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Neuer Talisman

Weiter geht es mit dem kreativen Chaos aus meiner Werkstatt. Heute gibt es einen neuen …

Talisman

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Ein Talisman ist natürlich kein gewönlicher Anhänger. Im Gegensatz zu normalen Schmuckstücken wohnt ihnen etwas Besonderes inne. Entsprechend Herkunft, Form oder Material sollen sie „Kräfte“ übertragen. Jede/r kennt  sicherlich den allseits bekannten Glücksbringer. In trauriger Erinnerung ist älteren Semestern sicherlich noch die Hasenpfote als Schlüsselanhänger. Recht bekannt sind auch Mineralien, die um den Hals getragen werden.

Der Talisman gehört in die esoterische Ecke. Man kann daran glauben oder es lassen. Das Material weist keine Besonderheiten auf. Dennoch konnte unlängst eine Wirkung nachgewiesen werden. Gemäß dem Prinziph: Glaube versetzt Berge. Wissenschaftler erklären dies mit dem Placeboeffekt. Esoteriker hingegen sprechen von der Bündelung von Energien. Aber sind dies nicht nur verschiedene Worte für die selbe Sache?

Der Abdruck einer Bärenklaue, ein Zeichen für Beständigkeit, Mut, Durchsetzungsvermögen und unbändige Kräfte. Sicherlich lassen sich dem Bären noch weitere Eigenschaften zuschreiben. Doch hier soll es um das Kleinod selbst gehen.

Aus Speckstein gefertigt, finde ich die Materialzusammenstellung gelungen. Ergänzt um eine Lederkordel und mit einer Holzperle „ruhiggestellt“. Verhindert diese, ständiges Scheuern im Loch der Öse.

Oft bin ich mit meinen Steinen im Zwiespalt. Doch hier passt meiner Meinung nach alles zusammen. Das Material ist warm, und durch eine Behandlung mit hautfreundlichen Ölen Wasser abweisend. Die glatt polierten Oberflächen werden durch die gebrochenen Ränder aufgelockert und geben dem Ganzen etwas Unberechenbares.

Dieser Powerbrocken hat auch schon einen Träger gefunden, wie er passender nicht sein könnte. Ich finde es toll, wenn sich Zusammengehöriges findet. Euer Uwe

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Kreative Fortsetzung

Heute die …

KRETIVE FORTSETZUNG

Wie in der letzten Woche versprochen, gibt es heute Neues aus meiner Kreativwerkstatt. Seit einigen Wochen kreisen mir eine Menge neuer Ideen durch den Kopf. Einfälle, die momentan unbedingt raus wollen. Vielleicht kennen einige Leser/innen diesen inneren Druck? Ich habe mich diesem Verlangen ergeben und einfach losgelegt. Dabei gibt es Formen, die ich schon im Kopf habe und dann auf Steine übertrage. Anders herum gibt es Brocken, die mir sagen, was in ihnen verborgen liegt. Durch Säge- & Feilarbeiten purzelt mir das Ergebnis dann sprichwörtlich aus den Fingern. Ein Beispiel ist dieser erste Anhänger.

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  • Ein jadegrüner Blitz (4 cm x 1,5 cm) an einer Lederschnur. Die Perle wurde speziell eingeschnürt. 

 

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  • Schwarzer, extrem harter Speckstein. Ausgefräste Silhouette eines sitzenden Kätzchens (5 cm x 2,5 cm). Das Kleinod braumelt an einer braunen Lederschnur mit brauner Holzperle.

Dieser zweite Talisman entstand aus der Idee heraus, Tiersilhouetten in Gestein zu übertragen. Es wurde also nichts Verborgenes aus der Rohmasse herausgelöst. Die späteren Aushöhlungen wurden zuvor mit einem Stift auf die geschliffene Scheibe gezeichnet. Sicherlich kommen demnächst weitere Tiersteine. Diese werden dann allerdings in einen formschöneren Korpus übertragen. Dieser unsymmetrische Speckstein ist nur ein erster Versuch.

