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Tödlicher Fußpilz

wpid-2013-08-21-09.10.37.jpgVielleicht erinnern sich noch einige Leser an den speziellen Fußpilz-Bericht vom Nov. 2013? Damals stieß ich auf einen merkwürdigen Auswuchs. Ein Baum hatte sich etwas eingefangen.

Bei meinem letzten Parkbesuch vor einigen Tagen interessierte es mich natürlich, wie es dem Baum mit Fußpilz ging. Was ich vorfand, war äußerst ernüchternd. Ein kahler, toter Stumpf samt Wurzelwerk ragt noch aus dem Boden. Vom Rest keine Spur mehr. Der Baum wurde gefällt.

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Ein sehr trauriger Anblick, in meinen Augen. Denn ein auf ca. 100 Jahre geschätztes Lebewesen ist tot. Generationen vor uns erstanden, einen Weltkrieg überlebt. Ein riesiger Gigant zerstört von einem Pilz? Oder war der Sturm Ela im Jahre 2014 ausschlaggebend für die Abholzung?

wpid-IMG_20140515_145115.jpgwpid-IMG_20140515_145232.jpgDer kleine Detektiv in mir erwachte. Auf Nachfrage bei Bekannten erfuhr ich, dass der Riese schon Anfang 2014 geschlagen, also Monate vor dem Megasturm gefällt wurde. Ein paar Netzrecherchen untermauerten diese Vermutung. Die über den Pilz beschafften Informationen weisen in dieselbe Richtung. Das letzte Bild zeigt es deutlich, die Basis des Waldbewohners ist zerstört und verfault. Bis tief in das Wurzelwerk reicht der Blick durch das Handteller große Loch.

Nichts ist für die Ewigkeit. Ruhe in Frieden großer Baum.

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8 Kommentare

Bekommen Bäume Fußpilz?

IMPRESSION DES TAGES

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Natürlich wollte ich wissen, um was für ein Gebilde es sich da handelt.

Bei meinen Spaziergängen konnte ich schon so manches entdecken. Doch dieses Mal konnte ich meinen Augen kaum trauen. Ein Baum mit einem solch großen (Fuß) Pilz sieht man nicht aller Tage. Fast wie eine Koralle, gut 22 cm Durchmesser und 10 cm aus dem Baum herauswachsend. Farblich tief Organgenfarben bis zu einem zarten Beigeton in den Spitzen der Lamellen. Vorsichtig habe ich den Auswuchs berührt, der anders als erwartet sehr fest war.

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Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)

Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)

Dieser Baumpilz ist im jungen Zustand essbar, wird aber sehr schnell zäh und ungenießbar.

Die durch den Schwefelporling verursachte Braunfäule kann zum Absterben des Trägers (der Baum) führen. Hat mir jedenfalls ein Naturführer verraten.

Dennoch habe ich den Pilz nicht entfernt. Denn in der Natur sollte der Fotograf Zeuge und nicht Akteur sein. Ich bin gespannt, was ich bei meinen nächsten Streifzügen finden werde.