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Wenn Werbung weh tut

Wenn ich am Samstag-Morgen unser Lokalblatt ausgelesen habe, was aufgrund seines Umfangs (6 Seiten) meist nach 10 Minuten erledigt ist, widme ich mich im Anschluss der Beilage. Die ausnahmslos aus Werbung besteht und deren Masse den der Nachrichten bei Weitem übertrifft. Genau genommen liegt die Zeitung der den Prospekten bei. Aber gut, das ist ein ganz anderes Thema.

Während schaumiger Milchkaffee meine Lippe passiert, schlage ich das Heftchen eines namhaften Discounter auf. Mein Blick fällt auf zwei Personen in einer Anzeige. Im ersten Moment scheint alles in Ordnung. Dann eine zweite und dritte Sichtung, unbewusst habe ich etwas wahrgenommen. Ich kann es nicht genau bestimmen, etwas stimmt ganz und gar nicht. Also schreite ich zur Analyse.

wpid-img_20140909_094221.jpgEin Accuschrauber wird beworben. Die Werbung zeigt uns eine Dame und ihren Liebsten bei der Heimarbeit. Während er das Befestigungsmaterial bereithält, bedient sie das kabellose Bohr- & Schraubgerät. Super, schließlich kann auch Frau anpacken. Das geht absolut in Ordnung.

Sie setzt den Schrauber auf die nackte Betonwand mit einem eingespannten Kreuzschlitz-Bit. Bitte was, tatsächlich Schraubbit & Betonwand?

Mit der flachen Hand schlage ich mir gegen die Stirn. Es fehlen Bohrloch, Dübel und … die Schraube. Sie beabsichtigt augenscheinlich, mit dem Schraubendreher-Bit ein Loch in die Wand zu popeln.

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Fazit:
Seufz – die wunderbare Welt der Werbung. Gestellte Emanzipation, grenzdebiles Grinsen und Löcher, die mit dem Schraubendreher in das Gestein geknattert werden. Hier fehlt eindeutig ein Warnhinweis. Werbung kann gefährlich sein!

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