Außerdem denke ich an Gemmen, Taschenschmeichler, Räucherschalen und mein Board könnte neue Magnete vertragen. Meine Kreativbatterie scheint mit viel Power aufgeladen zu sein. Vielleicht kennt Ihr das?


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Kreatives Chaos

Der Hase macht längst Urlaub auf Palma. Doch bei mir prangt noch immer der Osterartikel auf der Hauptseite. Das geht nun wirklich nicht!

Habe ich die letzten 14 Tage die Füße hochgelegt oder sonnte ich mich mit einem Osterbunny auf Palma? Schön wäre es, aber ich steckte im kreativen Chaos. Die Muse (das Biest) hat mich feste geknutscht. Seither knistert es in meinem Schädel und es will mir nicht mehr aus den Hirnwindungen. Das …

KREATIVE CHAOS!

Eingeschlossen in meine kleine Werkstatt hatte ich die Welt und den Blog vergessen. Verlängerte Osterfeiertage boten mir die Möglichkeit, still und heimlich ein wenig abzutauchen. Der Speckstein und ich sind uns im Zuge dessen wieder recht nahegekommen. Es war auch bitter nötig. Lange Rede kurzer Sinn, entstanden sind dabei diese Stücke.

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  • 2 x 2 cm, an einer braunen Lederschnur mit Holzperle. Der Stein, Alabaster mit herausgetrenntem Katzenpfötchen. Im Gestein, grünliche Schlieren die nach oben hin auslaufen. Auf beiden Seiten spiegelglatt geschliffen und geölt.

 

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  • 3,5 x 3 cm, jadegrüner Speckstein mit runder Aussparung in der oberen Mitte. Die glänzende Perle steht für das Herz, der matte, rauh geschliffene Stein als Sinnbild für unseren Körper. Auf einer schwarzen Lederschnur, mit leichter Gewichtung nach unten. Das gute Stück dreht sich also nicht .

Der kreative Ausfluss ist allerdings noch nicht gestoppt, es ist noch mehr Gestein in Arbeit. Weitere Stücke machen sich noch die Haare schön, um abgelichtet zu werden. Ich wollte den Blog nur nicht mit zu viel Brocken vollstopfen. Mit mehr als zwei Steinen soll man bekanntlich nicht werfen. Einmal ist kein mal und ab dreien hört der Spaß angeblich auf.

Unzählige Post-it Zettel schmücken mittlerweile meine Werkstattwand, an weiteren Ideen mangelt es aktuell nicht. Wer mag, kann mir mitteilen ob unter den abgebildeten Felsstücken der große Wurf ist. Bis bald …

Euer Uwe

 


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Tatzen-Talisman

wpid-img_20150508_132750.jpgNeue Specksteinvorräte bedeuten neue Herausforderungen. Eigentlich (und auch uneigentlich) habe ich es gar nicht anders gewollt. Da kam mir die Anfrage eines Freundes gerade recht. Dem wollte ich schon längst ein Geschenk verpassen. Denn im Gegensatz zu ihm, hatte ich an die letzten Geburtstage nicht gedacht. Ein Glücksbringer, etwas mit Seele sollte es sein. Also wünschte er sich einen …

TATZEN-TALISMAN 

Also habe ich notgedrungen alle dringend notwendigen Putzarbeiten unterbrochen. Sicherlich werden viele Leser/innen verstehen, wie viel Überwindung mich dieses kostete. Aber was tut man nicht alles für gute Bekannte?

Also verschwand ich vor Ideen strotzend in meiner Werkstatt. Ein ausführliches Studium von Pfotenabdrücken bildete die Basisarbeit. Auf ein wölfisches Original festgelegt, übertrug ich die Maße 1:5 auf einen steinernen Rundling. Ich greife hier gern zu einem Marker. Aber auch stinknormale Bleistifte kann ich empfehlen.

