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Erkältung vs. Gulasch zum BLOG-TREFFEN

Aus einem Kurzurlaub in Koblenz hatte ich vor 14 Tagen eine besonders hartnäckige Erkältung eingeschleppt. Diese hatte mich bis in die letzte Woche außer Betrieb gesetzt.

ERKÄLTUNG

Besonders ärgerlich, da vom 12.09. – 14.09. auf Schloss Strünkede (Herne) wieder ein mittelalterliches Gelagere stattfand. Marktstände, Reitturniere, Konzerte und Belustigung durch Gaukler. Was für mich dann trotz Planung und Verabredung mit Freunden ausfiel. Ein Event, den ich schon seit Jahren besuche. Entsprechend groß war meine Enttäuschung. Eigentlich kann man schon mehr von handfestem Ärger reden.

Pinimenthol-Inhalation, Kräuterbäder und Erkältungssalbe kamen unzählige Male zum Einsatz. Meine Vitaminvorräte (Obst) gerieten an ihre Grenzen. Da ich nicht zum Einkaufen kam. Aber ein paar Freunde haben mich wohlwollend bedacht. Mit stärkendem Gulasch-Eintopf im Gepäck erhielt ich einen Krankenbesuch.

VS. GULASCH

Dieser diente mir dann als Kraftquelle (Mittagsschmaus). So gestärkt war ich dann letzten Donnerstag wieder oben auf. Keinen Tag zu früh. Ich sah das angekündigte BLOG-TREFFEN schon in Gefahr. (200 Beiträge in meinem Blog). Nach der Absage zum Mittelaltermarkt nun noch ein Termin?

imageZUM BLOG-TREFFEN

Aber alles lief glatt. Nachdem ich mir mehrfach das Handtuch über den Kopf geworfen hatte, um wohltuende Dämpfe zu atmen, war am Donnerstag alle Kraft zurück. Die angekündigten Gäste standen pünktlich vor der Haustüre. Im Gepäck hatte Bärbel einen duftenden Apfelkuchen. Der schnell einem scharfen Messer und unseren Mägen zum Opfer fiel. Von der Leber weg konnten wir dabei ganz entspannt quatschen. Bei Kuchen, Kaffee und Sahne zischte die Zeit nur so im Fluge vorbei.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass mir die kleine Runde wieder sehr gefallen hat. Und das lag nicht nur an der Ausbeute. Kuchen und mitgebrachte Süßigkeiten (Dank an Sabine) waren nur das Sahnehäubchen oben auf.

Ein neuer Termin ist auch schon ins Auge gefasst. Na dann … bis bald.

Viele Grüße

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Knoblauchbrot

Ein kleiner Nachtrag zu meinem letzten Besuch auf einem Mittelaltermarkt, unter dem Motto: „Manch einer muss erst zu seinem Glück gezwungen werden.“ Diese Weisheit ist nicht neu. Welche Werbung sich aber ein Knoblauchbrot-Standbesitzer auf einem mittelalterlichen Markt in Dortmund Mengede einfallen ließ ist wohl einmalig.

KNOBLAUCHBROT

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Das Schild verrät: ICH WOLLTE KEIN KNOBLAUCHBROT.

Angesichts dessen, wer würde der kostenlosen Probierversuchung frischen Knoblauchbrotes widerstehen? Sicherlich hatte der Bäcker weit aus mehr als nur ein Probieren im Sinn. Um angezeigter Bestrafung zu entgehen, habe ich mich natürlich der gebackenen Zwiebelspeise gewidmet. Mich danach aber schnell aus dem Staub gemacht. Dennoch muss ich einräumen, dass der Bäckersmann sein Handwerk versteht.


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Lederschuhe

LEDERSCHUHE

Einen vom Leder ziehen hat im Allgemeinen eine etwas pikante Bedeutung und zeugt von übertriebener Berichtbestattung. Das möchte ich in Blog-Beiträge möglichst vermeiden. In den letzten Wochen habe ich aber tatsächlich Leder übergezogen. Doch das still und leise ohne damit dick aufzutragen.

imageAm 09.05.2013 berichtete ich bereits über die mittelalterliche Geldkatze, einen Geld oder Tabaksbeutel aus Leber. Ein neues Projekt wurde begonnen, heute möchte ich von meinen Fortschritten mit dem vielseitigen Material Leder berichten.

