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Vielfraß (Wolverine) – der Marderbär

Wie versprochen liefere ich heute die gewünschten  Informationen zum …

Vielfraß (Wolverine).

Der Vielfraß in freier Natur*

Da ich für meine Freundin Verena eine Tierskulptur aus Speckstein erstellt habe, habe ich mich auch mit der dargestellten Spezies befasst. Für mich ist es selbstverständlich, mich mit dem Objekt das ich abbilde, recht genau zu befassen. Nun habe ich mir erlaubt für euch die Informationen von verschiedenen Internetseiten und aus div. Büchern zusammenzutragen.

Der Vielfraß  (englisch Wolverine)

Der Vielfraß ist ein sehr scheues, zurückgezogen lebendes Raubtier und sollte als solches angesehen werden. In bedrohlichen Situationen ergreift er nicht die Flucht, sondern geht seinen Instinkten folgend zum Angriff über. Eine Spezies die sich selbst ausgewachsenen Braunbären stellt. In Tiergehegen oder durch menschliche Aufzucht hat sich dennoch erwiesen das Er sehr zutraulich und anhänglich werden kann. Trotz seiner Scheue gilt er als sehr neugierig und verspielt. Er gehört zur nachtaktiven Familie der Mader (Mustelidae) und ist kein Bär. Auch wenn man optisch darauf schließen könnte. Man schreibt ihm einen sehr markanten Körpergeruch zu, da es sich auch um einen Aasfresser handelt. Dies rührt aber hauptsächlich von seinen für Marderarten typischen Sekretdrüsen her. Seine Lebenserwartung beläuft sich auf ca. 10 Jahre. Bei einer Rumpflänge von ca. einem Meter (zusätzlich einem ca. 20 cm langen Schwanz) und einem Gewicht von ca. 30 KG scheint der Vielfraß wie ein kleiner Bär bzw. riesiger Hund. Je Situation artikuliert er sich durch verspieltes Fiepen, Schmatzen, Grunzen bis hin zu einem bedrohlichen Knurren.

 
– VIELFRASS VS. BEAR VIDEO LINK –
ABER

Man mag die Gefährlichkeit dieses Raubtieres leicht unterschätzen. Der Vielfraß ist ein Aasfresser, der seine Nahrung gern vergräbt, aber auch ein aktiver Jäger. Hinzu kommt, dass es sich um ein äußerst aggressives Raubtier handelt, dass keine Angst davor hat, auch erheblich größere Ziele anzufallen. Seine äußerst kräftigen Beine weisen riesige Pfoten, mit gigantischen messerscharfen Krallen auf. Welche selbst ein Elchkalb zerreißen können. Der gedrungene Körper verbirgt gekonnt das große Kraftpotenzial und die Ausdauer dieses Jägers.

Gute Kletterer*

Wer auf dieses Tier trifft, sollte sich nicht weiter nähern, bzw. gehörigen Abstand halten und vermeiden es zu reizen. Befindet es sich in unmittelbarer Nähe sei von schnellen Bewegungen abgeraten. Wer meint dem Vielfraß davonlaufen zu können sei gewarnt. Er folgt seiner Beute bis zu 15 Kilometern ohne Pause, bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 17 km/h. Auch von einer Flucht auf einen Baum sei abgeraten. Denn der Vielfraß ist ein gekonnter Kletterer. Schon so manche Großkatze wurde auf höchste Äste verflogt und getötet. Mit seinem Geruchssinn versteht er es Beutetiere, selbst durch die geschlossene Schneedecke aufzuspüren. Auch Flüsse oder Gewässer bieten keinen Schutz, da diese Marderart ein hervorragender Schwimmer ist.

