UweImortBlog


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Grunzende Begegnung

Ein kurzer Spaziergang am Abend, nach einem anstrengenden Tag macht den Kopf frei und fährt den Körper herunter. Regelmäßig gönne ich mir diese Art Auszeit. Gern mal mit einer Freundin oder Bekannten. Diesmal war ich allein in der untergehenden Sonne unterwegs.

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Regen war seit einigen Stunden nicht mehr gefallen, also zog ich vorhin meine Schuhe an und machte mich auf den Weg. Heute kam es dabei zu einer Begegnung besonderer Art. Die Dunkelheit breitete sich schon fast vollständig aus. Während ich meine Schritte durch einen kleinen Park lenkte, hörte ich dabei merkwürdige Laute. Anfangs noch recht leise ertönte ein Schmatzen und geradezu genervtes Brummen. Mit jedem Schritt kam ich der Quelle näher. Das Zwielicht lies mich kaum etwas erkennen.

GRUNZENDE BEGEGNUNG

Dann trappelte das gurgelnde und grunzende Brabbeln dicht an meinen Füßen vorbei. Längst hatte ich einen Verdacht. Die schnell gezückte Kamera bestätigte meine Annahme.
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Ein stacheliger Wildnisbewohner auf Erkundungstour. Mit meinem Handy-Blitzlicht erstarrte dieser, rollte sich aber nicht zusammen. Ihn zu erschrecken war nicht meine Absicht. Förmlich bat ich um Entschuldigung. Und fragte sofort, ob ich die Fotos für meinen Blog verwenden dürfte. Was der Igel mit einem wohlwollenden Grunzen quittierte. So begrenzte sich unsere Begegnung auf einen kurzen Augenblick. Denn nach dem Schnappschuss setzen wir beide unseren Ausflug fort.

Der ruhige Abstecher durchs Grün hatte den gewünschten Erfolg. Denn aus Erlebnissen dieses Kaliebers ziehe ich eine Menge Kraft.


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Bekommen Bäume Fußpilz?

IMPRESSION DES TAGES

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Natürlich wollte ich wissen, um was für ein Gebilde es sich da handelt.

Bei meinen Spaziergängen konnte ich schon so manches entdecken. Doch dieses Mal konnte ich meinen Augen kaum trauen. Ein Baum mit einem solch großen (Fuß) Pilz sieht man nicht aller Tage. Fast wie eine Koralle, gut 22 cm Durchmesser und 10 cm aus dem Baum herauswachsend. Farblich tief Organgenfarben bis zu einem zarten Beigeton in den Spitzen der Lamellen. Vorsichtig habe ich den Auswuchs berührt, der anders als erwartet sehr fest war.

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Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)

Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)

Dieser Baumpilz ist im jungen Zustand essbar, wird aber sehr schnell zäh und ungenießbar.

Die durch den Schwefelporling verursachte Braunfäule kann zum Absterben des Trägers (der Baum) führen. Hat mir jedenfalls ein Naturführer verraten.

Dennoch habe ich den Pilz nicht entfernt. Denn in der Natur sollte der Fotograf Zeuge und nicht Akteur sein. Ich bin gespannt, was ich bei meinen nächsten Streifzügen finden werde.


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Kuchenbaum

Es liegt etwas in der Luft …

dieser Ausspruch hat eigentlich eine ganz andere Bedeutung. Heute möchte ich in diesem Zusammenhang etwas recht außergewöhnliches in die Runde werfen. Beim Herbstspaziergang im nahe gelegenem Park fiel mir an einer Stelle immer wieder ein sehr ausgeprägter Geruch nach frischer Zuckerwatte auf. Anfangs vermutete ich das ein/e andere/r Spaziergänger/in eine parfümierte Duftspur hinterlassen hätte. Doch da dieses Duftphänomen örtlich so begrenzt schien, suchte ich nach einer anderen Erklärung.

Mehr durch Zufall entdeckte ich folgendes Schild an einem nahestehenden Baum …
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KUCHENBAUM – die geweckte Neugierde ließ mich im Net stöbern. Glaubte ich anfangs noch an einen Gag, klärte mich Wikipedia nun auf.
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Einen Baum dessen Laub im Herbst nach Kuchen und Gebäck duftet gibt es tatsächlich. Man lernt halt nie aus.