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Ein neuer Doktor (Who) ist in der Stadt.

Wie unlängst bekannt sein dürfte, schätze ich die britische BBC, besonders deren TV-Serie Doctor Who. Bevor Ende 2015 die 9. Staffel im britischen TV ausgestrahlt wird, habe ich mich mit der Veröffentlichung der aktuellen Folgen in deutscher Synchronisation beschäftigt. Die Kaufversion ist für mich stets ein Pflichtkauf. Selbstverständlich hätte ich, um aktueller zu wirken, gleich zur Ausstrahlung einen Artikel schreiben können. Dem Internet sei Dank, kann man als getreuer Anhänger die Ausstrahlung über die BBC-Homepage verfolgen. Dennoch liegt mir dessen deutsche Synchro sehr am Herzen. Ich gehöre zu den Menschen, dessen englisches Sprachverständnis nicht für Wortwitz und Slang ausreicht, (und dies auch zugeben). Natürlich bietet auch die deutsche Box den Originalton, umschalten ist somit möglich.

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IMG_20141222_103923Ein neuer Doktor ist in der Stadt. Seit einigen Wochen liegt die neue Staffel der britischen SciFi Serie in den deutschen Verkaufsregalen. Es ist also an der Zeit, einen „gründlichen“ Blick auf die 12 Folgen der 8. Staffel zu werfen. Diese warten, wie unlängst bekannt sein dürfte, mit einem neuen Darsteller auf. Peter Capaldi schlüpft in die Schuhe des zeitreisenden Wunderonkels von Galyfrey. Nach dem Abschied von Matt Smith, kündigen sich große Veränderungen an.

wpid-img_20150513_152219.jpgDie Folgen –

(aus dem Jahre 2014) bieten durchweg gute und abwechselungsreiche Unterhaltung. Ohne Wenn und Aber, in ca. 653 Min. gibt es Unheimliches, Lustiges, Spaciges, Liebenswertes, Schrulliges, Spannendes und auch einen roten Faden, der in einer Doppelfolge endet. Alte Bekannte aber auch neue und sehr vielversprechende Feinde betreten die Bühne. Wieder einmal fasse ich mir an den Kopf und sage … warum ist das vorher nie jemandem eingefallen. Die Knochenlosen sind in meinen Augen Anwärter auf den Thron der Top-Gegner.

Löcher werden gefüllt und Brücken gebaut. Der Zuschauer erfährt, warum der Zeitwanderer eine Bombe im 50-Jahre-Special ausgerechnet in einer Hütte zündet. Ich mag es, wenn Dinge plötzlich Sinn machen und nachträglich für einen Aha-Effekt sorgen.

Der Doctor –

bzw. dessen Rolle wird nun von einem neuen Schauspieler übernommen. Nache dem obligatorischen Tode und der Regeneration als neue Persönlichkeit ist alles neu, anders und nicht austauschbar durch die vorherigen Darsteller. Capaldi hat bewiesen das es möglich ist. Nr. 13 geht Probleme komplett anders an. Er wählt logisch-, pragmatische Wege, ihm fehlt jegliche Leichtfüssigkeit und gefühlsbetontes Verhalten. So erscheint er sehr viel schroffer, düsterer und unsymphatischer. Anfangs ein großer Kontrast zu den Vorjahren. Zuschauer und Companion fühlen sich wie vor den Kopf geschlagen. Erst mit der Zeit läßt sich wieder eine Beziehung zu der Figur des Doktors aufbauen. Dennoch bleibt er distanziert und unnahbar, fremder als in allen anderen Staffeln zuvor.

Die Einführungsepisode (Tief Durchatmen) erfolgt gemäß der Tradition total verwirrt und verdreht. Doch schnell findet der neue Doc seinen Kurs. Optisch (Kleidung) an ältere Doktoren angelehnt, verzichtete diese Inkarnation auf Spielzeuge (Hut, Schal, Schirm, Face …). Selbst der Schraubendreher kommt viel seltener zum Einsatz.

Zusatzmaterial –

Zum ersten Mal bin ich von einer Bonus-Disc begeistert. Zu jeder Folge gibt es ein (obligatorisches) aber verdammt gut gemachtes Macking Of. Dazu Drehs vom Set, der World-Tour und anderen Ereignissen. Im Interview erfahren wir mehr über Peter Capaldi und sein Verhältnis zur Person des Doktors. Diese Zugaben wirken locker und nicht so gestellt, wie bei manch anderen Serien.

Web-Episoden sind beileibe keine Besonderheit mehr. Hier entscheidet die Qualität und diese ist bei DW stimmig.

Mein absoluter Bonus-Favorit: THE FIVE(ISH) DOCTORS. Ein Kurzfilm, der die Generationen verbindet. Wir bekommen eine Menge Schauspieler, Drehorte, die Ausstellung und andere Insider vorgesetzt. Nebenher stellt das Ende dieses Streifens das komplette 50-Jahre Special auf den Kopf. Für jeden Fan der neuen und besonders auch der alten Darsteller, (m)ein absoluter Geheimtipp.

Auch das Making Of zur Weihnachtsfolge ist eine Wonne. Wir erfahren z. B. ein wenig mehr über Strax, den Weihnachtsmann und … ach schaut doch selbst.

X-MAS Special –

Nachdem in der Box zu Staffel 7 sämtliche Specials (50. Jubiläum, Weihnachten) fehlten, schwante mir Übles. Doch beim Auspacken wurde ich positiv überrascht. Die X-Mas Sonderfolge ist dieses Mal wieder enthalten. „Hereingeschneit (Disc 6) ist ein Fall für sich und in meinen Augen kein passender Stoff für eine Weihnachtsfolge. Sehr düster, sehr böse und extrem bedrohlich werden hier Invasoren dargestellt. Wahrlich eine Albtraumfolge, allerdings bin für Nick Frost als Weihnachtsmann dankbar. Als Partner von Simon Pegg (Shawn of the Dead, Hot Fuzz …) bekannt, hat er wieder einmal bewiesen, dass er ein spitzenmäßiger Schauspieler ist. Er gibt seiner Rolle pepp, Power und Temperament, ohne den Mann im roten Mantel und Schlitten lächerlich wirken zu lassen.