SCHUHWERK

Als interessierter Mittelalter-Markt Besucher habe ich begonnen mittelalterliches Schuhwerk anzufertigen. Damit mag ich meine Gewandung (mittelalterliche Kleidung) komplettieren, welche ich zu solchen Events auftrage. Wer auf einem Mittelalter Spektakel sein Augenmerk auf diese Art Schuhe richtet, dem springen die teils horrenden Preise ins Auge. Gut und gerne 150,- bis 300,- € wandern da schon mal über die Standtheke. Mag dieser Preis auch gerechtfertigt sein, bin ich nicht bereit ihn zu zahlen. Natürlich gibt es auch weitaus günstigere Alternativen zu kaufen. Doch deren Qualität passt dich dem jeweiligen Preis an.

Mir mag sicherlich handwerkliches Wissen und auch das passende Werkzeug fehlen, komplette Schuhe selbst anzufertigen. Eine praktikable Lösung lag allerdings auf der Hand. Warum nicht vorhandene Schuhe umarbeiten? So etwas nennt sich modifizieren oder pimpen.

WIE GEMACHT?

Mit Ledernadel und Garn ging ich zu Werke. Gesagt getan, auf bequeme Laufschuhe wurden Lederstücke vom Sattler aufgenäht. Dies beanspruchte viel Kraft und einen guten Fingerhut. Denn auch eine gute Ledernadel benötigt sehr viel Druck, um durch einen Turnschuh zu dringen. Die aufzubringenden Lederstücke habe ich zuvor mit Stecknadeln auf dem Schuh befestigt und Nählöcher mit einem Dremel/Bohrer gebohrt. Aber auch so fiel das Durchfädeln des Garns sehr kraftaufwendig aus.

Mit den Näharbeiten ist es aber noch nicht getan.  Eine adäquate Sohle wird mir der Schuster in den nächsten Tagen aufbringen. Aufgrund der Stabilität und Haltbarkeit überlasse ich das dem Fachmann. Sicherlich kein Schuhwerk für den Alltag. Ob die umgearbeiteten Schuhe zu gefallen wissen, überlasse ich jedem Selbst. In dessen Anschluss werde ich noch den Hammer schwingen müssen. Mit kleinen Nägeln werde ich das Leder zur Sohle hin dann abschließend befestigen. Also noch eine Menge Arbeit. Dennoch bin ich von diesem Projekt überzeugt und mit Spaß bei der Sache.

Weitere Lederbeiträge:

LEDERBEUTEL / GELDKATZE
LEDERSCHUHE
LEDERARMBAND


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Lederarbeiten

Lederarbeiten

Nach Acryl und Speckstein habe ich mich einem weiteren, kreativen Medium gewidmet, dem Leder. Heute werkle ich mir eine …

GELDKATZE

imageLederbeutel mit Selbstverschluss zum Zusammenziehen. Als Tabakbeutel, Geldbörse oder als Aufbewahrungsmöglichkeit für andere Habseligkeiten. Im Mittelalter auch unter dem Begriff GELDKATZE bekannt. Passend für eine mittelalte

rliche Gewandung oder als stylisher Tabakbeutel und Hingucker. Heute als Geldbörse wohl eher unpraktisch. Kann natürlich auch als kreative Geschenkverpackung oder als Aufbewahrungsort für andere Dinge genutzt werden.

Nun eine kleine Anleitung zur Herstellung.

 
– MATERIAL

Stabile Lederkordeln sorgen für einen sicheren Verschluss und Tragekomfort. Lederreste einer Sattlerei, Holzkugeln und Lederschnüre vom Schuhmacher bilden die Grundmaterialien. Gürtellochzange und eine stabile Haushaltsschere dienen als Werkzeug.

 
– WIE GEMACHT?

Leder kreisrund zuschneiden, berücksichtigt beim Durchmesser das sich das spätere Volumen mehr als halbiert. Soll der Beutel also ca. 10 cm Platz bieten, sollte der Zuschnitt 25 cm betragen. Durch das spätere Zusammenziehen verringert sich der Beutel um die Hälfte. Fünf weitere Zentimeter sollte der Abstand vom Rand bis zur Lochung für die Lederkordel betragen.
Die Lochung erfolgt im Idealfall mit einer handelsüblichen Lochzange. Die Löcher dürfen ruhig den doppelten Durchmesser der Kordel besitzen. Der Abstand der einzelnen Löcher sollte ca. 5 – 8 cm voneinander betragen und zuvor angezeichnet werden. Je größer der Beutel, desto weiter kann der Abstand der Löcher zueinander sein. Die Anzahl der Löcher entscheidet darüber ob die Kordel durchgezogen und sich der Beutel anschließend zuziehen lässt.

Die Gesamtzahl aller Löcher muss eine gerade Summer ergeben. Teilt man diese durch 2, muss ebenfalls wieder eine gerade Summer dabei herauskommen.