In Skandinavien, Kanada, Alaska aber auch in Taiga und Tundra anzutreffen, braucht er in der freien Wildbahn nur den Wolf zu fürchten. In diesen Auseinandersetzungen mag er aber durchaus als Sieger hervorgehen. In der Nahrungskette steht er weit vorn. Behäbig und faul in der warmen Jahreszeit, beweist er körperliche Überlegenheit, besonders im Winter. Aufgrund seiner gigantischen Pfoten kann er sich leise und sehr flink seinen Opfern auf der Schneedecke nähern, ohne einzusinken. Neben Nagern ist es nicht selten das Er Rentiere oder auch Elche anfällt. Allerdings ist er nicht wählerisch, gefressen wird, was auf den Tisch kommt. Ob Aas oder Spezies die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

 

 – VIDEO – DOKUMENTATION –
 
WARUM VIELFRASS??

by Martin Hild

Der Vielfraß trägt seinen Namen nicht wegen seines großen Appetits. Eine Fehlübersetzung ist hierfür verantwortlich. Da aus dem skandinavischen „Fjäl-Fräs„, was so viel wie „Gebirgskatze“ bedeutet, im Deutschen, der Aussprache ähnlich, der Vielfraß gemacht wurde.

Ich hoffe ihr fandet diese Infos zu dieser recht unbekannten aber auch ebensolchen bemerkenswerten Tierart genau so interessant. Euer Uwe

 
 

 

* Die Fotos hat Martin Hild von Lichtschnapper.de geschossen und freundlicher Weise zu Verfügung gestellt.


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Mein Speckstein Projekt (Teil III)

Mein Speckstein Projekt (Teil III)

 

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Stand zum letzten Artikel

Den heutigen Artikel veröffentliche ich aus gutem Grunde erst zu diesem Datum. Für die Vorwoche angekündigt, ist mir in letzter Sekunde noch etwas Wichtiges dazu eingefallen. Die Skulptur ist ein Geschenk für die gute Verena, damit sie deren fertige Version nicht schon vorher zu Augen bekommt, habe ich mich dazu entschlossen, Bilder der Endversion erst nach der Übergabe/Enthüllung zu veröffentlichen. Schließlich schnuppert Verena von Zeit zu Zeit hier hinein.

Letzte Fertigungsphase

imageViele Stunden Fein- & Feilarbeit habe ich nochmals in das Entfernen und glätten der Konturen investiert. Nach den Feilen kamen dann immer feinere Schmirgelpapiere zum Einsatz. Zu Anfang eine Körnung von 80, 120, 240 und abschließend Feuchtpapier mit 1200 Körnung. So habe ich eine geschmeidige Oberflächenstruktur hinbekommen. Auch gut zu sehen, (im Bild links) das ausgelöste Überbleibsel aus der Steinmitte.

Metallstifte einsetzen image

Zwecks sicherer Befestigung entschloss ich mich, das Oberteil nicht nur lose auf den Sockel zu stellen. Auf drei Metallstifte in der Bodenplatte kann nun das Tier aufgesteckt werden. Zuvor habe ich mit einer Schablone die Bohrlöcher für die Stifte auf beiden Elemente angezeichnet.

Gravur

Im Gegensatz zur vorherigen Version hatte ich mich entschlossen, das Bodenpodest zu drehen. Denn Verena hatte sich dann doch gegen eine frontseitige Beschriftung entschieden. Mit einem ganz simplen Filzstift habe ich die Buchstaben aufgetragen. Kinderfilzmaler lassen sich im Gegensatz zu Edding/Marker ganz einfach wieder entfernen. Mit feinen Bohrern habe ich den Schriftzug dann immer tiefer in den Speckstein hineingetrieben. Beginnend mit einem Durchmesser von 0,8 mm, mich dann auf bis 2,4 mm verbreitert. Die erste, feine Furche mit 0,8 verhindert ein verrutschen mit den späteren, erheblich breiteren Bohrern.

Nach der Gravur erfährt auch das Bodenstück ein abschließendes feilen und schleifen (wie oben beschrieben). Auch die Windungen der Gravur werden dabei nicht ausgespart. So das diese sich weich und gleichmäßig durch den Sockel ziehen.

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Polieren

Bodenplatte als auch der Tierkorpus nahmen ein ausgiebiges 12-Stunden-Bad in feinstem Öl. Ich nutze dazu eine kleine Dose, die ich zu einem Viertel mit Steinöl fülle. Kurz abgetropft ging ich mit einem alten aber sehr weichen Lappen zu Werke. Zwar gibt es auch Polieraufsätze für den Bohrer, die ich aber in dieser Fertigungsstufe ungern einsetze. Denn all zu schnell können auch dabei noch Kerben in der Oberfläche entstehen. Wie beim Auto, von Hand poliert ist die sanfteste Methode.