Bild und Ton –

Die deutsche Synchro Capaldis bleibt hinter dem Original zurück und nimmt dem Doctor einen Hauch seiner schroffen Art. Damit muss der Fan leben oder auf die englische Tonspur wechseln. Der Sound ist aber in beiden Sprachen hervorragend (Dolby D 5.1) umgesetzt. Untertitel sind zu allen Materialien vorhanden. Außerdem besitzen einige Folgen optionale Produktionskommentare. Die HD-Bildqualität in 16:9 ist vorbildlich und beweist das TV Produktionen ebenfalls hohe Standards setzen können.

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Fazit –

Steven Moffat und sein Team schaffen es tatsächlich, der Serie eine neue Richtung und neue Impulse zu geben. Düster und schicksalsschwanger birgt diese Season Neues aber auch Vertrautes. Die richtige Mischung aus Überraschung, Unzufriedenheit und einer letztendlichen Versöhnung. Nebenher schüren sich die Erwartungen auf neue Abenteuer des durch Selbstzweifel getriebenen Doktors.


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Goodbye Mr. Spock

Am 27.02.2015 begab sich Schauspieler Leonard Nimoy auf den Weg zu neuen Horizonten. Doch diesmal ist es eine Reise ganz anderer Art. Weder Shuttel noch Warpantrieb befördern den weltweit bekannten Darsteller auf neue Abenteuer des Raumschiff Enterprise. Nimoy hat seine letzte Reise angetreten. Seine Enkelin informierte via Twitter die Öffentlichkeit vom  Tode des Leinwandhelden.

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Ein Schauspieler, den die meisten Menschen unter einem anderen Namen kennen. Dem die enorme Identifikation mit der Rolle des Mr. Spock, durch das Publikum, scheinbar zum Verhängnis werden sollte. Denn Angebote für neue Rollen blieben nach dem Ende der TV-Serie über Jahre aus. 1975 erschien ein Buch, das den spitzohrigen Vulkanier wie einen Fluch darstellte, den er nicht mehr los wurde. 

Erst 1995 offenbarte Leonard Nimoy in seinem Buch (I am Spock) seinen Sinneswandel. Letztendlich hatten ihm die Kinofilme der Originalbesatzung, Auftritte in Star Trek Ablegerserien und als Zeitreisender Spock in den neu aufgelegten Kinostreifen zu Erfolg und Wohlstand verholfen. Nicht zu vergessen, die zahllosen Convention, in denen er vor Fans agierte und z. B. von den Dreharbeiten berichtete.

Auch wenn er sein Leben lang auf diese Rolle reduziert wurde, sie darf wahrlich als Meilenstein der Filmgeschichte bezeichnet werden. Letztendlich bewies er selbst in Musikvideos und TV Spots, dass er sich auch selbst parodieren kann.

Nimoys folgen über 1 Million Menschen auf Twitter, weltweit ist unendlich vielen Menschen der Vulkaniergruß vertraut, von den spacigen Abenteuern ganz zu schweigen. Mit seinem Gesicht verbinden Personen allen Alters, Nationalität, Hautfarbe und Religion logisches und ehrenhaftes Verhalten. Das Alien vom Vulkan war mehr als nur eine Rolle, für ihn und auch für uns.

Okay, okay … eigentlich wollte ich keine große Story aus diesem traurigen Anlass basteln.

Dieser Mann hat geschafft, wovon viele reden. Er hat Generationen inspiriert, hat Werte hochgehalten und vermittelt. Er gab dem, was er darstellte Leben und Authentizität. In meinen Augen ein Schauspieler, wie es sie heute kaum noch gibt. Vielleicht betrachtet er uns nun von einer höheren Warte aus. Ich möchte ihm nur noch eines mitteilen:

„Sie haben mein Leben berührt und meinen Lebensweg beeinflusst Mr. Nimoy. Ich wünsche ihnen auf der nun angetretenen Reise alles Gute.“

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GOODBYE MR. SPOCK


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Doctor Who – Ein Abenteuer in Raum und Zeit

Heute stelle ich euch einen Film vor. Nach dem Durcheinander der letzten Woche hat mir dieser Streifen geholfen, auf andere Gedanken zu kommen.Titel und Thema (Doctor Who) lassen an Strahlenkanonen und Raumschiffe denken. Aber weit verfehlt, ist dieser Streifen eine Mischung aus diversen Filmgenre. Doch lest selbst.

EIN ABENTEUER IN RAUM UND ZEIT

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Meine Rezension zu diesem Film schaut folgendermaßen aus:

Ein Abenteuer in Raum und Zeit (86 min.)
Der Titel lässt vermuten, dass es sich um einen SciFi Film mit Raumschiffen und Zeitsprüngen handelt. Vielmehr ist es die Geschichte, welchen steinigen Pfad die BBC TV-Serie: Doctor Who zu Anfang beschritt. Ein Spielfilm der die übermittelten Geschehnisse aus Cast, Regie und Produktion aufarbeitet. Und der sich die Zeit nimmt, das Seelenleben der Figuren zu berücksichtigen. Hervorragend wurde der Charme der 60’er Jahre eingefangen. Der Aufstieg der berühmten TV Serie und des Schauspielers William Hartnell, hervorragend gespielt von David Bradley, sind Kern der Geschehnisse. Den WHOVIAN erwartet ein mit Insiderinformationen gespickter Kultstreifen. Der Doctor Who unerfahrene Zuschauer bekommt einen Film mit Tiefe, unvorhersehbaren Wendungen und BBC Zeitgeschichte geboten. Ängste, Höhen und Tiefen wirken stets glaubhaft und bedienen das Publikum. Eine Geschichte die das Leben schrieb und die sich darum auch nicht an die üblichen Klischees heftet.

Bonusmaterial (25 min.)
Das Bonusmaterial kann sich ebenfalls sehen lassen. Neben Interview und einem Bericht von den Dreharbeiten, bereichern nachgestellte Szenen der Originaldreharbeiten das Menü. Hier hätte ich mir zum direkten Vergleich die alten Originalaufnahmen gewünscht. Auch mit deleted Scenes kann die BluRay aufwarten. Also ein gut gemischter Nachtisch zum Hauptfilm. Und mit 25 Minuten weder zu lang noch zu kurz.

