter Gewichtung nach unten. Das gute Stück dreht sich also nicht .

Der kreative Ausfluss ist allerdings noch nicht gestoppt, es ist noch mehr Gestein in Arbeit. Weitere Stücke machen sich noch die Haare schön, um abgelichtet zu werden. Ich wollte den Blog nur nicht mit zu viel Brocken vollstopfen. Mit mehr als zwei Steinen soll man bekanntlich nicht werfen. Einmal ist kein mal und ab dreien hört der Spaß angeblich auf.

Unzählige Post-it Zettel schmücken mittlerweile meine Werkstattwand, an weiteren Ideen mangelt es aktuell nicht. Wer mag, kann mir mitteilen ob unter den abgebildeten Felsstücken der große Wurf ist. Bis bald …

Euer Uwe

 


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Neues vom Skizzenblock

Bei gefühlten 999C° Lavatemperatur fällt die Entscheidung der Freizeitbetätigung nicht leicht. Da wird das Wochenende zum echten Kraftakt. Nun bin ich niemand, der bei diesen Temperaturen jammert, ganz im Gegenteil. Ich habe die heißen Tage genossen. Trotz Arbeitsleben, 29C° im Büro, 56C° im Firmenfahrzeug und subtropischen Arbeitsbedingungen. Ein gestählter Extremsportler-Kreislauf (Chef hör auf zu lachen!) und eine athletische Transpirationsbeherrschung gehören zu meinen vielen und herausragenden Eigenschaften. (hust)

Zurück zum Thema des Beitrags. Wie gestalte ich meine Chill-Time zwischen dem alltäglichen Arbeitsvergnügen? Für Schnitzarbeiten und Specksteinbearbeitung eindeutig das falsche Wetter. Bei angenehm temperierten Getränken und dem einen oder anderen Eis schwinge ich den Bleistift. Darum gibt es heute …

NEUES VOM SKIZZENBLOCK

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Was dabei herausgekommen ist seht ihr hier. Das Werk erhebt keinen großen Anspruch. Dennoch denke ich, dass man den Bernhardiner erkennen kann?

Mit jeder Menge Bock wurde der Bleistift geschwungen. Selbiger ist dabei herausgekommen. Scha(r)fe Bilder von mir gab es bislang nicht, das habe ich nun nachgeholt.

 

 


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Tatzen-Talisman

wpid-img_20150508_132750.jpgNeue Specksteinvorräte bedeuten neue Herausforderungen. Eigentlich (und auch uneigentlich) habe ich es gar nicht anders gewollt. Da kam mir die Anfrage eines Freundes gerade recht. Dem wollte ich schon längst ein Geschenk verpassen. Denn im Gegensatz zu ihm, hatte ich an die letzten Geburtstage nicht gedacht. Ein Glücksbringer, etwas mit Seele sollte es sein. Also wünschte er sich einen …

TATZEN-TALISMAN 

Also habe ich notgedrungen alle dringend notwendigen Putzarbeiten unterbrochen. Sicherlich werden viele Leser/innen verstehen, wie viel Überwindung mich dieses kostete. Aber was tut man nicht alles für gute Bekannte?

Also verschwand ich vor Ideen strotzend in meiner Werkstatt. Ein ausführliches Studium von Pfotenabdrücken bildete die Basisarbeit. Auf ein wölfisches Original festgelegt, übertrug ich die Maße 1:5 auf einen steinernen Rundling. Ich greife hier gern zu einem Marker. Aber auch stinknormale Bleistifte kann ich empfehlen.

Wenn ihr mit Speckstein arbeitet … saugen, bitte denkt immer ans Saugen. Gemeint ist nicht etwa der Strohhalm in eurer Cola. Ich meine den Schmutzschlucker, der euren Teppich küsst und die Wollmäuse unter den Betten hervorlockt. So ein Staubsauger erlöst euch von Bergen feinen, widerlichen, nervenden, klebenden, in der Nase kitzelnden, in jeder Faser und Pore eures Körpers festsetzenden Steinstaubs. (Luft hol – sprecht diesen Satz mal am Stück aus.)

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Ausführliche Schleif- & Bohrarbeiten trugen dann die unerwünschten Steinereien Schicht um Schicht ab. Hier kann auch das Multitool bzw. ein Dremel helfen. Die Feinarbeit an den Übergängen erledige ich dann aber lieber mit einem selbst hergestellten Kratzwerkzeug. Denn wenn AB dann AB, was mit elektrischen Werkzeugen recht schnell geht.

Um der Sache dann den richtigen Schliff zu verpassen, bin ich mit dem Schmuckstück auf dem Klo verschwunden. Nein, zur Veredelung gehören keine Körperflüssigkeiten. Aber mit Nassschleifpapier ging es unter den Wasserhahn. Es ist schon eine Fummelarbeit das zusammengeknüddelte* Papier in die kleinen Aushöhlungen zu bekommen. Nichts für schwache Nerven, denn geschätzte 187,5 Stunden später sind alle ungewollten Kratzer auf Vorder- & Rückseite dem Schleiflappen gewichen.

Auf besonderen Wunsch habe ich das Lederband nicht durch den Anhänger getrieben. Hier habe ich eine durchgehende Kerbe an der Kante ausgefeilt. Flux in die Kordel einen Knoten, über diesen, eine Perle zur Stabilisierung. So kann sich die Verschnürung nicht in Wohlgefallen auflösen.

Zum Schluss ertränke ich meine Anhänger gern in Öl. Mit einem sadistischen Lächeln döppe* ich Stein samt Gebändel für 2 Tage unter. Zur Sicherhet habe ich den Knoten im geölten Zustand nochmals ordentlich angezogen … halt wegen die Sicherheit*

Vom abtropfenden Pflegemittel befreit, ist der Anhänger heute in die Post gegangen. Auf das Urteil des künftigen Trägers bin ich gespannt. Mir selbst hat der Talisman ganz gut gefallen.

* sagt man so im Ruhrpott