Wenn ihr mit Speckstein arbeitet … saugen, bitte denkt immer ans Saugen. Gemeint ist nicht etwa der Strohhalm in eurer Cola. Ich meine den Schmutzschlucker, der euren Teppich küsst und die Wollmäuse unter den Betten hervorlockt. So ein Staubsauger erlöst euch von Bergen feinen, widerlichen, nervenden, klebenden, in der Nase kitzelnden, in jeder Faser und Pore eures Körpers festsetzenden Steinstaubs. (Luft hol – sprecht diesen Satz mal am Stück aus.)

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Ausführliche Schleif- & Bohrarbeiten trugen dann die unerwünschten Steinereien Schicht um Schicht ab. Hier kann auch das Multitool bzw. ein Dremel helfen. Die Feinarbeit an den Übergängen erledige ich dann aber lieber mit einem selbst hergestellten Kratzwerkzeug. Denn wenn AB dann AB, was mit elektrischen Werkzeugen recht schnell geht.

Um der Sache dann den richtigen Schliff zu verpassen, bin ich mit dem Schmuckstück auf dem Klo verschwunden. Nein, zur Veredelung gehören keine Körperflüssigkeiten. Aber mit Nassschleifpapier ging es unter den Wasserhahn. Es ist schon eine Fummelarbeit das zusammengeknüddelte* Papier in die kleinen Aushöhlungen zu bekommen. Nichts für schwache Nerven, denn geschätzte 187,5 Stunden später sind alle ungewollten Kratzer auf Vorder- & Rückseite dem Schleiflappen gewichen.

Auf besonderen Wunsch habe ich das Lederband nicht durch den Anhänger getrieben. Hier habe ich eine durchgehende Kerbe an der Kante ausgefeilt. Flux in die Kordel einen Knoten, über diesen, eine Perle zur Stabilisierung. So kann sich die Verschnürung nicht in Wohlgefallen auflösen.

Zum Schluss ertränke ich meine Anhänger gern in Öl. Mit einem sadistischen Lächeln döppe* ich Stein samt Gebändel für 2 Tage unter. Zur Sicherhet habe ich den Knoten im geölten Zustand nochmals ordentlich angezogen … halt wegen die Sicherheit*

Vom abtropfenden Pflegemittel befreit, ist der Anhänger heute in die Post gegangen. Auf das Urteil des künftigen Trägers bin ich gespannt. Mir selbst hat der Talisman ganz gut gefallen.

* sagt man so im Ruhrpott


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Speckstein Talisman

Speckstein Talisman

Wenn es draußen feucht und kalt ist, verlege ich meine Interessen ins Warme. Schließlich habe ich mir vor ein paar Monaten einen Vorrat an kreativen Materialien angelegt. Speckstein in Hülle und Fülle, das schreit nach neuen Herausforderungen. Ein leicht zu bearbeitendes Medium, mit dem ich schon einige Erfahrungen sammeln konnte. So habe ich mir einen kleinen Arbeitsbereich für kreative Arbeiten im Haus vorbereitet. Dort stehen mir alle Werkzeuge die ich benötige zu Verfügung. Außerdem habe ich einige Vorkehrungen für die staubige Arbeit getroffen.

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Anhänger Sense

In den letzten Tagen hat dieses gute Stück das Licht der Welt erblickt. Ein quadratischer Anhänger mit Rillen. Diese sind fein säuberlich aufgebracht und in korrekten Abständen zueinander gehalten.

Mit Feile, Schmirgelpapier und Dorn trug ich erst Schicht um Schicht ab. Anschließend zeichnete ich mit dem Bleistiff Kreise auf. Rille um Rille wurde einzeln hineingeritzt. Besonders kompliziert ist es, die ersten Vertiefungen zu kratzen. In späteren Arbeitsgängen fiel es mir dann einfacher, den Vertiefungen zu folgen und diese weiter in den Stein zu treiben. Schlussendlich zieren feine Rillen in Kreisform die Oberfläche. Diese erfuhr mit 1200 Nassschleifpapier eine angenehme Glätte. Einige abgeflachte Holzperlen sorgen am Lederband für einen sicheren Halt.