Fazit: Eine wunderbare TV-Produktion. Deren Stärke, das Phänomen Doctor Who, gleichzeitig deren grösste Schwäche ist. Wer auf unkonventionelle Filme mit Herz steht, ist hier bestens bedient.

Wer Doctor Who noch nicht kennt, wer Geschichten liebt, die das Leben schrieb und sich dabei für ein wenig Zeitgeschichte begeistern kann, ist hier richtig aufgehoben. Drama, Doku und liebenswerte Geschichte um den ersten Schauspieler der grössten und am längsten laufende TV (und SciFi) Serie der Welt.


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X-MEN

Oh, da ist ein Bericht der dringen raus muss. Obwohl ich schrieb, dass es erst in der nächsten Woche weitergehen soll, jetzt schon mal ein Kinobeitrag. Viel Spaß.

X-MEN

Vor einigen Wochen (27.05) besuchte ich das örtliche Kino. Leider komme ich erst heute dazu, zu berichten. Trotzdem möchte ich euch meinen Senf nicht vorenthalten. Dann auf ins Abenteuer, denn…


ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT.


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Mit einigen Freunden im Schlepptau wurden die Kinokarten gelöst. Unsere Tickets für die Zeitreise im Marvel-Universum waren nicht günstig. Überlängen- & 3D Zuschlag ließen den Preis sehr üppig ausfallen. Dennoch, mit Spannung habe ich diese Fortsetzung erwartet. Unlängst outete ich mich als Kenner der XMEN Comics, Zeichentrick, Anime und Actionfiguren. In den vergangenen Jahrzehnten verfolgte ich die mehr oder minder nahe am Original angelegten Verfilmungen.

Die bisherigen Unterschiede zwischen Comics und Verfilmungen (Kostüme, Ausstattung aber auch Handlung) mögen bislang für penible Fans ärgerlich gewesen sein. Sie werden mit diesem 5. TEIL allerdings erklärt und was mir noch wichtiger erscheint, sie werden durch einen gekonnten Seitenkniff ausgebügelt. Doch der Reihe nach, ich greife vor.



Vorweg hatte ich mich allen Informationen, Rezensionen und Trailern zum Film erfolgreich entzogen. Ich wollte mich unvoreingenommen in den Kinosessel kuscheln und überraschen lassen. Gespannt, von Vorfreude und dem Unbekannten ging das Licht aus. Ich wurde endlich mal wieder positiv überrascht.

Wer sich den Film noch anschauen will und nichts über die Handlung erfahren möchte, der möge den bläulichen Spoilerbereich überspringen.

Achtung: SPOILER ON ————————————————————–

DIE HANDLUNG

Ein wenig in der Zukunft. Die Welt, wie wir sie kennen … irgendetwas ist schief gelaufen. Wir erfahren, dass die Ereignisse seit dem Jahre 1973 nicht mehr so verlaufen, wie es besser gewesen wäre. (Und wie wir die Realität heute kennen).

#1 – Die Zukunft

Der Filmanfang hat mich merklich erschreckt. Patrick Stewart wirkt einfach schlapp, bleich und seeeehr alt. Dieser Schauspieler tut der Rolle nicht gut. Und nur sein Name hat ihm diesen Job verschafft, grummelte ich mir in den Bart. Doch weit gefehlt. Schnell wurde mir klar: Alle Mutanten sind aufgerieben, abgehetzt und fertig. Der tägliche Kampf ums Überleben hat selbst die einst verfeindeten Führer Magneto und Professor X vereint. Und die Protagonisten sind mit Absicht so „fertig“ gestaltet. Dies bewies mir, dass dies sehr glaubhaft gelungen ist.

Woverine wird via Raumzeit-Dings Bums- StrahlenZisch und Mutantenkraft in das Jahr 1973 zurück gespült. Um dies den ganzen Film über dramatisch zu halten, muss stetig Mutantenkraft abgestrahlt werden. Während einer nach dem anderen Mutanten gegen die Sentinals erfolglos antritt.

#2 – Die Vergangenheit

Logan muss verhindern das Raven alias Mystic den Konstruktor der Roboter tötet. Dazu nimmt er Kontakt zum jungen Charles Xavier (1973) auf. Es gilt erst mal den jungen M. Lehnsherr (Magneto) aus einem Gefängnis zu befreien. Denn nur mit ihm zusammen kann Xavier Raven aufhalten.

Im Durcheinander tritt noch eine dritte Partei auf den Plan. Noch mehr Mutanten erschweren Logans Auftrag. Und selbst als Mystic aufgehalten werden kann meint es das Schicksal nicht gut mit der Zukunft. Immer wieder ändert sich die Zukunft zum Negativen hin. Ein recht interessantes und nicht immer vorausschaubares Intrigenspiel zwischen allen Mutanten beginnt.

In letzter Sekunde (wen wundert das noch), erweist sich Raven als das, was sie immer war. Als verängstigtes aber mutiges Mädchen, das den Willen hat etwas zu verändern. Sie rettet durch wahren Heldenmut den US Presi und schlägt somit eine Brücke für ein Verständnis.

#3 – alternative Gegenwart

Wuschhhh … Logan steht in der Mutantenschule. Und Patrick Steward ist endlich wieder straff und die Mutanten gerettet.

Achtung: SPOILER OFF ————————————————————-

–TRAILER–

POSITIVES

Der Film besitzt viele Highlights! Ein Passender Spagat zwischen Humor, Ernsthaftigkeit und Mutantenkräften ist gelungen. Der Film verkommt nicht zu Effekte-Schlacht. Diese sind genau richtig portioniert. Besonders die Beweggründe aller Mutanten und Personen bleiben nachvollziehbar. Außerdem führt uns dieser Film eines besser vor Augen, als alle anderen Teile. Niemand ist wirklich böse, es gibt kein Schwarz/Weiss in der Welt.