So getränkt erlangt die komplette Figur einen angenehmen Duft und einen sanften, matten Glanz. Wenn ich nun mit dem Finger hinüberstreiche, sind keine rauen Stellen mehr festzustellen.

 

Tatzenabdruck

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Ein kleines Gimmik (YPS Leser kennen diesen Ausdruck sicherlich) schien mir wichtig. Es sollte sich farblich abheben und dennoch zur Statue passen. So entschloss ich mich zu einem original getreuen Vielfraß Tatzenabdruck. Aus braunem Stein gefertigt und in die Vertiefung (oben zu sehen) über der Namensgravur eingepasst. Auch hier kamen nochmals alle Arbeitsschritte zur Anwendung. Anzeichnen, bohren, ausfeilen, schleifen, in Öl baden und letztendlich polieren. Nun noch alle Teile zusammenfügen und ich bin endlich …

 

fertig.

Am ersten Mail wartet nun die Vielfraß-Statue auf einer kleinen privaten Ausstellung in rotes Tuch gewickelt auf ihre Enthüllung. Diese hat also bei Verfassen dieses Artikels (21.04.2015) noch nicht stattgefunden. Und erfolgt erst im Laufe des Veröffentlichungstages dieses Artikels (01.05.2014).



Da bleiben nur noch zwei Dinge. Zu hoffen, dass der Vielfraß gut bei Verena ankommt und allen Leser/innen einen entspannten und schönen ersten Mai zu wünschen. Euer Uwe

 

 


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Mein Speckstein Projekt (Teil II)

Da plagt mich doch tatsächlich das schlechte Gewissen. Dabei bin ich nicht faul, das Gegenteil ist der Fall. Vor lauter Arbeit komme ich nicht dazu, überfällige Blog-Artikel zu verfassen. Jede Sekunde kann nur einmal genutzt werden und andere Dinge gehen leider vor. Angesichts des stressigen Alltags hatte der schnöde Mammon in den letzten Wochen Vorrang. Auch dem Specksteinprojekt konnte ich nicht so viel Zeit widmen wie gewünscht.
In der ersten Maiwoche findet eine kleine Ausstellung statt. Auf dieser möchte ich das fertige Werk präsentieren und Verena damit überraschen. Wenn auch recht winzig, soll die Enthüllung dort erfolgen. Bislang konnte sie noch keinen Blick auf das Werk werfen.

Nun bin ich wieder auf Kurs. Der Speckstein-Vielfraß ist um ein beträchtliches Stück erwachsen, auch lange geplante Artikel (Hörspiel-, Mittelalter und andere Ideen) stehen kurz vor ihrer Vollendung. Mittlerweile konnte bzw. musste ich schon neues Material für meine Ideen bestellen. Doch davon bald mehr. Jetzt erst einmal …

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Rohzustand

Staub in allen Ecken, Staub auf allen Kanten, meine Skulptur entwickelt sich immer weiter. In Teil I berichtete ich über die ersten Schritte, zur Linken ist nochmals der Stand zu Zeiten des ersten Beitrages zu erspähen. Mittlerweile ist eine Menge Werkzeug zum Einsatz gekommen. Der Speckstein für meine Freundin Verena musste ordentlich Masse lassen. Nach dem Aufzeichnen der Silhouette des Vielfraßes mit dem Marker-Stift ging es an das Eingemachte.

Wie gewünscht, (Kommentar unter dem ersten Teil), habe ich eine Menge Informationen über den Vielfraß zusammengetragen. In den nächsten Tagen erwarte ich ein Foto von Verena. Sie hat in den USA mit dem Kameraobjektiv jagt auf diese Spezies gemacht. Sobald ich das Bildmaterial eingetroffen ist, erscheint der Info-Beitrag. Ursprünglich wollte ich Wissenswertes über den Wolverine an diesen Beitrag anhängen. Doch die Recherche hat eine ganze Menge Stoff geliefert, so das ein eigener Artikel entstanden ist. Der Thementrennung und Übersichtlichkeit zu Liebe liefere ich bald nach.