Der Talisman trägt den Namen Sense. Das Kreismuster symbolisiert gleichmäßige Wellen, die sich nach Außen verteilen. Diese sollen Kraft, seelisches Gleichgewicht und gedankliche Ordnung spenden. Ein Talisman der das Durchsetzungsvermögen und einen starken Willen unterstützt. Glaube versetzt bekanntlich Berge. Dies soll dem Träger fortan möglich sein.


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Fuchs mit Seele

IMPRESSION DES TAGES

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Das Bild trägt den Titel: „A Spirit“

Mit dem Pinsel habe ich ein paar Gedankenfetzen zu Papier gebracht. Der Fuchs und dessen Seele in schillernd warmen Tönen. Chaos und Harmonie im Einklang. Ein Bild, das wahrlich dem Herzen entsprungen ist und dem ich so versuche eine Seele zu geben. Natürlich kann bzw. soll jeder selbst entscheiden, ob dies gelungen ist.

Lange habe ich nach einem Namen für das Acrylbild gesucht. Sonst ein Freund deutscher Bezeichnungen wollte mir dies hier nicht gelingen. So erhielt das Bild den Titel: A Spirit.


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Neues von der Speckstein – Front

Neues von der Speckstein – Front

Durch die Bildhauerei einer Freundin habe ich mich vor einigen Monaten erneut inspirierten lassen. (Link zum Bericht vom 26.11.2012) Ein Hobby das ich immer als recht anspruchsvoll angesehen habe, bei dem mir jedoch bislang sehr viel Know How fehlte. Seit 2007 habe ich mich immer wieder an Speckstein versucht. Die Ergebnisse entsprachen leider nicht immer meinen angestrebten Zielen. Frühe Versuche schlummern heute ganz unten in den Specksteinkiste.

Durch den Zuspruch meiner Freundin Verena habe ich mich immer wieder motivieren lassen. Von ihr erhielt ich Tipps und Kniffe zur Bearbeitung, konnte von ihrer weitreichenden Erfahrung erheblich profitieren. Im Dezember 2012 legte ich ein erstes Werkstück vor das meinen Absichten recht nahe kam. (Link zum Bericht vom 04. Dezember)  Seither habe ich viel Zeit genutzt um an meinen Fähigkeiten zu arbeiten. Dem Sprichwort: Übung macht den Meister folgend habe ich sehr viel Zeit in die Umsetzung investiert. Was dabei heraus gekommen ist möchte ich an dieser Stelle präsentieren. Ein Anhänger in Form einer…

stilistischen Bärenklaue.

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Talisman Bärenklaue

Natürlich mag ich mich noch nicht mit ihren routinierten Techniken messen oder vergleichen. Dennoch bin ich mit aktuellen Ergebnissen zufriedener als vor einem Jahr.

Was begeistert an Speckstein?

Wenn ich an unförmigen Steinen arbeite, hobel und feile, gleicht dies fast einer Meditation. Gedanken fokussieren sich, Hand und Hirn werden eins. In dieser Stimmung kann ich wunderbar abschalten, Chaos, Druck und Lärm des Alltags verbleiben weit hinter mir. Es ist äußerst wohltuend zu erleben wie sich durch Willenskraft eine neue Form aus einem Stein heraus schält. Ob allein oder mit guten Freunden zusammen, in Verbindung mit einem guten Hörbuch, Musik oder auch Gesprächen birgt ein Speckstein – Wochenende eine Menge Kraft und Spaß. Und allein eine Menge Zeit um sich mit sich selbst zu beschäftigen.

Ein wenig neidisch bin ich natürlich auf die Skulpturen meiner Freundin. Sie haucht groben Steinen Leben ein und arbeitet in meinen Augen ein Stück Seele aus den massiven Blöcken. Ich bin mir nicht sicher ob ich das jemals schaffe. Bin aber doch regelmäßig stolz ansehnliche Stück abzuliefern.