Gespickt mit Insidern ala Quicksilver, Stryker und unzählige andere Kleinigkeiten bekommen Comicleser eine Extraportion Fun. Auch erfährt der Zuschauer, was mit einigen Charakteren aus den Teilen zuvor geschehen ist.

Dieser Film schlägt einen Bogen und bildet eine Verbindung zu allen anderen 4 X-MEN Teilen. Auch die Mitarbeit der Schauspieler liefert ihr übrigens. So sehen wir nicht nur Sir Ian McKellen in seiner Rolle wieder. Auch Michael Fassbender (junger Magneto), Hale Berry (Storm) und das junge Beast (Nicholas Hoult) und viele andere glänzen wieder. Als dickes Sahnehäubchen oben auf tritt (Peter Dinklage) als Robotodesigner Bolivar Trask in Erscheinung. Und dürfte den Zuschauern auch als Tyrion Lannister (Zwerg) aus Games of Thrones bekannt sein.

NEGATIVES

Natürlich gibt es auch ein paar Minuspunkte zu vergeben. Das Filmgeschehen ist nicht mit der Comicvorlage konform. Das kann sauer aufstoßen ist für mich aber nur ein Haar in der Suppe. Dennoch kann ich verstehen, dass einige Fans in diesem Punkt keinen Spaß verstehen. Dieser Film erzählt eine ganz eigene Geschichte. Außerdem gibt es wieder einige Logiklöcher. Diese werden aber wie selbstverständlich überspielt, und gehen in der recht flotten Handlung unter.



FAZIT

Der Film macht einfach Spaß, behält dabei Köpfchen. Nebst Superkräften und Action bedient man sich nachvollziehbaren Schicksalen. Ein Film, den ich mir sicherlich noch einige Male ansehen werde, soviel ist sicher.

 

 

 

 

 

 

 

 


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7. Hausbesuch des Doctors (Who)

Ab sofort werden wieder Hausbesuche gemacht.

7. Hausbesuch des Doctors

Deutschland holt nicht nur regelmäßig im Fußball auf. Auch in Punkto Zeitreise haben wir ordentlich zugelegt. Mit der aktuellen 7. Staffel sind wir nun international gleich oben auf. Die komplette Serie (Neustart 2005) liegt nun in deutscher Version vor.

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Über den Dealer eures Vertrauens bezogen, werdet ihr sicherlich eine Menge Spaß haben. Nebst einem außerordentlich guten Bild liefert der Datenträger auch satten Sound. Wem die deutsche Synchronisation nicht zusagt, hat (wie gewohnt) die Wahl zwischen verschiedenen Tonspuren.

Keineswegs selbstverständlich ist das umfangreiche Bonusmaterial. Enthalten sind auch sämtliche Web-Episoden, die zwischen den Sendungen spielen und zusätzliche Infos zur jeweiligen TV-Folge bieten. Auch die zwei Weihnachtszeit-Specials, die in den zwei Jahren der Staffel 7 an den Start gingen, sind mit enthalten.

Da wären dann noch die Folgen selbst. Ich finde das sich diese Staffel noch einmal steigern konnte. Kaum zu glauben, nach der hervorragenden 6. Staffel konnte die BBC teilweise nochmals zulegen.
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Dass ich Fan dieser Serie bin, ist hinlänglich bekannt. Da freut es mich besonders, einen neuen Zuschauer infiziert zu haben. Ein alter Freund aus Wolfsburg ist meinem Ratschlag gefolgt. Und hat sich in die Zeitreise-Abenteuer verliebt. Möge auch er den Virus weitertragen.

 

 

 


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50 Jahre Doctor Who

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Der 23.11.2013 ist der Tag des Doctors.

Am 23.11.63 wurde die erste Folge Doctor Who ausgestrahlt. Mit einem Special soll zu den Anfängen zurückgekehrt werden. 50 Jahre Doctor Who, ein BBC TV-Ereignis das es gebürtig zu feiern gilt.

KINOFINDER LINK – EIN KINO IN DEINER NÄHE

Parallel zur TV-Ausstrahlung wird das Jubiläums Special am 23. November weltweit simultan in ausgesuchten Kinosälen in 2D und 3D gezeigt.

Der Tag des Doctors … in Deutschland.
  • In Deutschland übernimmt am 23.11. der Pay-TV Sender FOX die Ausstrahlung. Zuschauer aus über 75 Ländern erhalten erstmals die Möglichkeit, live an der Ausstrahlung teilzunehmen.
  • FOX präsentiert die Jubiläums-Episode als Höhepunkt des DOCTOR WHO – 50 JAHRE SPECIALS zur Weltpremiere zeitgleich. Den exakten Sendetermin gibt die BBC am 13. November bekannt.

Produzent Steven Moffat zur Jubiläums-Episode: „Der Doktor war schon immer ein Zeitreisender – jetzt reist er durch die Zeitzonen. Der 23. November wird kein Tag sein, an dem die Bösewichter die Erde erobern, es wird der Tag des Doktors sein.“

Zum Inhalt

(Achtung Spoiler):

  • Der elfte Doktor (Matt Smith) verkündet: „Nun ist die Zeit gekommen, vergangenen Entscheidungen im Namen des Doktors ins Auge zu blicken. Unsere Zukunft hängt von einem einzigen Moment an einem unmöglichen Tag ab. Der Tag, vor dem ich mein Leben lang davongelaufen bin. Der Tag des Doktors!“
  • Mittlerweile ist bekannt, dass mehrere Inkarnationen des Doctors in Erscheinung treten werden.
  • Gesichert ist die Information, dass sich nebst der 11. Inkarnation auch der 10. Doctor David (Tennant) einfinden wird.
  • William Hartnell, der erste Doctor soll zurückkehren. Angeblich wurde ein Doubel verpflichtet.
  • Auch Susan, die Nichte des ersten Doctors soll eine Rolle spielen.
  • Nachdem UNIT (wie von Fans gewünscht) weitaus mehr in den Mittelpunkt gerückt war, soll es nun angeblich eine entscheidende Information zu Torchwood geben. Ob es sich dabei um die verschollene Gruppierung oder einen Appetizer zur nächsten Staffel handelt, ist unklar.
  • John Hurt soll eine ganz besondere Inkarnation spielen.
  • Laut Trailer könnten auch die Doctoren drei und vier in Erscheinung treten. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man, das ALLE Inkarnationen einen mehr oder minder langen Kurzauftritt erhalten sollen. So käme man auch einer alten Tradition nach.
  • Christopher Eccleston hatte (s)ein Mitwirken an den Dreharbeiten zum 50. Jubiläum im Vorfeld angeblich abgelehnt.
  • Die Handlung des Special soll sich angeblich auf den Zeitkrieg zwischen Timelords & Daleks ausdehnen. Vermutungen sprechen von der Auflösung des Gordischen Knotens, der über dem Zeitgefängnis der einstmals so stolzen Rasse steht.