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Multifunktion …

Speckstein Projekt (Teil II).

Weiter geht es …
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… herauslösen

mit einem Multifunktions-Kleinbohrer (Bild rechts) habe ich entlang der angezeichneten Linien folgend die Figur nach innen zeigend ausgefräst (Bild links). Warum nur innen, erklärt sich ganz einfach. Nur der umzeichnete Bereich soll entfernt werden, darum bohre ich nicht über die Linien. Grundsätzlich handelt es sich um die umgekehrte Vorgehensweise zum Erstellen einer Statue. Dort würde ich überflüssiges Gestein außen entfernen.
Bei beiden Vorgehensweisen gilt: WENIGER IST MEHR. Einmal entfernter Stein kann nicht mehr angebracht werden. Ausbessern ist möglich, meist aber zu erkennen und liefert ein Zeugnis von der handwerklichen Fertigkeit des Künstlers.

Rückseite!

Nach dem Entfernen des groben Innenbereichs mit dem Bohrer kommen bei mir Raspel und Feile zum Einsatz. Auf den Elektrobohrer verzichte ich. Die Gefahr über eine der Linien hinaus zu fräsen ist zu groß. Bedient man sich normaler Feilen, ist dies mit ein wenig Übung praktisch ausgeschlossen.

Rückseite nicht vergessen! Zu Beginn sämtlicher Arbeiten sollte man darauf achten, im richtigen Winkel zu bohren. Bei schrägen Winkeln ergibt sich eine unsymmetrisch Rückseite. Eventuelle Bewunderer könnten die Skulptur auch einmal drehen …!?

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Innenleben herausgetrennt

Unten

Im nächsten Schritt habe ich die untere Kante des Steins begradigt (Bild unten). So das die Figur nun in der Waagerechten steht. Für das spätere Gesamtbild ist dies sehr wichtig. Nun habe ich noch den Wolkenstreifen (für alle die sich gefragt haben was das über dem Tier sein soll) wie zuvor beschrieben herausgelöst.

Damit beende ich diese staubige Angelegenheit für heute. Keine Sorge, den nächsten Teil gibt es schon binnen sieben Tagen.

 

 

 

 

 
 
 


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Speckstein Projekt

Mein Speckstein Projekt …

geht heute an den Start. In Absprache mit meiner Freundin Verena steuere ich etwas Neues an. Vor einem Jahr hatte sie eine Statue für mich angefertigt. Nun möchte ich mich revanchieren. Im Januar hatten wir zusammen einen Speckstein Einkauf getätigt. So bewaffnet möchte auch ich mich an einem größeren Projekt versuchen. Eine Skulptur nach ihren Wünschen soll es sein.

Ihr schwebt die Silhouettenfigur eines Vielfrass vor. (engl. Wolverine). Einer von Aussterben bedrohten Tierart. Nun galt es, geeignetes Material auszuwählen.

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Auf dem Foto ist der Rohblock für die Skuplktur zu sehen.

Nach Verenas Wünschen und Vorstellungen habe ich einen Speckstein gewählt und zugeschnitten. Zu diesem Zweck schickte sie mir ein paar Fotos und Bilder des Tieres per Mail zu.

Nun konnte ich mit dem Motiv beginnen. Eine erste Skizze auf Papier wurde mehrfach überarbeitet und schließlich auf den Stein aufgetragen. Allerdings handelt es sich auch dabei nur um eine Rohfassung. Denn Feinheiten füge ich erst kurz vor Beginn des Auslösens ein. Da zuvor erst Platzierung und Positionierung auf dem Stein abgestimmt werden müssen.

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Shilouette

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Übertragen auf den Stein.

Mit einem Schreiber habe ich die zu bearbeitenden Bereiche markiert.  Im nächsten Schritt folgt das sägen und lösen der Figur und die Anpassung an den Sockel. Dabei wird sehr viel Staub und Schmutz entstehen. Aber das wird sich nicht vermeiden lassen. Fortschritte findet ihr hier in Kürze.