RICHTIG – Beispiel: Der Beutel hat 16 Löcher (ist eine gerade Zahl) : durch 2 = 8 (gerade Zahl)

FALSCH – Beispiel: Der Beutel hat 14 Löcher (ist eine gerade Zahl) : durch 2 = 7 (keine gerade Zahl)

 
– DIE KORDEL

Die Kordel sollte aus einem festen Material bestehen. Bei einem Lederbeutel bietet sich eine Lederkordel an. Es kann aber auch eine feste Leinen/Kunststoff-Schnur benutzt werden.
Version: 1 Kordel
– Mann beginne von der Außenseite mit dem Einfädeln. Und führt die Kordel jeweils zum nächsten Loch, jeweils der Schnur zugewandten Beutelseite. Also immer von außen nach innen, nach außen, nach innen. Nach dem oben genannten Prinzip der Anzahl steht die Kordel beim letzten Loch wieder aus dem Beutel, direkt neben dem Anfangsfaden heraus.
– Nun kann der Beutel vorsichtig zugezogen werden. Als Verschluss kann über beide Kordeln eine Holzperle gezogen werden.

Version: 2 Kordeln

– Mann beginne von der Außenseite mit dem Einfädeln der ersten Kordel. Und führt die Kordel jeweils zum nächsten Loch, jeweils der Schnur zugewandten Beutelseite. Also immer von außen nach innen, nach innen, nach innen, immer im Kreis. Nach dem oben genannten Prinzip der Anzahl steht die Kordel beim letzten Loch wieder aus dem Beutel, direkt neben dem Anfangsfaden heraus.
– Nun beginne man, die zweite Kordel genau auf der entgegengesetzten Hälfte einzufädeln. Und wieder hole alle wie bei Kordel eins. Im Grundsatz stehen sich die Kordeln u-förmig gegenüber und der Beutel lässt sich so noch stabiler verschießen. Die jeweils zusammengehörigen Bänder können mit einer Holzperle verknotet werden.
In relativ kurzer Zeit sind so die abgebildeten Beutel entstanden.

 
In relativ kurzer Zeit sind so die abgebildeten Beutel entstanden. Leder ist ein tolles Material, ich werde sicherlich bald wieder damit arbeiten.
 
Weitere Lederbeiträge:

LEDERBEUTEL / GELDKATZE
LEDERSCHUHE
LEDERARMBAND


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Mittelalter

Am letzten Wochenende lachte noch einmal die Sonne vom Himmel. Zeit die eigenen vier Wände zu verlassen um die vielleicht letzten, warmen Tage des Jahres zu genießen. Herne bot am Samstag und Sonntag allen Interessierten ein ganz besonderes Ereignis:

Mittelalter rund um und im Schloss Strünkede.
Für 8,- € Eintritt durfte man denn dann auch das von Soldaten bewachte Stadttor durchschreiten. Neben Ritter & Reittornieren, Pestumzug, Feuershow und einem riesigen Markt mit mittelalterlichen Waren und Speisen bot man auch musikalische Unterhaltung (z.B. Die Streuner …). Gaukler, Artisten und Mittelalter – Comedy wurde auf drei Bühnen den gesamten Tag über im Wechsel geboten. Langeweile konnte da gewiss nicht auf kommen. Neben den Mitarbeitern des Veranstalters fanden sich auch viele Besucher in mittelalterlicher Gewandung ein. So das ein für mich (nach optischen Gesichtspunkten) recht authentisches Feeling entstand.

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Doch das Gelände steckte voller kleiner Highlights. So zu sehen eine Falkner samt Bussard, Uhu, Falke und einen ausgewachsenen Adler. Ein Kinder-(Holz)-karussell (betrieben ohne Strom) und ein Badehaus mit zwei Zubern waren ebenfalls zu finden. An über 30 Marktständen konnte man so einiges käuflich erwerben: Nüsse, Räucherwerk und Speisen bis hin zur passenden Event-Kleidung (Hemden, Hosen, Taschen, Gürtel u.s.w., natürlich durften Bögen, Pfeile, Schwerter, Messer und Äxte nicht fehlen. Zum Abend hin erfolgte eine Beleuchtung durch unzählige Feuer, Fackeln und Kerzen, was dem Gelände einen ganz besonderen Charme verlieh. Persönlich stattete ich dem MET (Honigwein) Händler noch einen längeren (Probier)-Besuch ab. Schließlich benötigt man wärmende Andenken für die kalten Tage des Jahres. 😉

Die Stunden vergingen wie im Fluge, irgendwann haben wir uns dann doch vom Marktzauber loseisen können. Aber eines ist klar … im nächsten Jahr werden wir wieder dort vorbei schauen.