Natürlich sind alle Punkte aus der Gerüchteküche ohne jegliches Gewähr zu verstehen.

Die Uhren drehen sich, die Zeit rennt, nur noch kurze Zeit, bis der Doctor wieder in Erscheinung tritt. Angeblich fantastischer, gigantischer und spannender als jemals zuvor. Ich hoffe, dass man uns nicht nur heiße Abgase der TARDIS um die Nase bläst. Bislang waren die Specials kein absoluter Garant für umwerfende Abenteuer. Einige dieser Filme kamen nicht über die Qualität einer mittelmäßigen Folge hinaus. Auch Moffat ist für seine wirren Handlungsstränge und urplötzlich eigentümlichen wirkenden Auflösungen bekannt. Hoffen wir das Beste. Der Tag des Doctors steht kurz bevor.

Euer Uwe

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Doctor Who – Update Special-Box

> Update Special – Box <

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Nebst dem 50. Jubiläum (am 23.11.13) zur Serie gibt es weitere Neuigkeiten für deutschsprachige Fans. Eine neue DVD-Box ist ebenfalls ab diesem Datum erhältlich. Wie gewohnt laufen in good old Germany die Uhren ein wenig langsamer. Während auf der Insel ein neuer Schauspieler bereitsteht, um das Zepter zu übernehmen, materialisiert in unseren Verkaufregalen die Special-Box mit den Jahren 2008 – 2010.

DWSP

Zur Info

2009 schickte die BBC (nach der 4. Staffel aus 2008) keine neue Season ins Rennen. Sparmaßnahmen schockten die weltweite Fangemeinde. Schnell machten sich Gerüchte breit, man sprach gar von einer Einstellung der erfolgreichen Serie. Starker Tobak für die ansonsten recht smarten Inselbewohner jenseits des Kanals. Binnen kürzester Zeit berichtigte die weithin bekannte Medienanstalt diese Falschinformation. Man kündigte für 2009 (bis einschließlich Januar 2010) fünf TV Special an.

Der 4. Staffel folgen die Abenteuer der Special-Box (Dez.) 2008 – (Jan.) 2010. Die Abenteuer der 5. Staffel setzen in der Timeline nach dieser Box an. Es empfiehlt sich, die Serie in dieser Reihenfolge zu schauen. Da die 5. Staffel thematisch auf die Specials aufbaut.

Enthalten sind
  • The next Doctor (Der andere Doctor)
  • Planet of the dead (Planet der Toten)
  • The waters of mars (Der rote Garten)
  • The End of Time 1 (Das Ende der Zeit 1)
  • The End of Time 2 (Das Ende der Zeit 2)

Mit diesen Filmen konnte (und musste die Gefolgschaft) sich zufrieden geben. Meiner Meinung nach preschen „The Waters of Mars“ & „The End of Time“ qualitativ besonders positiv hervor. Über die recht gemischten Reaktionen der Fangemeinde lasse ich mich an dieser Stelle aber nicht weiter aus. Letztendlich ist weniger Doctor immer noch besser als gar keine Hausbesuche.

Und sonst
  • 311 Minuten auf 5 DVDs, wahlweise auch als BluRay erhältlich.
  • Erscheinungstermin 23.11.2013
  • The End of Time 1+2 (Das Ende der Zeit 1+2) beinhaltet die Geschichte, in der der 10. Doctor in den 11. (Matt Smith) reinkarniert.
ALLE INFOS zum 50. JUBILÄUM findet ihr im Beitrag am 04.11.2013!


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Doctor Who TAG

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Ich wurde getaggt! (Ohjee, wie sage ich es meiner Mutter?) Eine Bloggerin hat mich aufgefordert 10 Fragen zu beantworten, die sie zuvor selbst beantwortet hat. Infolgedessen soll auch ich einen solchen Beitrag erstellen. Gern beteilige ich mich an dieser Selbstauskunft.

Es geht um den

Dr BookDoctor Who Tag …

von MISS BOLEANA.

Dann werde ich die Uhr mal zurückdrehen und … *möööööööööööööööööp* an die Anfänge meiner eigenen Gefolgschaft zurückreisen. Oh verdammt, schon witzig sich auf irgendwelche Anfänge zu besinnen. Denn auch meine Vorliebe für Zeitreisende Doktoren hat mal irgendwann begonnen. Und es war kein leichter Weg bis hierher. Denn ich war lange Jahre eine missverstandene Kreatur. Doch die Treue dem Mann in der blauen Box gegenüber hat sich irgendwann doch ausgezahlt. *grins*

1. Wann wurdest du Fan von ‘Doctor Who’?

Nach einem Schneider-Buch Roman (mein erstes Buch überhaupt) Anfang der 80’er war ich angefixt. Die TARDIS, damals nur als Raumschiff übersetzt, fremde Planeten, seelenlose Daleks (?), gefährliche Experimente mit Bakterien … alles, was es brauchte, um mich mehr als neugierig zu machen. Leider blieb es dabei, Nachschub war nicht in Sicht. Das Internet war noch … vergessen wir diesen Punkt, weitere Bücher konnte ich nicht ausfindig machen. Im TV war der Doktor ebenfalls unbekannt und irgendwann dann auch aus meiner Wahrnehmung(sfilter) verschwunden.

Ab 1989 strahlte RTL die aktuelle 24. Staffel des 7. Doctors (Silvester McCoy) aus. Ich stolperte ab der 4. Folge über die Serie und konnte es kaum glauben. Das kam mir bekannt vor, das war doch DER DOKTOR. Ich war absolut begeistert, auch wenn es RTL mit der Sendereihenfolge der Episoden oft nicht so genau nahm. Doch meine neue Lieblingsserie verschwand recht schnell wieder von der Bildfläche. Die Serie wurde 89′ im Königreich eingestellt und auch RTL setzte einen Grabstein. Lediglich 6 Romane erschienen im Goldmann-Verlag, die ich binnen Wochen verschlungen hatte.

In zahlreichen Filmzeitschriften hielt ich nach Neuigkeiten, Infos und Anhaltspunkten Ausschau. Mittlerweile hatte ich Kontakt zur englischsprachigen Literatur und erfuhr, welcher Rattenschwanz an der Sache hing. 1995 brachte VOX noch die 22. & 23. Staffel im (niemand sonst sah es) Vormittagsprogramm. Dank Rekorder und viel Geduld ging mir auch der 6. Doktor ins Netz. Im selben Jahr kündigte die Zeitschrift SPACEVIEW einen neuen Pilotfilm für eine Doktor Who-Serie an. 1996 hielt ich das dazugehörige VHS-Tape in den zittrigen Händen. Erst weitere 10 Jahre später kam ich in den Genuss der neuen Staffeln. Ufff … *streck* jetzt isset raus, das war die ganze Wahrheit.

2. Wer ist dein Lieblings-Doctor?

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Ich schätze ALLE Inkarnationen des Doktors. Leider kenne ich die Folgen der 3. – 5. Inkarnation (1970 – 1984) nicht.

Matt Smith (Nr. 11) ist mir bislang der sympathischste Doc. Seine unruhige, aufrichtige, emotionale, vertrauensvolle, kindliche und dennoch gefestigte Art, machen ihn zu einer Figur, der ich viel Vertrauen ausspreche.

Patrick Troughton (Nr. 2) würde ich ebenfalls ganz weit vorne einreihen. Anfangs schier steif und angestaubt entpuppt er sich schnell als coole Socke mit viel Elan, Eigenheiten und liebenswerten Spleens.

Christopher Eccleston (Nr. 9) ist mir ebenfalls überaus sympathisch, seine Neuinterpretation war genau das, was die Serie brauchte.

 

3. Wer ist dein Lieblings-Companion (=Begleiter)?

Wirklich schwer zu bestimmen. Ehrlich gesagt waren die Companins der frühen Staffeln etwas steif. In den späteren 20’er Staffeln teilweise ein wenig nervig.

Meine Wahl wird sicherlich viele verwundern aber es ist …

brunoAdam (Bruno Langley) aus den Folgen St01 E06 (DALEK/Dalek) & St01 E07 (The long Game/Langzeitstrategie) . Ja, der halbe Meter, der Kurze aus Mr. van Stattens Hochsicherheitsmuseum. Er war einfach … menschlich, also aufrichtig unaufrichtig, erlag der Versuchung sich heimlich durch eine Manipulation Vorteile zu verschaffen. Flog dafür sofort aus der Tardis *ZACK* und … ich hätte gern mehr gesehen. Und dies nun bitte nicht falsch verstehen. Alle Begleiter des Doktors sind immer so verdammt überanständig. Sehen nur Adam und ich diese … Möglichkeiten?

Danach mag ich Amy nennen. Sie war selbstständig und hat sich entwickelt. Ihre Storyline fand ich verdammt intensiv. Verhunzte Kindheit durch den Typ aus der blauen Kiste. Dann die mehr oder minder verworrene Geschichte um ihr Kind. Und dann ein Typ der 2000 Jahre auf sie gewartet hat … TOP.

Lange Zeit war „beauty“ Rose Companion meiner Wahl. Hätte sie Musik gemacht, ich hätte ihre CDs gekauft. Doch ihre Auftritte nach der 2. Staffel fand ich ziemlich aufgesetzt und unnötig – sorry. Mit der Weiterentwicklung der Serie hat sie das Siegertreppchen verlassen.

Captain Jack – HALLO …, nein, witziger Typ aber nicht meine erste Companin-Wahl. Da fällt mir ein, Jack wäre doch der ideale Partner für den Highlander!?

 

4. Welche ist deine Lieblingsfolge?

Unangefochten das X-Mas Special 2010 (A Christmas Carol/ Fest der Liebe). Einfach wunderbar witzig und herzlich umgesetzt. Auch wenn einige Fragen offenbleiben, nach den anderen Specials endlich eines das den Namen verdient.

Ach ja, es wurde nach einer Folge gefragt. Das wäre dann St05 E10 (Vincent and the Doctor/Vincent und der Doktor), fand ich auch sehr eingehend und menschlich ausgelotet. Eine Charakterfolge, in welcher der Doktor nicht den Hauptpart einnimmt. Ein glaubhaft verstörter Vincent, das Ende, eine Offenbarung. Ich liebe es, wenn Dinge plötzlich Sinn machen.

Dieser folgen einige Episoden. St01 E09 u.10 (Das leere Kind & Der Doktor tanzt). St6 E04 (The Doctor’s Wife/Die Frau des Doktors), St2 E02 (Tooth an Claws/Mit Zähnen und Klauen) *Rrrrrrrrr*, Don’t Blink *blinzel*, Water of Mars *blitsch*…

5. Welche Episode magst du am wenigsten?

Hmmm, es ist nicht alles Gold, das glänzt. Wer schon mal im Mittelmeer schwimmen war, versteht, was es heißt, das nicht alles was im Wasser glitzert, auch Geschmeide ist. Diese Weisheit kann auch auf eine TV-Serie angewandt werden. St5 E07 (Amy’s Choice/Amys Entscheidung) – ein Lückenfüller. St06 E11 (The God Complex/Götterspeise) die Shining-Roomstory. Auch mit St06 E09 (Night Terrors/Nacht der Angst) konnte ich niemals warm werden.

 

6. Welchen Companion magst du am wenigsten?

Mel (21. u. 22. Staffel) schrill, stressig, mal ehrlich, wer würde so jemanden freiwillig mitnehmen? Schaut selbst …

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Und Donna Nobel … von absoluter Abneigung kann keine Rede sein. Aber ich würde Donna in der Beliebtheitsskala ganz hinten einordnen. Sie ist anstrengend, schön das sie da war, toll das sie wieder geht. Keine Frage, sie hat für Abwechselung gesorgt, war bissig, kantig, widerspenstig aber ich bin ein Fan von harmonischen Begleitern. Donna hat auch großartige Momente, z.B. den Heulanfall auf ihrer Hochzeitsfeier. *zwinker*

 

7. Welchen Doctor magst du am wenigsten?

Dr6Hinten an würde ich den 6. Doktor, Colin Baker stellen. Er ist mir als Charakter, incl. Outfit, Frisur und seinem Gehabe zu grell. Es scheint, als müsse er sich unbedingt in allen Belangen von älteren Versionen unterscheiden. Baker bringt etwas absolut blasiertes, fast schon weibliches in die Rolle ein. Unstimmig wie ein bunter Zirkusclown, der wissenschaftliche Vorträge hält. 1985 beabsichtigte die BBC die Einstellung. Böse Zungen behaupten einen Zusammenhang mit Bakers Leistungen.Dr96

Paul McGann (Nr. 8) fand ich steif und unbeholfen. Aber er hatte auch nicht besonders viel Gelegenheit auf Tuchfühlung zu gehen und die Rolle zu entwickeln.

 

 

8. Wenn du die Chance hättest, Companion zu werden, was für eine Art Companion wärst du?

Ich würde gern neue Wege gehen. Finster, schlecht und verdorben aber nicht mörderisch. Jemanden den der Doc dringlichst braucht und darum mitnehmen muss. Sich dennoch mit ihm anfreundet. Ich würde dem Doktor gern die andere Seite der Medaille schmackhaft machen. Nicht als kitschiger Bösewicht, überzeichnete Karikaturen gab es schon genug. Auf dunklen Pfaden wandeln, um lichte Ziele zu erreichen, dennoch enge Freundschaften knüpfen, auch wenn man sich auf sein Gegenüber nicht einlassen kann? Oder doch …? Der absolute Saubermann ist nicht für jede Gelegenheit die richtige Wahl … oder? *muharraaaa*

Mich würden die stillen Momente des Doktors interessieren. Wenn dessen Augenwischerei, die vorwitzige, große und laute Klappe still wird. Ihm dann ganz neue (dunkle) Denkanstöße präsentieren und ernste Gespräche dazu führen.

Am Ende der Mitfahrgelegenheit …  ich würde nicht wieder auf die Erde zurück wollen. Mit gaaaanz groooßer Sicherheit gibt es mehrere Plätze im Universum, an denen es mir besser gefällt. Also bitte auf einem Planten meiner Wahl absetzen.

 

 

9. Welches ist das großartigste Monster das du jemals in ‘Doctor Who’ gesehen hast?

engelDa muss ich nicht lange überlegen. Sicherlich sind die weinenden Engel eine endgeniale Idee. Aber auch die Stille, Kreaturen, die man ansieht und sofort wieder vergisst, halte ich für einen eben so ausgefuchsten Einfall.

 

10. Und welches ist das schlechteste?

Über die Monster der Klassik-Serie mag ich den Mantel des Schweigens ausbreiten. Eccleston machte in der ersten Staffel schon einen Witz über die Sparmaßnahmen der BBC. Optisch und storytechnisch gab es da Einiges, was eine Himbeere verdient hätte.

In den neuen Abenteuern finde ich aber St04 E07 (The Unicorn and the Wasp/Das Einhorn und die Wespe) besonders spärlich. Warum muss dieses Wesen zu 100% einer Wespe entsprechen? Wäre es feingliedrig, einem Insekt ähnlich – kein Thema. Und wo bleiben die psychischen Auswirkungen. Dann noch auf eine Gartenparty gehen? Ich denke man hätte sich mit ganz anderen Problemen (Psyche) beschäftigt.

vespeIn meinen Augen war die Umsetzung äußerst schwach und diente nur der Verwirrung, damit kein Zuschauer auf die Lösung kommen konnte. Ansonsten ist die Idee auf Agatha Christie zu treffen spitze, auch das Krimi-Element fand ich gelungen. Mir hätte sogar der ursprünglich geplante (ungeschnittene) Anfang gefallen

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who

Geronimoooooooooooooooooooooooo … soweit meine Antworten MISS BOLEANA. Mein erstes Mal und es hat nicht wehgetan. Die kleine Raum-/Zeitreise hat richtig Spaß gemacht und mich bis auf den Dachboden versetzt. In Ehrfurcht versunken habe ich dort meinen ersten Roman (Dr. Who – Der Planet der Daleks) herausgekramt. In der nächsten freien Minute werde ich mir das Buch noch einmal vornehmen.


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Kinobesuch ELYSIUM

Ein Kinobesuch stand auf dem Programm. Mit Freunden ging es in den Film …

elysium logo

Das Jahr 2154, die Erde ist hoffnungslos überbevölkert. Mega-Konzerne beuten die Bevölkerung aus und haben die Weltwirtschaft fest im eisernen Würgegriff. Das Recht des Stärkeren bestimmt den täglichen Überlebenskampf um Lebensmittel, Arbeit und Wohnraum rund um den Erdball.  Die High Society hat sich ein gewaltiges Areal in den Sternen geschaffen, eine gigantische und begrünte Sphäre namens Elysium. Elysium ist ein Paradies mit Wäldern und Meeren, Krankheiten und körperlicher Verfall sind „dort“ ausgemerzt. Ein überlegenes Waffensystem schützt die Ruhe der wohl Betuchten und verwehrt Unbefugten den Eintritt.

Nachdem Max (Matt Damon) bei einem Arbeitsunfall verstrahlt wurde, bleiben ihm nur noch wenige Tage. In seiner Not übernimmt der Ex-Gangster einen Insiderjob. Gestohlene Datentickets für Elysium sollen ihm die rettende Heilung ermöglichen. Doch statt des erhofften Einreisecodes für die Raumstation erbeutet Max weitaus brisantere Daten. Fortan sind Cyborg-Söldner im Auftrag der Verteidigungsministerin (Jodie Foster) hinter (den Daten in) seinem Kopf her. Ein Kampf gegen die Zeit entbrennt …

Den Zuschauer erwartet ein unangenehmes und vollends ausgearbeitetes dystopisches Weltbild. Die Erde, ausgebeutete und überbevölkert, nach einem sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenbruch. Der niedere Mob wird von Maschinen und künstlicher Intelligenz nach dem Zero-Toleranz-Prinzip kontrolliert. Menschlichkeit scheint zwischen Armut, Hektik und Schmutz auf der Strecke geblieben zu sein. Bedrückend, erschreckend und beängstigend, bis auf winzige Ausnahmen, unangenehm realistisch.

Der Film begeht nicht den Fehler, Elysium als bösartige Klischee-Gesellschaft darzustellen. Vielmehr wird eine humanistische (untereinander), in familiären Werten gefestigte Wohlstandsgesellschaft der oberen 10 000 präsentiert. Diese ist allerdings darauf bedacht, Besitz und Wohlstand für sich selbst zu sichern. Eine Sichtweise, derer sich viele Zuschauer sicherlich anschließen können, nachdem sie die Zustände auf dem Planeten kennen.

MEINE MEINUNG –

FilmMögen Gesellschaft und Szenario auch glaubhaft sein, an einem mangelt es dem Film gewaltig. Matt Damon scheint Nichtschwimmer zu sein. Ihm fehlt jeglicher Tiefgang und Einfühlungsvermögen. Den Freischwimmer scheint er nicht einmal für ein Goldfischglas zu besitzen. Vergebens wartet der Zuschauer auf charakterliche Feinheiten oder glaubhafte Wesenszüge.  Matilda (Emma Tremblay), die Tochter seiner Filmpartnerin sticht Damon mit wenigen Sätzen aus. Max bleibt stumpf, stellenweise holzig und eindimensional. Seine zwei Gesichtsausdrücke kennen wir seit Good Will Huntig.  Wer damit kein Problem hat, wird über die größte Schwäche dieses Filmes hinwegsehen können.

Alle anderen Schauspieler liefern eine akzeptable bis großartige Leistung ab. Jodie Foster stemmt die Bürde von Verteidigungsministerin Delacourt grandios. Skrupellos geht sie über Leichen, ihre Beweggründe bleiben dabei absolut plausibel.

Auch Maxwell Perry Cotton, in Rückblenden aus Kindertagen, versteht es Damon an die Wand zu manövrieren und dies, ohne merkliche Leistung zu zeigen. Kaum wiederzuerkennen ist Cyborg Kruger, alis Sharlto Copley. Dem Zuschauer besser bekannt als Wikus Van De Merwe (District 9). Den smarten Schwächling tauscht er hier gekonnt gegen einen sexistischen und gnadenlosen Söldner. Eine überzeugende Alice Braga, bekannt aus I Am Legend, Predators und Repo-Man, übernimmt den weiblichen Part einer alten Freundin, der nur die Tochter Martha wichtig erscheint. William Fichtner als Konzernvorstand Mr. Carlyle, Diego Luna, Josh Blacker und Wagner Moura runden ein gelungenes Umfeld an Mitstreitern, Halunken und Gegnern ab. Der Film setzt den Schwerpunkt dennoch auf Action, Ballerei und ausgefeilte CGI, statt auf Charakterrollen.

Regisseur Neill Blomkamp hat dem Werk (s)einen Stempel aufgedrückt. Zu Recht wird es mit dem Prädikat:“Vom Regisseur von District 9″ beworben. Seit dem Jahr 2000 (Dark Angel) beschäftigt ihn der dystopische Schauplatz. Nach District 9 hat Blomkamp erneut (s)ein geschicktes Händchen bewiesen. Für Elysium wurden Großteile der District 9 Filmcrew und ein Teil dessen Cast übernommen. Was dem Streifen gutsteht und sicherlich runder erscheinen lässt.

Komponist Ryan Amon steuerte einen treffend tristen, bestens auf das Szenario abgestimmten Soundtrack bei. Dieser unterstreicht gekonnt die Stimmungen, gibt Actioneinlagen und depressiven Anteilen gleichsam den passenden Klang.

Es hapert an … (Vorsicht Spoiler)-

Logiklöchern, die weite Teile des Filmes perforieren.

  • Polizei, Sicherheitskräfte, Justizsystem und Drohnen – allesamt voll automatisierte, intelligente Roboter. Raumschiffe im All (???) müssen aber via Raketenwerfer von Hand (!!!) abgeschossen werden. Hier schien man die Notwendigkeit von Söldnern rechtfertigen zu müssen.
  • Die Söldner haben plötzlich die Ultra verschlüsselten und geheimen Daten aus Max Kopf auf dem Bildschirm (?) … wozu dann noch ein Download und ein vermeintlicher Opfergang? Elysium hätte Max auch einfach von vielen Robotern verhaften lassen können. Die Söldner dienen nur als Mittel zum Zweck, um Mutter und Kind gefangen zu nehmen.
  • Elysium-Technik verhindert jede Art Krankheit und kann tote, zerrissene Körper reparieren und wiederbeleben. Ein Hirn-Datendownload ist aber unumkehrbar tödlich? Ein unglaubwürdiges Stilmittel, das scheinbar nur dem Selbstzweck gereicht.
  • Der Präsident verfolgt Max persönlich zum Computerraum und hämmert theatralisch mit den Fäusten gegen die Panzertür. Eigentlich kann er nichts von der Verschwörung wissen und stellt sich außerdem vor seine Soldaten und … NEIN, NEIN, NEIN … NEIN.

Und vieles mehr …

Fazit

110 minütiges Science-Fiction-Spektakel, ohne Hänger. Das bedrückende Szenario und die perfekte Animation rücken Schauspieler und Logik in den Hintergrund. Action und Ballerei sorgen jedoch dafür, dass dies unbeachtet bleibt. Popkornkino, das auch im Nachhinein die Hirnwendungen ein wenig beschäftigt.

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